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DEUTSCHE BANK CHAMPIONSHIP
- Niki Zity ohne Euro von der Bank
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2. Runde:
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23.7.2005 / 19:10 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Null Euro von der D. Bank
Ein Doppelbogey vermasselt Markus das gute Score, auch Niki kann bei
der Deutsche Bank Championship kein Preisgeld erspielen. Niclas
Fasth führt bei 10 unter Par.
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| Das
Wichtigste in Kürze |
Wetter: bewölkt, Schauer am Morgen, 17 Grad, leicht windig
Niki Zitny 2. Runde: 77 (+5) / gesamt 5 über Par / 128. Platz
Markus Brier
2. Runde: 71 (-1) / gesamt 1 über Par / 85.
Platz
Wieder ein Doppelbogey, sonst stark gespielt
Cut endgültig bei: -2 (Top
50 Pros)
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Ein großer, ein kleiner oder gar kein Scheck von der
Deutschen Bank - diese
Entscheidung fiel am Samstag nach der 2. Runde, und das gar nicht nach dem
Geschmack der Österreicher: nur in den Top 50 hätten sie die Chance auf sattes
Preisgeld im Sonntagsfinale gehabt.
Platz 50 bis 70 hätte zwar das vorzeitige Ausscheiden bedeutet, aber immerhin
6.000 bis 15.000 Euro Preisgeld gebracht. Doch außerhalb der Top 70 hieß es
für unser Tour-Duo:
außer Spesen nichts gewesen.
Zitny wollte "rot" sehen
Niki Zitny ging erst im allerletzten Flight auf die Runde,
für ihn lautete die Zielvorgabe: eine Runde unter Par. Kritisch waren zuletzt
öfters für ihn die ersten Spielbahnen: "doch heute habe ich gleich auf
den ersten Bahnen aufs Birdie geputtet, aber nichts hineingebracht."
Das erste Par 5 ist auch am Samstag die leichteste Bahn, dem Wiener Tourneuling
gelingt leider kein Birdie, da er sich bei der Annäherung einbunkert. Zum wirklichen Test wird dagegen das folgende,
überlange Par 4, das Zitny ein Bogey abknöpft: "Dabei habe ich das Grün
getroffen, aber dann einen Dreiputt gemacht." Zum Glück kann er sofort mit
einem guten Eisen am folgenden Par 3 kontern und den Schlagverlust wettmachen.
Das schwerste Loch am Platz, die auf 435 Meter verlängerte 7. Bahn, stellt ihm
jedoch neuerlich ein Bein, Bogeys kann er bei der Aufholjagd überhaupt nicht
gebrauchen: "War eigentlich ein Superdrive, der aber in den Fairwaybunker
unter die Kante gerollt ist. Da war kein Weg mehr direkt zum Grün." Damit ist er schon drei Schläge vom Cut entfernt.
Rückwärts- statt Vorwärtsgang
Auf den Back 9 muß Zitny nun alles riskieren, doch auf den anstehenden,
hantigen Par 4 geht mit der Brechstange gar nichts: an der 10 (Rough) und 11
(Grünbunker) geht
jeweils ein Schlag verloren, damit wird die Lage aussichtslos. Da er an der 13
noch Bogey kassiert, können ihm die beiden Par 5 im Finish auch nicht mehr aus
der Patsche helfen. Ein Bogey am Schlussloch ergibt unter dem Strich die
frustrierende 77 (5 über Par).
Zu wenig gelang Niki Zitny auf seiner zweiten Runde, bei 5 über Par bleibt eine
Riesenchance ungenutzt, bei einem 3,3 Millionen-Turnier das ziemlich dünne
Preisgeldkonto für eine neue Tourkarte aufzufetten: "Das Score spiegelt
heute überhaupt nicht mein Spiel wieder: sowohl die langen als auch die kurzen
Schläge habe ich super getroffen. Die Tendenz ist ermutigend, ich habe eine
gute Kontrolle über den Ball, jetzt fehlt nur noch das dazu passende
Ergebnis."
Brier schafft den Traumstart
68 Schläge, so lautete die Zielvorgabe für Markus Brier für die
Top 50: "Die Grüns waren dank der frühen Startzeit weit besser, anfangs
ist es auch recht gut gelaufen."
Tatsächlich startet er wie aus der Pistole geschossen, schlägt starke Eisen
ins 1. und 2. Grün - auch der Putter weiß sich zu benehmen und locht beide
Birdieputts aus 2 und 5 Metern. Die lange 4. Bahn, die am Vortag noch ein Birdie für den
Österreicher übrig hatte, bereitet ihm dagegen heute Probleme und kostet ein
Bogey: "Da war schon der Drive im Rough, daher der zweite Schlag zu kurz
und im Grünbunker."
Das dritte Birdie auf den ersten 6 Löchern fällt jedoch ausgerechnet auf
seinem gestrigen Unglücks-Par 5, damit ist Markus wieder zurück auf der
Überholspur. Das ändert sich leider am Par 4 der 9, hier muss der Drive genau
im Dogleg platziert werden für den zweiten Schlag übers Wasser: "Leider
war ich links im Rough, die Lage war aber nicht so schlecht, daher hab ich's aus
120 Metern probiert." Dieses Risiko wird jedoch zum Schlag ins Wasser und
wird mit einem Doppelbogey bestraft.
Alles oder nichts ...
Damit steht Brier mit dem Rücken zur Wand, muss auf den Back 9 schon einen
tollen Birdie-Run hinlegen um noch eine Chance zu haben. Ab der 10 lauern aber
ein paar lange und knifflige Par 4, nicht unbedingt Birdielöcher. Markus
absolvierte diese gefährliche Ecke von Gut Kaden sicher in Par: "An der 11
hatte ich noch eine gute Chance, die ich nicht nutzen konnte, dafür musste ich
an der 10 und 14 ordentlich ums Par kämpfen."
Die beiden Par 5 im Finish boten die letzten Chancen, die der Wiener bei der
Deutsche Bank Championship 2005 bekam, hier musste er nun unbedingt
punkten. An der 15 mit ihrem engen Eingang ins Grün klappt es nicht, dafür
aber am letzten Par 5: "Ein Sandwedge gut zur Fahne abgelegt und aus vier
Metern den Putt gemacht."
Die 71er-Runde ist eine der Besseren am Samstag Vormittag, dennoch bringt sich
Brier wieder mit einem Doppelbogey um die Früchte seiner Arbeit. Auf 7 seiner
letzten 8 Turnierrunden kassierte Markus zumindest ein Doppelbogey, ganz
ungewöhnlich für ihn: "Eine zufällige Häufung, mehr nicht," kann
er sich den Grund dafür selbst nicht erklären.
Somit gelang ihm zuletzt auch keine wirklich tiefe Runde
mehr, trotz einer sonst überzeugenden Vorstellung am Platz. Sein
Halbzeitergebnis von 1 über Par reicht nicht einmal für die Top 70, somit geht
er wie zuletzt in Schottland leer aus: "Nicht genügend zwingende Chancen
herausgespielt, darin sehe ich in dieser Woche das Hauptproblem,"
resümmiert Markus.
Longhitter dominieren am zweiten Tag
Die Scores am regnerischen Morgen waren deutlich schlechter als am Vortag, nur Brian
Davis gelang mit der 67 eine tiefe Runde. Bradley Dredge übernimmt mit der 69 vorläufig die
Führung bei 9 unter Par.
Am Nachmittag dominierte dann Neuseeland Open-Champion Niclas Fasth, der
sich mit der 66 von Platz 10 zur alleinigen
Führung bei 10 unter Par hievte. Big John Daly nutzte die idealen
Longhitter-Bedingungen zur besten Turnierrunde von 64 Schlägen aus, schoss sich
aus dem Hinterfeld bis auf Platz 6 vo.
Titelverteidiger Trevor Immelman scheitert
dagegen nach einer zerfahrenen 75 bei 2 über Par vorzeitig, genauso wie Retief
Goosen und Jose-Maria Olazabal.
Scores nach 2 von 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
| 1 |
FASTH, Niclas
|
SWE |
-10 |
68 |
66 |
| 2 |
DREDGE, Bradley
|
WAL |
-9 |
66 |
69 |
| T3 |
CAMPBELL, Michael
|
NZL |
-8 |
65 |
71 |
| T3 |
LAWRIE, Peter
|
IRL |
-8 |
71 |
65 |
| T5 |
ROE, Mark
|
ENG |
-7 |
68 |
69 |
| T5 |
STENSON, Henrik
|
SWE |
-7 |
65 |
72 |
| T7 |
CHOI, K J
|
KOR |
-6 |
67 |
71 |
| T7 |
DALY, John
|
USA |
-6 |
74 |
64 |
| T7 |
DAVIS, Brian
|
ENG |
-6 |
71 |
67 |
| T7 |
HANSEN, Anders
|
DEN |
-6 |
69 |
69 |
| T7 |
O'HARA, Steven
|
SCO |
-6 |
68 |
70 |
| T7 |
SIEM, Marcel
|
GER |
-6 |
67 |
71 |
| T7 |
TADINI, Alessandro
|
ITA |
-6 |
66 |
72 |
| T14 |
CABRERA, Angel
|
ARG |
-5 |
69 |
70 |
|
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
|
| T19 |
LANGER, Bernhard
|
GER |
-4 |
72 |
68 |
| T26 |
HARRINGTON, Padraig
|
IRL |
-3 |
70 |
71 |
| T37 |
LEVET, Thomas
|
FRA |
-2 |
68 |
74 |
| T37 |
McGINLEY, Paul
|
IRL |
-2 |
70 |
72 |
| T37 |
POULTER, Ian
|
ENG |
-2 |
69 |
73 |
|
|
|
|
|
|
|
Cut verpasst (-2): |
|
|
|
|
| T55 |
GOOSEN, Retief
|
RSA |
-1 |
70 |
73 |
| T55 |
JIMÉNEZ, Miguel
Angel
|
ESP |
-1 |
74 |
69 |
| T85 |
BRIER, Markus
|
AUT |
1 |
74 |
71 |
| T97 |
IMMELMAN, Trevor
|
RSA |
2 |
71 |
75 |
| T109 |
OLAZÁBAL, José
Maria
|
ESP |
3 |
76 |
71 |
| T128 |
ZITNY, Niki
|
AUT |
5 |
72 |
77 |
| T131 |
KARLSSON, Robert
|
SWE |
6 |
78 |
72 |
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