Nissan Irish Open
Carton House GC 
Kildare, Irland
19. - 22. Mai 2005
Preisgeld: € 2,000.000

European Tour

NISSAN IRISH OPEN - Niki Zitny mit verflixtem Samstag.

3. Runde:

21.5.2005 / 19:04 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Der verflixte Samstag

Auch beim 5. Finale auf der European Tour verspielt Niki Zitny (75) bereits am Moving Day alle Chancen auf ein Topergebnis - ein spätes Doppelbogey kommt ihm teuer.

 
Das Wichtigste in Kürze

Wetter: teils heftige Schauer , 12 Grad, windig

Niki Zitny 3. Runde: 75 (+3) / gesamt +7 / 74. Platz

Nick Dougherty
(Eng) geht nach der 67 als Leader ins Finale (-9)

Den dritten Tag in Folge spielte Niki Zitny mit dem Waliser Garry Houston. Am Donnerstag hatten sich beide mit einer 77 fast schon aus der Irish Open geschossen, am Freitag jeweils mit einer 71 am letzten Drücker den Cut geschafft. Am Moving Day waren sie wieder gemeinsam unterwegs, wollten im allerersten Flight weiter auf der Überholspur unterwegs sein.

Bessere Bedingungen für Niki?

Zwar ist es weiterhin windig in Dublin, allerdings nicht so stark wie an den Vortagen, die Scores waren daher generell etwas besser. Niki Zitny profitierte von den freundlicheren Bedingungen vor allem im langen Spiel, brachte den Ball gut ins Spiel, hatte somit keine Probleme gleich 13 Grüns zu treffen - doch Birdies sollten leider Mangelware bleiben: "Schade, weil ich habe besser gespielt als an den Vortagen, vor allem auf den Front 9, aber ganz schwach gescort."

Das erste Par 3, das sich 200 Meter lang und voll in den Wind spielt, wirft Niki erstmals in dieser Woche ab: "Dabei habe ich das Grün nur knapp verfehlt, die Lage für den Chip war aber nicht besonders." Den verlorenen Schlag holt er sich jedoch gleich wieder am folgenden Par 5 zurück, diesmal pitcht er gut zur Fahne und verwertet den Putt. Das längste Par 4 am Platz bereitet ihm neuerlich Probleme, an der 5 kassiert er wieder ein Bogey: "Nur knapp am Grün vorbei, diesmal sogar ein leichter Chip, aber wieder nicht den Up & Down gemacht." Diesmal dauert es zwei Bahnen, bis der Wiener kontern kann, und das am kniffligen Par 3 der 7, wo bei kräftigem Seitenwind das schmale Grün nur schwer zu treffen ist. Dennoch kann er hier sein Score mit einem Birdie wieder ausbügeln: "Ein starkes Eisen 6 auf zwei Meter zur Fahne, der Putt war nur Formsache."

Solides Spiel, aber zu wenige Birdies

Die hantigen Back 9 eröffnet Zitny leider gleich mit einem Bogey, selbst bei Rückenwind ist ihm die 10 heute zu schwer: "Das Fairway habe ich nur ganz knapp verfehlt, aus dem dicken Rough keine Chance mehr gehabt."
Bei nur 5 verfehlten Grüns kann er nur einmal das Par kratzen: "Aus vier schlechten Schlägen habe ich 5 Schlagverluste gemacht, das war der Jammer." Außerdem kann er aus seinen Chancen auf den Back 9 kein Kapital mehr schlagen.

Denn statt eines kräftigen Endspurts geht ihm eher die Puste aus: an der 16 lauern besonders gefährliche Fairwaybunker: "Genau so einen habe ich getroffen, konnte erst mit dem dritten Schlag das Grün attackieren und habe vom Vorgrün noch dreimal geputtet", kassiert er noch spät ein Doppelbogey.  Von diesem Schock erholt er sich bis zum 18. Grün nicht mehr, kann nach einem Drive ins tiefe Rough selbst auf diesem kurzen Par 5 kein Birdie mehr spielen.

Zitny ortet noch einige Defizite

Mit der 75er-Runde kann sich der Österreicher nicht vom Ende des Klassements lösen - auch bei seinem 5. Wochenendeinsatz auf der European Tour kann er somit am Moving Day keinen Boden gutmachen. Damit verspielt er neuerlich bereits am Samstag alle Chancen auf ein Topergebnis, das zum Erhalt seiner Tourkarte so wichtig wäre. 

"Natürlich habe ich noch einige Defizite, vor allem im kurzen Spiel. Bei jedem Turnier sind so viele neue Eindrücke, aus denen ich erst meine Lehren ziehen muss," sieht Zitny seine erste Toursaison vor allem als Lehrjahr. Als Beispiel zieht er Flightpartner Garry Houston heran: "Der hat sicherlich heute schlechter gespielt als ich, aber sich mit einer 70 weit vorgekämpft."

Dougherty führt englisches Spitzentrio an

Trotz eines Grüntreffers weniger als Zitny benötigte Nick Dougherty um 8 Schläge weniger, übernahm mit 67 Schlägen die Führung bei 9 unter Par. "Little Nick" profitierte dabei von schwachen Putts bei Halbzeitleader Stephen Dodd, der mit einer Par-Runde auf Platz 4 zurückfiel. Neuen Platzrekord stellten der Engländer Oliver Wilson und Titch Moore mit der 66 auf, Wilson schoss sich damit auf den 2. Platz gemeinsam mit David Howell vor. Padraig Harrington liegt 6 Schläge hinter der Spitze auf Platz 7 und wird es schwer haben, für den ersten Heimsieg seit langem zu sorgen.

Scores nach 3 von 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler Land Par R1 R2 R3
1 DOUGHERTY, Nick ENG -9 68 72 67
T2 HOWELL, David ENG -7 70 70 69
T2 WILSON, Oliver ENG -7 72 71 66
T4 DODD, Stephen WAL -5 69 70 72
T4 LIMA, Jose-Filipe POR -5 71 71 69
T4 McLARDY, Andrew RSA -5 72 71 68
T7 CABRERA, Angel ARG -3 71 73 69
T7 EDBERG, Pelle SWE -3 72 68 73
T7 GOLDING, Philip ENG -3 72 69 72
T7 HARRINGTON, Padraig IRL -3 73 72 68
T7 MOORE, Titch RSA -3 73 74 66
T7 OLAZÁBAL, José Maria ESP -3 74 71 68
           
Weiters:          
T13 CLARKE, Darren NIR -2 70 75 69
T13 WESTWOOD, Lee ENG -2 70 74 70
T20 McGINLEY, Paul IRL -1 72 69 74
T27 HAEGGMAN, Joakim SWE Par 73 70 73
T38 HOUSTON, Garry WAL 2 77 71 70
T49 MONTGOMERIE, Colin SCO 3 71 73 75
T61 JIMÉNEZ, Miguel Angel ESP 4 71 72 77
T61 WOOSNAM, Ian WAL 4 73 72 75
74 ZITNY, Niki AUT 7 77 71 75



Alle Spielberichte von der Irish Open:

>> Vorschau: Jeder Schlag ein Hammer

>> 1. Runde: Jede 2. Bahn ein Bogey

>> 2. Runde: Zitny als Cut-Künstler

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