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WORLD CUP SEVILLA WGC -
Martin Wiegele prolongiert Sensation.
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2. Spieltag:
Vierer:
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19.11.2004 / 15:53 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Sensation prolongiert
Österreich kann auch im klassischen Vierer mit der Weltklasse mithalten -
nach wackeligem Beginn legt Brier die Birdies auf, Wiegele verwertet
zur 70 und Platz 2.
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| Das
Wichtigste in Kürze |
Kalt am Morgen, dann sonnig bei 18 Grad, wenig Wind
AUT: Brier / Wiegele: 70 (-2) / 14 unter Par (2. Platz)
Einige Fehler im langen Spiel zu Beginn und im Finish, Wiegele locht
alle
4 Birdieputts der Österreicher.
Paul Casey und Luke Donald düpieren die Konkurrenz mit der
64, halten bei 19 unter Par 5 Schläge Vorsprung
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"Für den Vierer brauchen wir heute beide unsere Top-Form", hoffte Markus
Brier dass die bogeyfreie Vorstellung der Österreicher noch möglichst
lange anhalten würde. Was beim gestrigen Bestball perfekt klappte - wenn einer patzte,
sprang der andere ein - wäre beim klassischen Vierer jedoch fast ins Auge
gegangen.
Mittendrin unter den Ryder Cup-Stars
Um 11:50 MEZ starteten die beiden Österreicher im Schlussflight, gemeinsam mit Padraig
Harrington und Paul McGinley, den Co-Führenden: "Zu Beginn
haben wir beide keinen Rhythmus gefunden und ein bißchen durch die Gegend
geschossen". Der Plan, dass Brier auf den ungeraden Bahnen abschlägt und
damit 14 Schläge ins Grün bekommt und Birdies auflegen soll, geht zu Beginn
überhaupt nicht auf. Gleich am Eröffnungsloch haben die Österreicher
einen haarigen Par-Save aus dem Grünbunker zu bewerkstelligen.
Auf dem kurzen Par 3 mit Inselgrün leistet sich Team Österreich das erste
Bogey beim World Cup 2004: "Mein Fehler, ein schwaches Eisen 8, das ich in
den Grünbunker befördert habe," nimmt Brier die Schuld auf sich. Damit verabschiedet
sich unser Team schon am dritten Loch vom
1. Platz, den die Engländer übernehmen. Im langen Spiel von Brier ist
weiterhin der Wurm drinnen, daher will auch am ersten kurzen Par 5 nach einem
schlechten Drive kein Birdie gelingen.
Die Probleme der Österreicher häufen sich: sowohl an der 6 wie auch am
folgenden Par 3 hat Brier längere Putts um das Par zu halten - bewältigt
diesen Test allerdings nervenstark: "Diese Putts waren extrem wichtig, bei
1 über Par waren wir noch sehr gut bedient". Erst an der 8 bringt Martin
den Ball mit einem Superdrive wieder perfekt ins Spiel, Brier legt ein Wedge bis
auf zwei Meter an die Fahne, Martin verwertet sicher die Auflage seines Partners
zum ersten Birdie: "Es macht ungeheuren Spaß hier mit Markus zu spielen.
Mit meiner Form bin ich insgesamt sehr zufrieden", trug Wiegele am zweiten
Tag neuerlich einen großen Anteil zum Ergebnis bei.
Brier als Vorbereiter - Wiegele als Vollstrecker
Nun findet unser Team plötzlich weit besser ins Spiel, Markus beginnt die
Back 9 mit einem Wedge ins Grün, aus 5 Metern jedoch keine aufgelegte
Birdiechance - Martin locht jedoch einen starken Putt, der unsere Farben wieder
voll ins Match zurückbringt. Ein leicht gepulltes Eisen 5 von Markus am
nächsten Par 3 landet gerade noch am Grün, diesmal findet der Steirer aus 5
Metern nicht ganz die Linie, Brier spielt das sichere Par.
Die 12, das leichteste Par 4 der Back 9, eröffnet die nächste Chance, Brier
kann von Mitte Bahn ein gutes Wedge nah zur Fahne spielen. Martin bedankt sich
aus zwei Metern mit dem nächsten Birdie, damit ist Rotweißrot wieder auf Platz
2: "Spät aber doch ist unser Plan aufgegangen, Martin hat seine Sache auf
den Grüns sehr gut gemacht".
Am leichtesten Par 5 hätten unseres Jungs fast das Pflicht-Birdie versiebt, nur
ein starker 6 Meter-Putt von Martin bringt den Schlaggewinn - damit locht er
schon sein 4. Birdie des Tages. Harrington bringt mit dem Eagle die Iren mit
Österreich gleichauf.
Die kniffligen Par 4 der 14 und 15 sind nichts zum Attackieren, mit sicheren
Pars halten die Österreicher ihre Position. Am letzten Par 5 kann Markus nur
vorlegen, sein Partner bringt jedoch ein gutes Eisen nah an die Fahne, der
einzige realistische Birdieputt von Brier fällt leider nicht. Das ist aber in
dieser Phase kein Drama: Die Iren leisten sich einen kapitalen Bock an der 16,
Harrington schlägt die Annäherung ins Wasser, McGinley budelt sich
anschließend noch böse in den Sand ein - Doppelbogey.
Harter Kampf im Finish
Die erste kritische Situation seit langem haben M & M an der über 200 Meter
langen 17 zu meistern, nachdem Brier sein langes Eisen fett trifft und zu kurz
ins Rough setzt: "Einige Eisen habe ich heute ganz schlecht
getroffen", gibt er zu. Wiegele rettet mit einem fantastischen langen Chip
über den Bunker, der bis auf einen Meter zur Fahne rollt. Am Schlussloch
schrillt neuerlich der Bogeyalarm. Martin pullt seinen Drive ins Rough, Markus
erwischt übers Wasser einen "Flieger", der Ball ist somit zu lang und
landet im Bunker. Nach einem guten Bunkerschlag des Steirers hat Brier noch
einen Hänger aus zwei Metern zum Par, puttet durch den Break, rasiert die
Lochkante - damit ein ärgerlicher Abschluss mit dem zweiten Bogey des Turniers.
Mit 70 Schlägen prolongieren die Österreicher dennoch die Sensation, halten
bei 14 unter Par knapp den zweiten Platz vor einer Gruppe von sechs Ländern:
"Das hätte heute viel schlimmer ausgehen können, mein langes Spiel war
wir nicht überragend. Die Platzierung passt jedoch, immerhin konnten wir
unseren Flightpartnern an beiden Tagen einen Schlag abnehmen" - und das
waren alles Ryder Cup-Spieler aus England und Irland.
Englands Jungstars geben richtig Gas
Mit Volldampf waren Paul Casey und Luke Donald am 2. Tag
unterwegs, hatten mit neun lockeren Birdies auf den ersten 14 Löchern so richtig Spaß am Golfplatz.
Erst danach beginnt Casey einige grobe Schnitzer einzustreuen, trotz des ersten
Bogeys am 36. Loch demolieren die Ryder Cup-Jungstars das Weltklassefeld bei 19
unter Par. Einen Schlag hinter den Österreichern formieren sich bei 13 unter
Par gleich sechs Länder, unter anderem Hausherr Spanien, Titelverteidiger
Südafrika und die Amerikaner.
Schon Platz 2 würde sich übrigens für die Österreicher lohnen - mit jeweils
350.000 US Dollar, selbst ein dritter Platz bringt noch eine Viertel Million.
Doch abgerechnet wird erst am Sonntag, nach zwei weiteren Runden im Bestball und
im klassischen Vierer.
Vorschau: >> Ländermatch in Sevilla
1. Runde: >> Führung beim World Cup
Scores nach 2 von 4 Runden (Par 72):
| Platz |
LAND |
Par |
Bestball |
Vierer |
Score |
| 1 |
England |
-19 |
61 |
64 |
125 |
| 2 |
Austria |
-14 |
60 |
70 |
130 |
| T3 |
South
Africa |
-13 |
66 |
65 |
131 |
| T3 |
Sweden |
-13 |
64 |
67 |
131 |
| T3 |
USA |
-13 |
64 |
67 |
131 |
| T3 |
Spain |
-13 |
63 |
68 |
131 |
| T3 |
Japan |
-13 |
62 |
69 |
131 |
| T3 |
Ireland |
-13 |
60 |
71 |
131 |
| 9 |
Australia |
-12 |
64 |
68 |
132 |
| 10 |
Germany |
-11 |
64 |
69 |
133 |
| T11 |
Wales |
-10 |
65 |
69 |
134 |
| T11 |
Netherlands |
-10 |
65 |
69 |
134 |
| 13 |
Korea |
-9 |
65 |
70 |
135 |
| T14 |
France |
-8 |
68 |
68 |
136 |
| T14 |
Scotland |
-8 |
64 |
72 |
136 |
| 16 |
Denmark |
-7 |
64 |
73 |
137 |
| 17 |
Canada |
-5 |
68 |
71 |
139 |
| T18 |
Chinese
Taipei |
-4 |
70 |
70 |
140 |
| T18 |
Colombia |
-4 |
67 |
73 |
140 |
| T20 |
Argentina |
-3 |
70 |
71 |
141 |
| T20 |
Italy |
-3 |
70 |
71 |
141 |
| T22 |
Myanmar |
-2 |
69 |
73 |
142 |
| T22 |
New
Zealand |
-2 |
69 |
73 |
142 |
| 24 |
Mexico |
2 |
74 |
72 |
146 |
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