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BMW ASIAN OPEN - Niki
Zitny mittendrin in der Weltklasse
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Final:
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2.5.2005 / 06:31 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Foto: fore!golf
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Mitten in der Weltklasse
Großartige 69 zum Abschluss: Niki Zitny erreicht als 20. sein
bestes Resultat - und hängt Monty und Jimenez ab. Ernie Els siegt
mit 13 Schlägen Vorsprung!
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| Das
Wichtigste in Kürze |
Wetter Sonntag: Gewitter und Dauerregen, 20 Grad, windig
Niki Zitny 4. Runde: 69 (-3) / gesamt - 4 / 20. Platz
5 Birdies, nur 2 Bogeys bei harten Bedingungen
Ernie Els dominiert auch das Nachspiel am Montag: 65 Schläge,
Endergebnis von 26 unter Par, 13 Schläge (!) vor Simon Wakefield
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3 Stunden und 15 Minuten verzögerten Gewitter und schwere Regenfälle den Finaltag in
Shanghai, die Runde musste sogar um 12:10 Ortszeit ein zweites Mal gestartet
werden. Dauerregen und deutlich kühlere Temperaturen gestalten die Finalrunde
für die Spieler ungemütlich. Dazu kommt, dass der letzte Flight mit Ernie Els
und Simon Wakefield erst um 16:30 Ortszeit startete und damit erst am Montag der
Sieger der BMW Asian Open feststehen wird.
Das obligate Eröffnungsbogey
Die enge, erste Spielbahn war auch am Sonntag ein echter Test, ob ein Spieler
sofort seinen Schwungrhythmus findet - und Niki Zitny scheiterte
neuerlich mit einem Bogey an dieser Aufgabe: "Diesmal war ich rechts in den
Bäumen, konnte zwar das Vorgrün noch anspielen, habe aber aus 20 Metern über
die Welle bergauf auf dem nassen Grün noch drei Putts gebraucht". Im
ersten Drittel muss der Wiener gewaltig kämpfen, schafft an der 3 und 4 mit
brillanten Up & Downs das Par: "Der Wind war heute aus einer ganz
anderen Richtung - an der 6 hatte ich auch noch ein Eisen 3 ins Grün, zum
Glück gut genug fürs Par".
Doch nun kommen gute Birdielöcher, und Zitny kann prompt wie schon am Samstag
zur rechten Zeit einen
Gang hoch schalten. Das kurze aber besonders enge Par 4 der 7 erfordert Maßarbeit, die der Wiener auch abliefert und das so wichtige erste Birdie
spielt: "Dank eines guten Putts aus 5 Metern, der war ganz wichtig." Die kürzeste Bahn im Tomson GC bietet eine weitere Einladung zur
Ergebnisverbesserung: mit einem guten Eisen 7 legt sich Nik auch hier das Birdie auf
und schließt die Bahn erfolgreich ab: "Das war fast ein Hole In One und
nur noch ein Tap In für den Putter." Das mit zwei Schlägen
erreichbare, aber ganz enge Par 5 der 9, kann er auch am Sonntag nicht nutzen,
vergibt mit dem Par eine gute Chance. Bis zur Halbzeit ist die Finalrunde ein
absolutes Spiegelbild der 3. Runde, mit gleichen Lochergebnissen - und einer
Verbesserung um etwa 10 Ränge: "Dabei habe ich gestern sicher noch besser
gespielt, aber heute hatte ich auch die nötigen "Good Breaks" zu
einem guten Score."
Weiter mit Volldampf auf den Back 9
Auf den letzten 9 Bahnen versucht Zitny noch einmal alles um sein starkes Spiel
in ein zählbares Ergebnis umzusetzen. Auf den beiden kurzen Par 4 der 10 und 11
hat er nicht wirklich Chancen, dafür läuft erstmals was auf der 12: "Ich
wollte mit dem Eisen 7 voll durchziehen, hab das aber überhaupt nicht getroffen
und den Ball sogar noch vor dem Grünbunker geparkt. Umso besser war dann der
Lob Shot, absolut Mitte Loch hineingerollt" - mit Birdie Nummer drei ist der Wiener weiter auf
der Überholspur. Das Par 5 der 13 bleibt seine Lieblingsbahn, die er zum
vierten Mal in Folge mit der "4" bewältigt, "heute mit einem
guten 5 Meter-Putt vom Vorgrün," - damit erstmals in die
Top 30 vorstößt:
Am kurzen Par 4 der 14 spielt sich Zitny erstmals seit langem in ernste
Probleme. Der zweite Schlag mit einem Wedge auf ein ganz kurzes Grün mit tiefem
Sperrbunker davor ist ein echter Test, "Nik" landet zu kurz in der
Waste Area, die mehr ein Gatschloch ist, hat aus dieser Lage keine wirkliche
Chance und marschiert mit dem
ersten Bogey seit langem zum nächsten Abschlag.
Auf den langen und engen Schlussbahnen gilt es nun das gute Score im Dauerregen
ins Trockene zu bringen. "Bei Gegenwind waren diese Bahnen der blanke
Horror. An der 15 hatte ich noch ein volles Rescue für den zweiten Schlag in
der Hand." Nach einem verzogenen Drive an der 16 schrillen alle
Alarmglocken, übers Wasser bleibt ein Mutschlag von 177 Metern, voll in den
Wind: "Wenn ich hier was reißen willst, muss ich da durch," sagte
sich Nik und zieht ein Eisen 4 mit 120 % durch: "der war sogar noch etwas
zu lang, aber kein Problem für den Up & Down."
Auch das fast 200 Meter lange, letzte Par 3 kann Zitny
keinen Schlag abknöpfen: "Dabei hatte ich mein Eisen 3 ziemlich verzogen,
musste über einen Baum spielen und einen haarigen Par-Putt stopfen."
Dafür bietet das 72. Loch, ein überlanges Par 5, noch
einmal eine Chance, sofern der dritte Schlag ins Grün sitzt - und Zitny kann am
Schlussloch noch einmal punkten, versenkt aus gut 5 Metern den Single-Putt und beendet seine erste Asian Open mit einem
Birdie.
Mit 69 Schlägen (-3) hat er sich seine stärkste Leistung für das Finale
aufgehoben, wird seinem Ruf als nervenstarker Finisher erstmals auch auf der
European Tour gerecht. Sein Endergebnis von 4 unter Par bringt ihn auf Platz 24
ins Clubhaus, aufgrund der schwierigen Bedingungen verbesserte er sich noch auf
Endrang 20, der ihm 12.468 Euro bringt: "Heute war ausgleichende Gerechtigkeit für die vielen
schlechten Breaks der vergangenen Wochen angesagt, endlich auch ein
wenig Spielglück auf meiner Seite."
Doppelt wichtiger Erfolg für Zitny
Mit seinem ersten unter Par-Ergebnis auf der European Tour erzielt Niki Zitny
zugleich auch sein bislang bestes Resultat, übertrifft klar den 58. Platz von der
South African Open. Sowohl in der Order of Merit (Rang 181, nur 600 Euro hinter
Markus Brier) als auch beim
nach der Asian Open anstehenden Re-Ranking der Tourschüler macht der Wiener
entscheidend an Boden gut. Im Ranking verliert er dank des guten Shanghai-
Ergebnisses nur einen Rang (nunmehr Rang 19 in
der Kategorie 11 der Tourschool-Qualifikanten).
Da die Führenden wohl nicht mehr als ein Drittel ihrer Finalrunde am Sonntag
beenden können, bleibt nur zu hoffen, dass die Turnierleitung nicht die
Finalrunde anuliert, was tatsächlich im Gespräch war - denn dann würde Zitny
um die Früchte seiner tollen Leistung gebracht werden - immerhin der bislang
zweitbesten Runde vom Sonntag!
Ernie Els allein auf weiter Flur
Mit 7 Putts auf den ersten 6 Löchern scorte Ernie Els drei Birdies auf
den ersten 6 Löchern und baute seine Führung von 5 auf 8 Schläge aus. Simon
Wakefield, der Zweite der Tourschool 2004, kämpft mehr mit Thomas Björn
um den zweiten Platz als um den Sieg. Mit Stuart Little setzte ein
weiterer Tourschüler die bisherige Bestmarke im Clubhaus bei 9 unter Par, dank
einer Wahnsinnsleistung von 66 Schlägen.
Am Montag morgen war Ernie Els auch beim Nachspiel eine Klasse für sich: mit
vier lockeren Birdies sicherte sich die Nummer 3 der Welt die 65er-Runde,
gewinnt bei 26 unter Par seinen dritten Saisontitel, und das mit dem
Rekordvorsprung von 13 Schlägen auf Simon Wakefield.
Final Scores nach 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
R3 |
R4 |
|
1 |
ELS, Ernie |
RSA |
-26 |
67 |
62 |
68 |
65 |
|
2 |
WAKEFIELD, Simon |
ENG |
-13 |
67 |
69 |
66 |
73 |
|
3 |
BJÖRN, Thomas |
DEN |
-12 |
71 |
65 |
68 |
72 |
| T4 |
LEE , Eddie |
NZL |
-10 |
67 |
66 |
73 |
72 |
| T4 |
LUCQUIN, Jean-François |
FRA |
-10 |
70 |
66 |
69 |
73 |
| T6 |
DONALD, Luke |
ENG |
-9 |
70 |
69 |
68 |
72 |
| T6 |
LITTLE, Stuart |
ENG |
-9 |
71 |
70 |
72 |
66 |
| T8 |
HANSEN, Søren |
DEN |
-8 |
69 |
70 |
68 |
73 |
| T8 |
KINGSTON, James |
RSA |
-8 |
70 |
71 |
69 |
70 |
| T10 |
HEDBLOM, Peter |
SWE |
-7 |
72 |
69 |
70 |
70 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
|
|
|
| T16 |
JACQUELIN, Raphaël |
FRA |
-5 |
67 |
67 |
75 |
74 |
| T20 |
ZITNY,
Niki |
AUT |
-4 |
75 |
69 |
71 |
69 |
| T28 |
JIMÉNEZ, Miguel Angel |
ESP |
-3 |
70 |
73 |
69 |
73 |
| T28 |
VAN DE VELDE, Jean |
FRA |
-3 |
67 |
69 |
72 |
77 |
| T31 |
MONTGOMERIE, Colin |
SCO |
-2 |
73 |
70 |
73 |
70 |
| T46 |
CAMPBELL, Michael |
NZL |
Par |
73 |
71 |
70 |
74 |
| T57 |
DOUGHERTY, Nick |
ENG |
2 |
71 |
72 |
70 |
77 |
| T69 |
FALDO, Nick |
ENG |
5 |
72 |
70 |
73 |
78 |
| 74 |
CASEY, Paul |
ENG |
10 |
73 |
71 |
78 |
76 |
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