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BRITISH MASTERS - Markus
Brier mit harter Waldarbeit
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2. Runde:
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13.5.2005 / 20:33 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Cut am Freitag den 13.
Brier verspielt im Finish ein tolles Score, schafft aber sicher den
Cut. Niki Zitny steigert sich ebenfalls, scheidet dennoch aus. Brian
Davis genügen 4 unter Par zur Führung.
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| Das
Wichtigste in Kürze |
Wetter: bewölkt, trocken, 14 Grad, starker Wind
Markus Brier 2. Runde: 73 (+1) / gesamt +3 / 31. Platz
Deutliche Steigerung, leider 3 Bogeys im Finish
Niki Zitny 2. Runde: 75 (+3) / gesamt + 13 / 127. Platz
Einzige zwei Turnier-Birdies und viel solider gespielt
Brian Davis (Eng) führt bei 4 unter Par, nur 6 Spieler bleiben
unter Par
Cut endgültig bei: +7 (Top 70 und Schlaggleiche)
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Der Aberglaube ist weit verbreitet unter den Spielern auf der European Tour -
der Platz von Forest of Arden präsentiert sich jedoch schwer genug um als Grund
für schlechte Scores herzuhalten. Da auch am zweiten Tag der Wind ordentlich bläst, werden
nur die
absolut Besten am Freitag den 13. ihr Ticket fürs Wochenende lösen - Markus
Brier ist nicht abergläubisch, aber sicher dabei.
Brier deutlich besser in Schwung
Nach sicheren Pars auf den ersten beiden kurzen Par 4 findet Markus am 2.
Tag weit besser ins Spiel: "Vom Driver bis zu den Eisen funktionierte heute
alles bestens, ein solides Spiel ist bei dem heftigen und böigen Wind das Um
und Auf". Das erste Par 5 bereitet ihm trotz des kritischen, zweiten Schlages keine gröberen Probleme,
der Ball rollt zwar etwas übers Grün aus, doch nach einem Chip tot zur Fahne
springt das erste Birdie für ihn
heraus. Leider gibt er sofort den Schlag am folgenden Loch ab - einem kurzen, aber äußerst trickreiches Dogleg Par 4,
wo sein zweiter Schlag aussichtslos im Grünbunker verschwindet.
Doch mit den Eisen weiß Markus heute weit besser umzugehen, das zeigt sich am
ersten langen Par 3, wo die Markus dank Rückenwind nur ein Eisen 7 schlägt:
der Wiener pirscht sich mit einem guten Birdieputts aus 5 Metern weiter am
Leaderboard nach vor. Auf den hantigen Par 4 der 6 (Fairwaybunker) und 9 (Grün
überschlagen) muss er kräftig in der Trickkiste kramen, kommt aber mit dem Par
davon.
Späte Bogeys schmerzen doppelt
Doch die Back 9 sind deutlich selektiver, vor allem gilt es gleich vier
überlange Par 4 zu meistern. Brier beginnt diesen Test fürs lange Spiel
absolut mustergültig, holt sich am Par 5 der 12 im Vorübergehen noch ein
Birdie ab, das ihn in der Gesamtwertung zurück auf Even Par bringt: "Nach
meinem besten Drive des Tages hatte ich nur noch ein Eisen 6 für den zweiten
Schlag und zwei gemütliche Putts zum Birdie".
Doch die letzten beiden zähen Par 4, die der Wind noch deutlich länger macht,
bereiten Brier Probleme. Wie schon am Vortag kassiert er hier zwei Bogeys:
"An der 14 habe ich aus dem Semirough den Grünbunker getroffen, hatte auf
die kurze Fahne keine Chance auf ein Sandy Par mehr." Der Schlag übers
Wasser ins 16. Grün gelingt zwar wie geplant, aber den Downhiller aus 7 Metern
lässt er zu kurz, marschiert mit einem Dreiputt-Bogey davon, "bei
Rückenwind waren Bergabputts praktisch unberechenbar".
Im Finish geht beim Wiener generell etwas der anfängliche Elan verloren. Auch
am letzten Par 5, das heute dank Rückenwind die einfachste Bahn ist, gelingt
ihm nach einem Drive ins Rough nur das Par. Das berüchtigte überlange Par 3
zum Abschluss knöpft ihm einen letzten Schlag ab: "das Eisen 5 habe ich
mit dem Wind etwas angehookt, daher ist der Ball 20 Meter über die Fahne ins
Vorgrün ausgerollt, wieder ein Dreiputt."
Trotz der späten Schlagverluste wird sich Brier mit der 73er-Runde bei gesamt 3
über Par bis in die Top 30 verbessern können. Sein 7. Cut, der dritte in
den letzten vier Turnieren, ist zugleich der Wichtigste, spielt Markus Brier am
Wochenende um das dickste Preisgeld der bisherigen Saison mit: "Bei dem
heftigen Wind hat man einfach viele lange Putts, somit war die Runde insgesamt
schwer in Ordnung. Je schwieriger die Verhältnisse werden, desto lieber ist es
mir," orakelt Brier angesichts der angesagten Regenfälle fürs Wochenende.
Niki Zitny mit "Trainingsrunde"
Eine 69 hätte Niki Zitny zum Cut benötigt, das entsprach dem besten Tagesscore vom Vortag, nur blies am zweiten Tag der British Masters der Wind noch deutlich stärker - der Wiener Tourneuling gab sich keinen Illusionen hin, wollte nur noch eine Trainingsrunde unter Wettkampfbedingungen hinlegen, um seine Sicherheit im Spiel wiederzufinden:
"Das ist mir gut gelungen, für den brutalen Wind war die Runde schon in
Ordnung, wieder einige sehr gute Schläge dabei".
An der 10 zu starten, mit den gefährlichsten Par 4 gleich zu Beginn, ist kein
Vorteil. Zitny kassiert auch prompt an der 11, der Bahn mit dem engsten Fairway,
ein frühes Bogey: "Die Schlagverluste sind alle durch verfehlte Grüns
entstanden. Ist nicht leicht, bei starkem Wind mittlere und lange Eisen ins Ziel
zu manövrieren." Zwar kann er nun sein Spiel solide aufziehen, kommt auf den
folgenden hantigen Par 4 verlustfrei hinweg, zum ersten Birdie des Turniers will
es jedoch weiter nicht reichen.
Das letzte schwere Par 4 der Back 9, die 16 mit dem Schlag übers Wasser ins
Grün, stellt ihm dann neuerlich ein Bein - heute gibt er aber nur einen Schlag
hier ab. Am 26. Loch des Turniers, dem Par 5 der 17, versenkt Nik erstmals einen
Putt zum Birdie. Am Par 4 der 2
geht neuerlich ein Schlag verloren. Auf den Par 5 läuft es dafür nun wie
geschmiert, auch an der 3 darf er sich über ein Birdie freuen: "Nur zwei
Birdies im Turnier, und die auf den Par 5, war das eigentliche Drama. Bei den
Windverhältnissen konnte ich einfach nur ganz selten realistische Chancen
herausspielen."
Die beiden schwersten Bahnen auf den Front 9, die 6 und 9, wo mehr Bogeys als
Pars gespielt werden, fordern auch Zitny jeweils einen Schlag ab. Somit schreibt
er eine 75 auf die Scorekarte, zwar eine deutliche Steigerung bei harten
Bedingungen, aber weit von einer Aufholjagd entfernt. Bei 13 über Par bleibt der
Cut 6 Schläge entfernt, nach zuletzt zwei Cuts in Folge setzt es also
in Forest of Arden wieder ein Streichresultat: "Jetzt brauche ich ein paar
Tage Pause, nach den anstrengenden Wochen in Shanghai, Italien und England muss
ich mich erst regenerieren". Nächste Woche in Irland wartet wahrscheinlich
schon die nächste Chance (aktuell 6. Reserve, sollte sich für ein Ticket
ausgehen).
Björn mit bester Turnierrunde
Wie schwer sich Forest of Arden spielt beweist, dass Thomas Björn mit
einer 68 am Freitag die bislang beste Turnierrunde spielte und bei 3 unter Par
am zweiten Platz liegt. Der Engländer Brian Davis setzte mit einer 71
die Bestmarke im Clubhaus bei 4 unter Par. Nur 6 Spieler hielten sich in den
roten Zahlen, unter den ersten 8 finden sich 5 Engländer sowie die beiden
dänischen Windkünstler Björn und Soren Hansen.
Brutal verblasen wurden die beiden Deutschen im Feld: Marcel Siem flog
von Platz 13 weg mit einer 82 noch klar aus dem Cut, die 84 verhalf auch Sven
Strüver nicht ins Wochenende.
Scores nach 2 von 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
| 1 |
DAVIS, Brian |
ENG |
-4 |
69 |
71 |
| T2 |
BJÖRN, Thomas |
DEN |
-3 |
73 |
68 |
| T2 |
HANSEN, Søren |
DEN |
-3 |
70 |
71 |
| T2 |
HOWELL, David |
ENG |
-3 |
69 |
72 |
| T5 |
CAMPBELL, Michael |
NZL |
-1 |
73 |
70 |
| T5 |
WEBSTER, Steve |
ENG |
-1 |
72 |
71 |
| T7 |
BAKER, Peter |
ENG |
Par |
71 |
73 |
| T7 |
DYSON, Simon |
ENG |
Par |
71 |
73 |
| T9 |
CABRERA, Angel |
ARG |
1 |
70 |
75 |
| T9 |
WOOSNAM, Ian |
WAL |
1 |
74 |
71 |
|
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
|
| T17 |
CLARKE, Darren |
NIR |
2 |
74 |
72 |
| T17 |
HAEGGMAN, Joakim |
SWE |
2 |
73 |
73 |
| T31 |
BRIER, Markus |
AUT |
3 |
74 |
73 |
| T31 |
MONTGOMERIE, Colin |
SCO |
3 |
72 |
75 |
| T56 |
TORRANCE, Sam |
SCO |
6 |
76 |
74 |
| T67 |
WESTWOOD, Lee |
ENG |
7 |
76 |
75 |
|
|
|
|
|
|
|
Cut verpasst (+7): |
|
|
|
|
| T78 |
DIER, Tobias |
GER |
8 |
74 |
78 |
| T78 |
DOUGHERTY, Nick |
ENG |
8 |
73 |
79 |
| T86 |
CASEY, Paul |
ENG |
9 |
73 |
80 |
| T86 |
SIEM, Marcel |
GER |
9 |
71 |
82 |
| T127 |
ZITNY, Niki |
AUT |
13 |
82 |
75 |
| T143 |
STRÜVER, Sven |
GER |
17 |
77 |
84 |
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