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BMW ASIAN OPEN - Niki
Zitny mit zweimal der 6
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2. Runde:
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29.4.2005 / 12:16 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Foto: fore!golf
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5 Birdies auf Bestellung
Dank heißen ersten 9 Löchern presst sich Niki Zitny (69) noch ins
Finale bei der Asian Open - während Ernie Els mit Platzrekord (62)
allen davon zieht.
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| Das
Wichtigste in Kürze |
Wetter: Schauer erwartet, 26 Grad, kaum Wind
Niki Zitny 2. Runde: 69 (-3) / gesamt Par - 59. Platz
Ernie Els
stürmt mit Platzrekord von 62 Schlägen dem Feld davon (-15).
Cut endgültig bei: Par
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Deutlich weniger Wind am Morgen und perfekte Bedingungen erwarteten das
Weltklassefeld am zweiten Spieltag der BMW Asian Open. Und die Stars ließen
sich nicht zweimal bitten und scorten bereits in der Morgengruppe eine tiefe
Runde nach der anderen.
Dies hatte leider auch Auswirkungen auf den Cut, der unerwartet niedrig bei Even
Par statt +2 oder +3 zu liegen kam. Somit war der Druck auf Niki Zitny noch
größer, der mit einer späten Startzeit den Kollegen und dem Cut hinterher
spielen musste - somit benötigte der einzige Österreicher im Feld eine
Freitagsrunde von 69 Schlägen (3 unter Par): "Zum Glück habe ich auch
heute gut gespielt, dazu endlich besser gescort", war Zitny der Aufgabe
gewachsen
Zitny schafft die frühen Birdies
Niki Zitny startete am 10. Abschlag - ein rasches Erfolgserlebnis war das
Wichtigste für ihn - und er erfüllte sich gleich am kurzen Par 4 der 10 den
Wunsch: "ein Wedge auf einen Meter zur Fahne, der Putt war praktisch
geschenkt". Schade, dass er zwei Bahnen später den Schlag wieder abgeben
musste, weil er wie schon am Vortag das lange Par 3 der 12 nicht verlustfrei
bewältigen konnte: "Ich habe heute einfach die Eisen zu gut getroffen:
obwohl ich nur ein Eisen 5 genommen habe, ging das im Flug 189 Meter weit".
Somit kommt der Ball zwar auf dem richtigen Plateau auf, springt zu weit und
lässt einen unmöglichen Downhiller über, der zum aufgelegten Dreiputt wird.
Dennoch zahlte sich aggressive Spiel des Wieners in der Anfangsphase aus: am Par
5 der 13 holt er sich aus dem Grünbunker das absolute Pflichtbirdie ab, nutzt
auch das folgende kurze Par 4 um sich wieder mit präzisem Spiel eine Chance zu
erarbeiten. Auf seinem erst 5. Loch holt er sich das dritte Birdie ab.
Löst sich der Driver auf - oder doch nicht?
Nach dem Drive an der 13 bemerkt Niki, dass irgendwas an seinem Mizuno Holz 1
locker ist: "Dieses Plastikstück zwischen Schaft und Schlägerkopf war
locker, ich wollte keine Disqualifikation riskieren, aber kein Referee war in
der Nähe", kam plötzlich ziemlicher Stress auf. Denn wenn sich der
Schlägerkopf beim nächsten Drive verabschiedet, hätte der Ball überall
hingehen können. Außerdem hatte sich der Schläger laut Regelbuch
"verändert", allerdings aus dem Spiel heraus und nicht durch
"widmungsfremden Gebrauch", wie es Wiegele die Disqualifikation in
Irland einbrockte. Erst am 18. Tee stand fest, dass der Schläger in Ordnung
war, das Plastikding namens "Ferrul" laut Referee zurückgeschoben und
provisorisch befestigt werden durfte.
In der Zwischenzeit gabs jedoch an der 14 andere Probleme: Bogeys kann Zitny
heute gar nicht gebrauchen, dennoch knöpft ihm die 15 einen Schlag ab:
"Ein fast perfektes Eisen 7 führte zu einem Steckschuss an der Kante des
Grünbunkers. Da konnte ich nur von oben voll draufhacken, keine Chance aufs
Par." Doch zum Glück spielt Nik weiterhin mehr Birdies als Pars: am Par 3
der 17, der schwersten Aufgabe am Platz, zirkelt er ein perfektes Eisen 5 aus
198 Meter bis auf einen Meter zur Fahne und holt auf diesem Loch eines der ganz
seltenen Birdies heraus. Auch auf der längsten Bahn am Platz, der 539 Meter
langen 18, ebnet das perfekte lange Spiel den Weg zum 5. Birdie auf den ersten 9
Löchern. Damit schafft Zitny bereits zur Halbzeit sein Plansoll - wäre damit
bereits sicher im Wochenende.
Das Motto: Cut absichern
Auf den vorderen 9 Bahnen kehrt dann Ruhe im Spiel ein, Zitny reiht ein Par nach
dem anderen auf seine Scorekarte und sichert damit den Cut vorläufig ab:
"Da habe ich nicht mehr ganz so gut gespielt, aber zwei gute Saves gemacht
und auch einige Chancen knapp vergeben." Darunter sind auch einige ganz
knifflige Bahnen wie ein über 200 Meter langes Par 3 sowie die enge und
überlange 4. Bahn. Ein "Komfort-Birdie" am abschließenden Par 5 der
9. Bahn will zwar nicht gelingen, "dafür hätte ich mir fast die
Disqualifikation eingefangen". Beim Ballsuchen steigt Peter Hedbloms Caddie
auf Zitnys Ball und tritt ihn tief ins Erdreich. "Den darfst Du straflos
zurücklegen", übt sich der Bursche noch in Regelkunde, doch Zitny ist
sich nicht sicher und wartet geduldig auf einen Referee. Und die Reife des
Wieners zahlt sich aus, denn ein Zurücklegen hätte zur Disqualifikation
geführt, da Niki nur straffrei droppen durfte.
Bei seinem 7. Einsatz auf der European Tour darf sich der 32-jährige Wiener
somit über seinen dritten Cut freuen - die 69 ist zugleich seine bislang
tiefste Runde in Europas erster Liga, geteilt mit dem Tagesscore, das ihm seinen
ersten Cut in Südafrika gerettet hat. Denn zum dritten Mal musste sich Niki an
einem Freitag gewaltig strecken, um ins Wochenende zu kommen: "Das war
sicher mein härtester Cut, weil erstmals in einem Weltklassefeld, hier ist ja
neben Els der halbe Ryder Cup dabei", freut sich Nik gewaltig: "Dabei
habe ich nicht überragend gespielt, aber ich spüre wie ich von Runde zu Runde
stärker werde."
Ernie Els verabschiedet sich von den Verfolgern
Als einer von 7 Co-Leadern in den Freitag gegangen, machte Ernie Els von
Beginn an so richtig Dampf. Ab der 13 (seinem 4. Loch) lochte der Turnierfavorit
auf einer Strecke von 11 Bahnen gleich 8 Birdies und beendete seine Parforcejagd
am Par 5 der 9 mit einem lockeren Eagle. Mit Platzrekord von 62 Schlägen
bilanziert der Südafrikaner zur Halbzeit bei 15 unter Par. Nur der aus
Südkorea stammende und für Neuseeland spielende Eddie Lee konnte bei 11
unter Par noch halbwegs mithalten.
Nur noch Raphael Jacquelin (10 unter Par) bleibt in Schlagdistanz, Thomas
Björn als 4. geht mit 7 Schlägen Respektsabstand auf die Nummer 3 der Welt
ins Wochenende. Keinen Grund zur Freude haben die Deutschen Spieler: während Alex
Cejka gleich um fünf Schläge am Cut vorbeisegelt, verabschiedet sich Sven
Strüver erst im Finish mit einem Doppelbogey aus Shanghai. Paul
McGinleys Birdie-Putt an der 18, der den Ryder Cupper ins Wochenende
gebracht hätte, lippt ebenfalls aus...
Scores nach 2 von 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
| 1 |
ELS, Ernie |
RSA |
-15 |
67 |
62 |
|
2 |
LEE , Eddie |
NZL |
-11 |
67 |
66 |
|
3 |
JACQUELIN, Raphaël |
FRA |
-10 |
67 |
67 |
| T4 |
BJÖRN, Thomas |
DEN |
-8 |
71 |
65 |
| T4 |
LUCQUIN, Jean-François |
FRA |
-8 |
70 |
66 |
| T4 |
VAN DE VELDE, Jean |
FRA |
-8 |
67 |
69 |
| T4 |
WAKEFIELD, Simon |
ENG |
-8 |
67 |
69 |
| T8 |
LAWRIE, Peter |
IRL |
-7 |
67 |
70 |
| T8 |
SINGH, Jeev Milkha |
IND |
-7 |
69 |
68 |
| T10 |
SJÖLAND, Patrik |
SWE |
-6 |
70 |
68 |
|
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
|
| T12 |
DONALD, Luke |
ENG |
-5 |
70 |
69 |
| T33 |
FALDO, Nick |
ENG |
-2 |
72 |
70 |
| T33 |
ROCCA, Costantino |
ITA |
-2 |
74 |
68 |
| T47 |
DOUGHERTY, Nick |
ENG |
-1 |
71 |
72 |
| T47 |
JIMÉNEZ, Miguel Angel |
ESP |
-1 |
70 |
73 |
| T47 |
MONTGOMERIE, Colin |
SCO |
-1 |
73 |
70 |
| T59 |
CASEY, Paul |
ENG |
Par |
73 |
71 |
| T59 |
ZITNY,
Niki |
AUT |
Par |
75 |
69 |
|
|
|
|
|
|
|
Cut verpasst (Par): |
|
|
|
|
| T76 |
CHOI, K
J |
KOR |
1 |
73 |
72 |
| T76 |
MCGINLEY, Paul |
IRL |
1 |
75 |
70 |
| T104 |
REIMBOLD , Christian |
GER |
3 |
75 |
72 |
| T104 |
STRÜVER, Sven |
GER |
3 |
72 |
75 |
| T120 |
CEJKA, Alex |
GER |
5 |
76 |
73 |
| T134 |
DIER, Tobias |
GER |
7 |
81 |
70 |
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