Nissan Irish Open
Carton House GC 
Kildare, Irland
19. - 22. Mai 2005
Preisgeld: € 2,000.000

European Tour

NISSAN IRISH OPEN - Niki Zitny killt sein Score am Grün

Final:

22.5.2005 / 21:05 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Score am Grün gekillt

Mit der ersten Startzeit wollte Niki Zitny Plätze gut machen. Doch am Grün vergibt er alle Chancen, bleibt mit der 75 im Keller des Klassements.

 
Das Wichtigste in Kürze

Wetter: starke Regen- und Hagelschauer, 12 Grad, windig

Niki Zitny 4. Runde: 75 (+3) / gesamt +10 / 74. Platz

Stephen Dodd (Wal)
sticht im Playoff David Howell (Eng) aus.

Abschlag in die Finalrunde vom letzten Platz aus: Niki Zitny hatte auch schon Golfrunden mit besseren Aussichten gespielt, doch selbst das Leben eines European Tour-Spielers ist manchmal hart: "dafür hatten wir Glück mit dem Wetter, erst nach uns kam der Regen."

Mit dem baumlangen Schweden Robert Karlsson hatte er zudem einen angenehmen, ebenfalls schnell spielenden Flightpartner, als erster Flight hatten sie in 3 Stunden 20 Minuten ihr Sonntagspensum erledigt: "Wir beide haben gut gespielt, aber unser Score einträchtig am Grün gekillt", wollte an einem Sonntag in Irland einfach nichts für sie laufen.

Beginn mit Bogeys statt Birdies

Nur noch viele Birdies hätten Niki Zitny am Sonntag weiter geholfen. Der Österreicher lässt aber gleich am nicht allzu schweren 2. Loch einen Schlag liegen: "Dabei ist der Ball mit der letzten Umdrehung vom Grün runtergerollt. Der Chip zum Birdie lippt aus, dann gleich nochmals der Par-Putt", bekam er früh einen Vorgeschmack auf das Folgende.

Am längsten Par 4 der 5 trifft er zwar diesmal das Grün, kassiert hier dennoch sein obligates Bogey, zur Abwechslung mal mit einem Dreiputt. Die kurze 6. Bahn wäre eine gute Chance auf das erste Erfolgserlebnis, doch statt dessen kann Niki auf diesem Par 4 wieder nur die 5 auf die Scorekarte schreiben: "E ein geiles Eisen ins Grün geschlagen, aber wieder ist der Ball runtergerollt". Das zweite Par 5 spielt sich in den Wind, will daher dem Österreicher ebenfalls kein leichtes Birdie herausrücken.

Birdie-Hattrick als es schon zu spät ist

Seine letzten 9 Löcher bei der Irish Open 2005 beginnt Niki Zitny mit einem Doppelbogey. Das Par 4 der 10 hat einige tückische Bunker aufzuweisen, ein ganz tiefer rund ums Grün wir dem Österreicher kapital zum Verhängnis: "Der Schlag aus dem Sand war um eine Winzigkeit zu lang, vom Vorgrün habe ich mir noch drei Putts genehmigt." Auch die enge und ebenfalls lange 11 ist dem Wiener zu schmal, wieder verfehlt er das Grün und kann sich nicht mehr mit Chip & Putt retten.

Erst im Finish wendet sich das Blatt, die vom Abschlag erreichbare 13. Bahn attackiert Niki erfolgreich, holt sich auf diesem Par 4 endlich das erste Birdie ab. Nun sieht er die Chance, wenigstens die rote Laterne abzugeben, schlägt ein gutes Eisen ins 14. Grün, macht einen weiteren Schlag gut: "Das Eisen 8 hätte ich fast im Flug zum Eagle versenkt". Am folgenden Par 5 gelingt ihm sogar der Birdie-Hattrick: "So etwas ist zwar immer nett, nur war war es leider schon egal."

Defizite im Kurzspiel

Somit schafft er nur die 75er-Runde, wie schon am Samstag. Sein Endergebnis von 10 über Par reicht nur für den 74. und letzten Platz. Selbst bei der fürstlich dotierten Irish Open bringt das nur knapp 3.000 Euro Preisgeld, zu wenig um sich in der Order of Merit zu verbessern: "Irland war sehr aufschlussreich, weil es meine Defizite schonungslos aufgezeigt hat. Rund ums Grün muss ich mein Spiel noch um einiges verbessern," gab es für ihn mehr Lehrgeld als Preisgeld zu verdienen. So sieht es auch die Statistik: nur etwa jedes dritte Mal schaffte er in Irland den Up & Down zum Par, aus dem Bunker rettete er sich gar nur einmal bei 10 Ausflügen in den Sand.

Gleich im Anschluss an seine Runde flog Niki Zitny zurück nach Wien, um rechtzeitig zum Mixed Monday, dem Show-Bewerb im Vorfeld der Siemens Ladies Austrian Open in Föhrenwald sein.

Hagelgewitter sorgt für Verspätung

Aufgrund einer durchziehende Gewitterfront, die sogar dicke Hagelkörner brachte, musste der Finaltag über eine Stunde lang unterbrochen werden, die Spitzenreiter konnten erst gegen 17:30 MEZ starten. Kein Wunder, dass sich dann die Routiniertesten in der Spitze durchsetzten, während "Little Nick" Dougherty im dicken Rough seine Siegeschancen begrub und mit der 74 auf den 3. Platz zurückfiel.

Stephen Dodd (68) und David Howell (70) kamen mit dem besten Gesamtergebnis von 9 unter Par ins Ziel. Im Stechen setzte sich China Open-Sieger Stephen Dodd durch, Howell muss sich auch in seinem zweiten Playoff nach dem British Masters vor einer Woche geschlagen geben.


Final Scores nach 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler Land Par R1 R2 R3 R4
1* DODD, Stephen WAL -9 69 70 72 68
2 HOWELL, David ENG -9 70 70 69 70
T3 CABRERA, Angel ARG -7 71 73 69 68
T3 DOUGHERTY, Nick ENG -7 68 72 67 74
T5 HARRINGTON, Padraig IRL -6 73 72 68 69
T5 O'HERN, Nick AUS -6 73 73 70 66
T5 WESTWOOD, Lee ENG -6 70 74 70 68
8 DELAMONTAGNE, Francois FRA -5 72 74 68 69
T9 GOLDING, Philip ENG -4 72 69 72 71
T9 O'HARA, Steven SCO -4 74 73 70 67
T9 STERNE, Richard RSA -4 72 73 69 70
T9 WILSON, Oliver ENG -4 72 71 66 75
             
Weiters:            
17 CLARKE, Darren NIR -2 70 75 69 72
T18 OLAZÁBAL, José Maria ESP -1 74 71 68 74
T22 HAEGGMAN, Joakim SWE Par 73 70 73 72
T28 McGINLEY, Paul IRL 1 72 69 74 74
T28 MONTGOMERIE, Colin SCO 1 71 73 75 70
T49 JIMÉNEZ, Miguel Angel ESP 4 71 72 77 72
T49 WOOSNAM, Ian WAL 4 73 72 75 72
T57 IMMELMAN, Trevor RSA 5 74 74 74 71
71 KARLSSON, Robert SWE 8 72 75 75 74
74 ZITNY, Niki AUT 10 77 71 75 75

* Sieg im Stechen


Alle Spielberichte von der Irish Open:

>> Vorschau: Jeder Schlag ein Hammer

>> 1. Runde: Jede 2. Bahn ein Bogey

>> 2. Runde: Zitny als Cut-Künstler

>> 3. Runde: Der verflixte Samstag

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