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LINDE GERMAN MASTERS -
Niki Zitny nicht bei der Musik dabei
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2. Runde:
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9.9.2005 / 19:39 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Die Musik spielt wo anders
Wall (62) und Olazabal (65) dominieren am 2. Tag in Köln. Markus
Brier (73) und Niki Zitny (72) können beim Birdiefestival nicht
mehr vorne mitgeigen.
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| Das
Wichtigste in Kürze |
Wetter: bewölkt, 18 - 27 Grad, wenig Wind
Markus Brier 2. Runde: 73 (+1) / 5 unter Par / 28. Platz
3 Bogeys im Finish kosten Anschluss an die Spitze
Niki Zitny 2. Runde: 72 (Par)
/ 5 unter Par / 28. Platz
6 Putts mehr als am Vortag, daher nur die Par-Runde
Cut
erwartet bei: -2 (Top
70 Pros)
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Der historische Österreicher-Tag mit Markus Brier in Führung und Niki
Zitny auf Platz 7 war schön, aber ist Vergangenheit. Was konnten unsere
Tour-Pros nun aus dem glänzenden Start beim German Masters machen? Der Freitag
brachte leider einen herben Rückschlag.
Kann Brier nachsetzen?
Markus Brier hatte die allerletzte Tee-Time um 14:00 Uhr. Aufgrund der guten Scores vom Morgen ist er bis auf Platz 12 zurück
gereicht worden, also heißt es Gas geben: "So gesehen verspürte ich nicht
den Druck des Führenden, weil ich der schon lange nicht mehr war." Markus
kommt von Beginn an nicht richtig vom Tee weg: "Schon an der 2 war ich im
tiefen Rough, musste halb im Bunker stehend das Grün anspielen, das ging sich nicht
mehr aus." Somit verliert er früh einen Schlag.
Also krempelt der Markus kurz die Ärmel auf und holt sich am ersten Par 5 dank
zweier guter langer Schläge das Birdie ab. Zwei Bahnen später macht er wieder
alles richtig: das 5. Grün hatte er am Vortag noch überschlagen, diesmal holt
er hier einen Schlag auf. Als auch noch der Singleputt am 6. Grün fällt, ist
der Österreicher wieder in Schlagdistanz zur Spitze: "An der 6 ist ein
längerer Putt gefallen, die anderen Birdies waren mit den Eisen gut
herausgespielt."
Vorsicht auf den Back 9
Die schwersten Bahnen lauern heute auf den Back 9, das liegt vor allem an
einigen Fahnenpositionen. So etwa an der 10, wo das Ziel rechts im Grün steckt,
hinter einem Bunker: "Wieder hat mich der Drive hineingeritten, keinen
einzigen Up & Down habe ich heute geschafft, weil die Lagen viel zu schlecht
waren im Rough." Markus kassiert an der 10 wie so viele ein Bogey. Den Schlag
macht er am Par 5 der 13 gut, "obwohl ich nach einem verzogenen
Drive wieder nur vorlegen konnte."
Die Attacke am letzten Par 5 geht leider gründlich schief, schuld ist einmal
mehr der Driver: "Aus dem Rough konnte ich nur 50 Meter raushacken, hatte für den dritten Schlag
noch immer ein Eisen 4 in
der Hand" - das er jedoch nicht ganz trifft und sich einen schlechten Winkel für
den Chip lässt. Selbst der Par-Putt ist noch gute 6 Meter lang und verfehlt
knapp das Loch - ein ganz bitteres Bogey auf der zweitleichtesten Bahn.
Brier ist der Rückschlag deutlich ins Gesicht geschrieben: er schafft es auch
nicht die schwere Fahne im 16. Grün richtig anzuspielen, verliert hier noch
einen Schlag: "Mit dem Eisen 5 wollte ich den Ball vom Seitenwind
hineintragen lassen, ist sich um einen Meter nicht ausgegangen, wieder eine
schwere Roughlage." Ausgerechnet auf der schwersten Ecke am Platz streut es den
Österreicher auf: die 18 ist überhaupt das schwerste Loch, auf dem auch Brier
nicht mehr das Par halten kann: "Dreiputt am Schlussloch, das hat zur
heutigen Runde gepasst."
Die späte Birdieserie kostet ihn 20 Ränge und
den Rückfall bis auf den 28. Platz. "Gestern ist alles besonders gut
gelaufen, heute war es das andere Extrem," erklärt sich Brier die 73,
"ich habe aber auch zu viele Drives verschossen." Vom Mittelfeld aus
heißt es nun am Wochenende wieder aufholen: "das Spiel passt, ich traue
mir noch einiges zu."
Zitny kämpft mit den Eisen
Niki Zitny ging voller Selbstvertrauen um 9:30 Uhr vom 1. Abschlag auf
seine zweite Runde, muss jedoch diesmal einen frühen Rückschlag verdauen: das
Par 4 der 2 kostet ihn gleich ein Bogey, wie schon am Vortag: "einen ganz
kurzen Putt verschoben, da war ich noch nicht ganz am Platz." Von einem
neuerlichen Birdiefeuerwerk ist leider nichts zu sehen, Niki hat große Mühe
den ersten Schlaggewinn zu realisieren: "Ich habe zwar auf den ersten 9
alle Fairways getroffen, die Eisen aber nicht nah genug hingeschossen. Am Putten
lag's gar nicht so." Auch am ersten Par 5 will nichts
gelingen.
Am langen, aber sonst nicht allzu schweren Par 4 der 6 passt endlich alles
zusammen, Zitny bringt sich mit dem ersten Birdie wieder ins Geschehen zurück.
Doch das war es schon mit den Highlights auf den Front 9: während die Kollegen
rund um ihn tief schießen, verliert Niki leicht an Boden.
Ein Schritt vor, einer zurück
Am kürzesten Golfloch im Gut Lärchenhof, der 11, holt sich der Wiener wie schon gestern das Birdie ab,
kehrt so in die Top 10 zurück. Die Freude darüber wehrt nur kurz, denn schon
am folgenden, mächtig langen Par 4 geht der Schlag wieder flöten: "Einer
der Schläge, die mich mächtig geärgert haben. Die Fahne steht links hinten im
Grün und das Eisen habe ich links weg gehookt, ohne Chance von dort das Par zu
retten."
Da kommt das kürzeste und auch einfachste Par 5 gerade recht, auch Zitny holt
sich an der 13 das Birdie ab: "Bei Rückenwind brauchte ich nur noch ein
Eisen 7 für den zweiten Schlag." Doch auch diesmal kann er sich nicht in den roten
Zahlen halten. Ausgerechnet am letzten Par 5 bezahlt er die Attacke mit einem
Bogey: "Das hat mich am meisten geärgert: ich wollte wenig riskieren, habe
vorgelegt und mache dann von Mitte Bahn aus 69 Metern einen Pitch und drei Putts
zum Bogey."
Die gute Nachricht: erstmals seit der Open de France Ende Juni, nach 6
Nullnummern in Folge, cuttet Zitny wieder auf der European Tour. Allerdings
fällt er mit der Par-Runde bis auf Platz 28 zurück. 31 Putts
heute, 6 mehr als zum Auftakt, das machte den Unterschied bei seinem Score aus:
"Dennoch eine deutliche Steigerung zu den letzten Wochen. Wenn am
Wochenende noch ein bisserl was geht, kann das ein sehr gutes Ergebnis
werden."
Die Stars setzen sich in Szene
Retief Goosen und Bernhard Langer geben am frühen Freitag
mächtig Gas, vor allem der Hausherr macht im Gut Lächenhof einen sehr
entschlossenen Eindruck. Doch es bleibt dem jungen Marc
Cayeux (Zim) vorbehalten, bei 9 unter Par eine erste Bestmarke zu setzen, die der
Südafrikaner einstellen konnte. Langer folgt aber schon bei 8 unter Par.
Die Runde der Woche drehte am Nachmittag der Engländer Anthony Wall: von
der 10 weg startet er mit 6 Birdies in Folge, ließ danach nur wenig nach und
drehte in Summe eine Wahnsinnsrunde von 62 Schlägen (-10), zwei Schläge über
Bernhard Langers Fabelrekord aus dem Jahre 2001. Bei 11 unter Par setzt sich
Wall klar an die Spitze.
Nur Jose-Maria Olazabal kann mit einer glänzenden 65 den Engländer an
der Spitze einholen, dahinter schiebt sich der wieder erstarkte Paul Casey
auf Platz 3.
Scores nach 2 von 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
| T1 |
OLAZÁBAL, José Maria |
ESP |
-11 |
68 |
65 |
| T1 |
WALL, Anthony |
ENG |
-11 |
71 |
62 |
| 3 |
CASEY, Paul |
ENG |
-10 |
67 |
67 |
| T4 |
CAYEUX, Marc |
ZIM |
-9 |
66 |
69 |
| T4 |
DOUGHERTY, Nick |
ENG |
-9 |
71 |
64 |
| T4 |
GOOSEN, Retief |
RSA |
-9 |
67 |
68 |
| T4 |
LYNN, David |
ENG |
-9 |
68 |
67 |
| T8 |
DRUMMOND, Scott |
SCO |
-8 |
68 |
68 |
| T8 |
LANGER, Bernhard |
GER |
-8 |
67 |
69 |
|
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
|
| T10 |
LEVET, Thomas |
FRA |
-7 |
71 |
66 |
| T17 |
CABRERA, Angel |
ARG |
-6 |
70 |
68 |
| T17 |
HOWELL, David |
ENG |
-6 |
72 |
66 |
| T17 |
STRÜVER, Sven |
GER |
-6 |
70 |
68 |
| T28 |
BRIER, Markus |
AUT |
-5 |
66 |
73 |
| T28 |
ZITNY, Niki |
AUT |
-5 |
67 |
72 |
| T35 |
CAMPBELL, Michael |
NZL |
-4 |
71 |
69 |
| T46 |
BJÖRN, Thomas |
DEN |
-3 |
71 |
70 |
| T46 |
BOSSERT, André |
SUI |
-3 |
72 |
69 |
| T46 |
SIEM, Marcel |
GER |
-3 |
71 |
70 |
| T58 |
WOOSNAM, Ian |
WAL |
-2 |
75 |
67 |
|
|
|
|
|
|
|
Cut verpasst (-2): |
|
|
|
|
| T73 |
JIMÉNEZ, Miguel
Angel |
ESP |
-1 |
71 |
72 |
| T85 |
DIER, Tobias |
GER |
Par |
74 |
70 |
| T85 |
HARRINGTON, Padraig |
IRL |
Par |
75 |
69 |
| T85 |
MONTGOMERIE, Colin |
SCO |
Par |
72 |
72 |
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>> 1. Runde: Brier
führt in Köln
>> Vorschau: Bei den Langers zu Gast
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