 |
NISSAN IRISH OPEN - Niki
Zitny als Cut-Kuenstler
|
2. Runde:
|
20.5.2005 / 20:12 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
>>
HOME |
|

Foto: fore!golf
|
Zitny als Cut-Künstler
Mit einem Birdie am 36. Loch presst sich Niki Zitny ins Wochenende,
zum 4. Mal zeigt er heuer eine tolle Aufholjagd. Stephen Dodd führt
bei 5 unter Par.
|
| |
| Das
Wichtigste in Kürze |
Wetter: bewölkt, 15 Grad, starker Wind
Niki Zitny 2. Runde: 71 (-1) / gesamt +4 / 68. Platz
Toll gescort mit 25 Putts, rettendes Birdie am Schlussloch
Stephen Dodd
(Wal) übernimmt bei -5
die alleinige Führung
Cut endgültig bei: +4 (Top 70)
|
Auch bei der Irish Open mußte Niki Zitny am Freitag zur Aufholjagd
blasen, bereits dreimal in dieser Saison hat er sich mit Brachialgewalt noch ins
Wochenende gespielt - warum nicht auch in Irland?
Diesmal benötigt der Wiener zumindest die 71 - klingt nicht nach viel, ist es
aber! Denn auch am Freitag bläst der Wind in Dublin mit Böen über 30 km/h,
macht die dicken Roughs und tiefen Bunker noch gefährlicher. Das beste
Tagesscore sollte eine 68 bleiben.
Defensiver Beginn die richtige Strategie
Niki Zitny startete erst ganz spät an der 10 - an der schwersten
Ecke des Platzes. Vorerst heißt es also sichere Pars spielen und auf die
Chancen warten, dem Wiener gelingt das mit einem Par an der 10 schon einmal sehr
gut. Das mit 436 Metern längste Par 4 am Platz, die 11, entschärft zwar der
Rückenwind ein wenig, Niki verfehlt dennoch mit dem Eisen 9 das Grün:
"Der Ball ist gerade noch runtergerollt und der Chip zurück blieb zu früh
liegen", gerät er mit einem
Bogey zusätzlich unter Druck.
Das vom Abschlag erreichbare Par 4 der 13 ist die erste dicke Birdiechance, doch
leider kann der Österreicher diese nicht ergreifen, spielt nur das
enttäuschende Par. Die erste der Gegenwind-Bahnen, das Par 4 der 14, knöpft
ihm dann den nächsten Schlag ab: "Da war der Abschlag so tief in der
Wolle, das mehr als vorhacken nicht drinnen war."
Zum Glück steht nun ein Par 5 an, wenn auch das Schwerste. Zitny
hat keine Probleme die 500 Meter zum Grün zu überbrücken, bringt sich mit dem
ersten Birdie ins Spiel zurück. Gegenüber dem Vortag zeigt er sich stark
verbessert im Spiel rund um die Grüns, rettet somit wichtige Pars auf den
kniffligen Gegenwindbahnen: "Heute habe ich die wichtigen Up & Downs
zum Par geschafft, dafür mehr Birdiechancen ausgelassen." Am zweiten Par 5 der 18
klappt es mit dem Schlaggewinn, der sein Score zur Halbzeit wieder ausgleicht.
Der Cut voll in Reichweite
Die etwas einfacheren Front 9 kann der Wiener durchaus optimistisch angehen, vom
Cut ist er nur ein Birdie entfernt. Gleich an der 1 und 2 vergibt er nur knapp
das Birdie, kratzt dafür an der 3 noch ein tolles Par.
Das mit 553 Meter längste Par 5 ist dank Rückenwind auch heute eine gute
Birdiebahn, nicht jedoch für den Österreicher, der erstmals auf einem Par 5
nur das Par spielt. Dafür turnt er sich über die schwerste Bahn am Platz, das
überlange Par 4 der 5, mit einem Par hinweg. Doch nun gehen Zitny langsam die
Bahnen aus. Das letzte Par 5 spielt sich voll in den Wind, wieder reicht es nur
für ein Par: "Vor dem Schlussloch habe ich einen Marshall befragt, wo der
Cut liegen würde und wusste daher, dass ich noch ein Birdie bräuchte".
Am abschließenden Par 4 bleibt nur noch ein Wedge für den Schlag ins Grün,
hier bekommt man noch einmal das Birdie am Silbertablett präsentiert: "Ein
Wedge gut, aber nicht tot an die Fahne gelegt, aus 4 Metern habe ich dem Kramski
befohlen einzulochen". Und der Putter hört auf seinen Meister, nervenstark
nützt der Wiener die allerletzte Chance, locht den alles entscheidenden
Birdieputt zur 71. Bei 4 über Par ist er am Wochenende mit dabei: "Es gibt
nichts Schöneres, als unter Druck sein bestes Golf zu spielen," hat er
somit allen Grund zum Jubeln.
Beim 10. Tourstart schafft Zitny zum 5. Mal einen Cut, seinen ersten auf der
britischen Insel. Das 2 Millionen Euro-Turnier ist zugleich das Teuerste, bei
dem er jemals einen Preisgeldscheck kassieren wird: "Ich gehe zu wenig
locker in die Turniere, daher musste ich schon so oft am Freitag aufholen.
Dafür bin ich nur 4 Schläge weg von einer Topplatzierung, in Irland ist noch
alles drinnen."
Niemand zieht davon
An der Spitze kann sich weiterhin niemand absetzen. Nick Dougherty
stagnierte mit einer Par-Runde bei 4 unter Par, sein
englischer Landsmann David Howell konnte mit einer 70 zu ihm
aufschließen. Dem Waliser Stephen Dodd, Austrian Open Sieger des Jahres
1992, genügte am Nachmittag eine 70, um bei 5 unter Par zur Halbzeit in
Führung zu gehen. Auch die beste Freitagsrunde wurde von einem Waliser erzielt:
Bradley Dredge spielte sich mit der 68 bis auf den 2. Platz vor.
Für die Deutschen setzte es die zweite Nullnummer in Folge, neuerlich schieden Marcel
Siem (+5) und Sven Strüver (+17) bereits zur Halbzeit aus. Siem
hoffte vdabei ergeblich, dass der Cut noch auf 5 über Par klettern würde.
Scores nach 2 von 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
| 1 |
DODD, Stephen |
WAL |
-5 |
69 |
70 |
| T2 |
DOUGHERTY, Nick |
ENG |
-4 |
68 |
72 |
| T2 |
DREDGE, Bradley |
WAL |
-4 |
72 |
68 |
| T2 |
EDBERG, Pelle |
SWE |
-4 |
72 |
68 |
| T2 |
HOWELL, David |
ENG |
-4 |
70 |
70 |
| T6 |
GOLDING, Philip |
ENG |
-3 |
72 |
69 |
| T6 |
McGINLEY, Paul |
IRL |
-3 |
72 |
69 |
| 8 |
LIMA, Jose-Filipe |
POR |
-2 |
71 |
71 |
| T9 |
DYSON, Simon |
ENG |
-1 |
71 |
72 |
| T9 |
HAEGGMAN, Joakim |
SWE |
-1 |
73 |
70 |
| T9 |
JIMÉNEZ, Miguel Angel |
ESP |
-1 |
71 |
72 |
|
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
|
| T18 |
MONTGOMERIE, Colin |
SCO |
Par |
71 |
73 |
| T18 |
WESTWOOD, Lee |
ENG |
Par |
70 |
74 |
| T26 |
HARRINGTON, Padraig |
IRL |
1 |
73 |
72 |
| T26 |
OLAZÁBAL, José
Maria |
ESP |
1 |
74 |
71 |
| T66 |
IMMELMAN, Trevor |
RSA |
4 |
74 |
74 |
| T66 |
ZITNY, Niki |
AUT |
4 |
77 |
71 |
|
|
|
|
|
|
|
Cut verpasst (+4): |
|
|
|
|
| T75 |
CAMPBELL, Michael |
NZL |
5 |
74 |
75 |
| T75 |
SIEM, Marcel |
GER |
5 |
72 |
77 |
| 153 |
STRÜVER, Sven |
GER |
17 |
79 |
82 |
Alle Spielberichte von der Irish Open:
>> Vorschau: Jeder Schlag ein Hammer
>> 1. Runde: Jede 2. Bahn ein
Bogey
>> ZURÜCK ZUR
ÜBERSICHT
>> STARTSEITE GOLF-LIVE.AT
|