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FRENCH OPEN LE GOLF
NATIONAL - Niki Zitny
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2. Runde:
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24.6.2005 / 21:05 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Mit einem blauen Auge
Ein Doppelpar läutet Zitnys Absturz in Paris ein. Markus Brier
steigert sich mit der 70 deutlich, beide schaffen am letzten
Drücker den Cut.
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| Das
Wichtigste in Kürze |
Sonnig und heiß, etwas Wind, kein Gewitter
Niki Zitny 2. Runde: 77 (+6) / gesamt 2 über Par / 68. Platz
Bis zum Doppelpar in den Top 10 - auf 2 Bahnen dann 6 Schläge verloren
Markus Brier
2. Runde: 70 (-1) / gesamt 2 über Par / 68. Platz
Zwei Birdie-Doppelpacks, Bogey am letzten Par 3 war zuviel
Cut erwartet bei: +2 (Top 70)
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Der Eine spielte zuletzt in Topform, der andere war in der Birdiekrise: dass Niki
Zitny von Platz 6 weg in die zweite Runde starten würde, während Markus Brier
nicht unter den Top 100 zu finden war, hätten wohl wenige erwartet: >> Zitny mit Traumstart in
Paris.
Aufgrund des heftigen Gewitters vom Vortag konnte die zweite Runde erst am
Freitag gegen 10:30 MEZ begonnen werden. Neuerlich ist es heiß in
Paris, Brier und Zitny gingen gegen 11 Uhr auf die Runde.
Zitny konzentriert und selbstbewusst
Den eigenen Namen weit oben am Leaderboard zu finden, hat Niki Zitny
überhaupt nicht erschreckt. Jedenfalls startet er neuerlich sicher
an der 1, macht es diesmal jedoch am ersten Par 5 besser und holt sich am
statistisch leichtesten Loch von Le Golf National sein Pflicht-Birdie ab. Auf
den folgenden, teils äußerst selektiven Bahnen liefert er ein solides Par nach
dem anderen ab, prolongiert seine sensationelle Vorstellung: "ich habe
wieder gut begonnen, aber beim Putten lief wenig zusammen. Gleich auf den ersten
6 Bahnen habe ich zumindest vier gute Chancen vergeben."
Doch langsam macht sich eine gestern erlittene Zerrung im Halsbereich störend
bemerkbar, das irritiert zunehmend bei jedem Schwung.
Nach 23 absolut fehler- und bogeyfreien Golflöchern erwischt es Zitny an der 7,
und das gleich knüppeldick. "Von Mitte Bahn habe ich mit dem Eisen 5 den
Ball in einen Busch verzogen, ich musste den Schlag wiederholen, landete darauf
in Grünnähe in einem Gegenhang, lag erst nach zwei Chips endlich am
Grün." Mit dem Doppelpar, der 8 am Par 4, kassiert er die
Höchststrafe.
Zwar steckt
er den Keulenschlag gut weg, spielt in der Folge sichere Pars, doch der Putter
bleibt wie schon auf der gesamten Runde eiskalt, vergönnt ihm absolut gar
nichts: "Ich blieb dennoch cool in dieser Situation, habe weiterhin gut
gespielt und meine Chancen bis zum Schluss gehabt."
Doppelbogey am letzten Par 5
Im extrem wasserreichen, letzten Drittel heißt es besonders Aufpassen: Doch
ausgerechnet auf einem eher leichten Loch erwischt es Zitny, neuerlich im
kniehohen Rough, er kassiert
am letzten Par 5 noch ein Doppelbogey: "Ich musste im tiefen Rough mit
Strafschlag droppen, habe nur konservativ rausgespielt und dann noch aus fünf
Metern dreimal geputtet". Einen weiteren Schlagverlust hat er
an der 14 zu beklagen. Im schweren Finish wollen Birdis auch nicht mehr
gelingen: "An der 17 habe ich sogar aus einem Divot heraus mir eine
Birdiechance erarbeitet, konnte aus vier Metern wieder nicht verwerten."
Mit der 77er-Runde (+6) fasst Zitny eine hohe Nummer aus und stürzt vom 6.
Platz bis tief ins Mittelfeld ab: "Eigentlich waren es nur drei schlechte
Schläge, die mir die 77 aufgebrummt haben. Aber ich kann mir nichts vorwerfen,
habe gut gespielt und alles gegeben." Mit dem Halbzeitergebnis von 2 über
Par mußte Zitny jedenfalls kräftig zittern. Nur die deutlich schlechteren
Scores am späten Nachmittag spülten ihn gerade noch in den Cut.
Brier benötigt dringend Birdies
"Gegenüber den 10 Löchern am Morgen habe ich zwar deutlich
solider gespielt, bin aber mit den Eisen nicht nah genug an die Fahnen
gekommen," beschreibt Markus Brier sein Hauptproblem. Viele sichere Pars
sind die Folge, doch unser Paradegolfer benötigt nun dringend die ersten Birdies. Das
leichteste Loch, das kürzeste Par 5, schenkt ihm jedoch neuerlich ein, auch
beim zweiten Versuch kassiert er hier ein Bogey: "Von Mitte Bahn habe ich
den Ball links ins tiefe Gemüse verzogen, von dort ging's nur in kleinen
Schritten Richtung Grün."
Den Birdiebann bricht Markus endlich an der 8, einem langen aber sonst machbaren
Par 3. Die Fahne am Par 5 der 9 steht nun deutlich freundlicher, ganz wichtig,
dass Brier die 4 schafft und sich wieder ins Spiel zurückbringt: "Zwei
sehenswerte Birdies, das war meine beste Phase."
Aufholbedarf auf den schweren Back 9
Das heiße Wetter und einige ganz schwere Fahnen treiben die Scores nach oben, Brier
hat sich somit bis an die Cutlinie herangekämpft. Die deutlich
schwierigeren Back 9 eröffnet der Österreicher leider mit einem Bogey an der
kurzen, aber wasserreichen 10: "Da war heute Gegenwind, daher habe ich noch
ein Holz 3 vom Abschlag gebraucht, den Ball damit leider links baden
geschickt." Von da an hält er vorerst sicher das Par, doch
das ist zu wenig, im schwierigen letzten Drittel müssen Birdies her.
Das absolute Muss-Birdie erzwingt Markus tatsächlich am letzten Par 5, arbeitet
sich verbissen an die Cutlinie heran. Zum Glück locht der Wiener gerne seine
Birdies im Doppelpack, auch am Inselgrün der 15 holt er sich ein
Erfolgserlebnis, das ihn zurück in die Preisgeldränge bringt. Die Freude
darüber währt nur kurz, am kürzesten Par 3 - wieder mit einem Grün ganz nah
beim Wasser - kassiert Brier ein spätes Bogey: "Besonders ärgerlich, das
Eisen 7 war zu gut getroffen, der Ball daher etwas zu lang." Die beiden
abschließenden Par 4 zählen zu den längsten und schwersten Bahnen am Platz,
die dem Wiener keine machbaren Birdieputts mehr gönnen.
Mit 70 Schlägen (-1) steigert sich Brier deutlich, bei 2 über Par rettet er
sich überraschend ins Wochenende: "ich hätte nicht gedacht, dass es
reicht", profitierte Markus wie sein Landsmann von den nachlassenden Scores
der Nachmittagsgruppe. Und der Cut ist für die Österreicher mehr als nur
wichtig - beim best dotierten Event am europäischen Festland.
Die Katze lässt das Mausen nicht
Bei seinem Abstecher weg von der Seniors Tour führt Eduardo Romero -
Spitzname "El Gato", die Katze - die jungen Golfathleten so richtig
vor: beim neuen Platzrekord von 62 Schlägen sammelte der 50-jährige
Argentinier die Birdies nach Belieben auf und stürmte bei 10 unter Par vom 38.
Platz bis an die Spitze vor.
Nur bis auf zwei Schläge kamen die Verfolger an Romero heran, Auftaktleader Jean
van de Velde, Jonathan Lomas und Soren Hansen.
Scores nach 2 von 4 Runden (Par 71):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
| 1 |
ROMERO, Eduardo |
ARG |
-10 |
70 |
62 |
| T2 |
HANSEN, Søren |
DEN |
-8 |
65 |
69 |
| T2 |
LOMAS, Jonathan |
ENG |
-8 |
65 |
69 |
| T2 |
VAN DE VELDE, Jean |
FRA |
-8 |
64 |
70 |
| T5 |
DELAMONTAGNE, Francois |
FRA |
-7 |
67 |
68 |
| T5 |
ERLANDSSON, Martin |
SWE |
-7 |
68 |
67 |
| T7 |
FASTH, Niclas |
SWE |
-5 |
69 |
68 |
| T7 |
O'MALLEY, Peter |
AUS |
-5 |
69 |
68 |
| T7 |
REMESY, Jean-Francois |
FRA |
-5 |
68 |
69 |
| T7 |
SIEM, Marcel |
GER |
-5 |
69 |
68 |
|
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Weiters: |
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| T15 |
OLAZÁBAL, José Maria |
ESP |
-3 |
69 |
70 |
| T18 |
DAVIS, Brian |
ENG |
-2 |
71 |
69 |
| T31 |
JIMÉNEZ, Miguel Angel |
ESP |
-1 |
67 |
74 |
| T31 |
McGINLEY, Paul |
IRL |
-1 |
70 |
71 |
| T31 |
MONTGOMERIE, Colin |
SCO |
-1 |
69 |
72 |
| T53 |
ROCCA, Costantino |
ITA |
1 |
72 |
71 |
| T68 |
BRIER, Markus |
AUT |
2 |
74 |
70 |
| T68 |
LEVET, Thomas |
FRA |
2 |
72 |
72 |
| T68 |
STRÜVER, Sven |
GER |
2 |
72 |
72 |
| T68 |
ZITNY, Niki |
AUT |
2 |
67 |
77 |
|
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Cut verpasst (+2): |
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|
| T94 |
HAEGGMAN, Joakim |
SWE |
4 |
71 |
75 |
| T94 |
WOOSNAM, Ian |
WAL |
4 |
71 |
75 |
| T129 |
LAFEBER, Maarten |
NLD |
9 |
73 |
78 |
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