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TELECOM ITALIA GOLF OPEN -
Niki Zitny doppelt cuttet besser
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2. Runde:
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6.5.2005 / 20:22 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Foto: fore!golf
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Doppelt cuttet besser
Markus Brier macht mit der 69 mächtig an Boden gut, auch Zitny ist
trotz der 74 im Finale. Richard Finch (63) führt bei -12.
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| Das
Wichtigste in Kürze |
bewölkt, 20 Grad, Wind frischt erst am Nachmittag auf
Niki Zitny 2. Runde: 74 (+2) / gesamt -1 / 60. Platz
zu wenige Fairways (5) und Grüns (10) getroffen
Markus Brier 2. Runde: 69 (-3) / gesamt -3 / 32. Platz
bärenstark im langen Spiel mit 16 Grüntreffern!
Richard Finch (Eng) zieht mit 63 Schlägen auf 12 unter Par davon
Cut erwartet bei: -1 (Die besten 70 plus
Schlaggleiche)
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Kann Niki Zitny seine Bombenform vom morgendlichen Nachspiel
(5
Birdies auf 10 Bahnen) auch in seine zweite Runde mitnehmen? Bei perfekten
Spielbedingungen ging der Wiener bei der Telecom Italia Open vom hervorragenden 15.
Platz in einen Freitag, erstmals nicht
mit großem Rückstand. Am Freitag werden klar bessere Scores gespielt, daher
klettert auch der Cut auf 1 unter Par: "Leider habe ich die 2. Runde nicht
mehr so gut gespielt, bin einfach nicht vom Tee weggekommen" - mit nur 5
getroffenen Fairways sollte er sich einigen Ärger einbrocken.
Angriffslustig vom ersten Abschlag weg
Deja vu für Niki Zitny: zum bereits zweiten Mal innerhalb von 3 Stunden
steht er am 10. Abschlag, mit einem Birdie macht er es beim zweiten Versuch sogar besser
als beim Nachspiel zur ersten
Runde: "Nach einem der wenigen Fairwaytreffer habe ich bis auf einen
Meter an die Fahne geschossen." Dafür verschätzt er sich am folgenden Par
4 bei der Attacke, gibt den gewonnenen Schlag leider sofort wieder ab. Am
folgenden Par 5 lässt Nik mit dem Par eine gute Gelegenheit aus, weiter Boden
gut zu machen.
Die bittere 6 an der 15 ist ihm noch frisch in Erinnerung, als er neuerlich
dieses eng geschnittene Par 5 mit dem Wasser rechts der Drivezone in Angriff
nimmt. Statt sich mit einem Birdie schadlos zu halten, benötigt Zitny neuerlich
6 Schläge, bis er den Ball im Loch versenken kann: "Beide Male habe ich
völlig unnötig ins Wasser gedrived, obwohl auf der linken Seite halb Italien
Platz hätte," übt er sich in grimmigem Humor. Neuerlich zielt er dafür
aus 188 Metern am Par 3 der 16 genau, bügelt das Malheur sofort mit einem
Birdie wieder aus : "Da hat der Putter kräftig mitgeholfen, aus 10 Metern
eingelocht."
Von den Par 5 eingebremst
Der in den letzten Wochen auf den Par 5 so stark aufspielende Wiener lässt sich
auch die Chance an der mit zwei Schlägen leicht erreichbaren 1 entgehen. Das
rächt sich am folgenden langen Par 4, wo man für den zweiten Schlag ein
mittleres Eisen übers Wasser zirkeln muss - Niki schlägt diesmal vom Tee in
den Fairwaybunker, kann nur vorlegen und bezahlt mit einem weiteren Bogey. Auch
die 3 ist ein äußerst giftiges Par 4, wo man das Rough unbedingt vermeiden
sollte, doch genau das misslingt: "aus dem dicken Kraut ist es unmöglich
den Ball zu kontrollieren," das bekommt er mit einem weiteren Schlagverlust
zu spüren.
Damit ist vorerst Schluss mit lustig, Zitny taucht wieder in die Regionen rund
um den Cut ab. Auf den weiteren, äußerst hantigen Par 4 der vorderen 9 darf
sich Niki nun keine weiteren Ausrutscher leisten, will er ins Wochenende
einziehen. In dieser kritischen Phase reiht er jedoch ein Par nach dem anderen
auf die Scorekarte: "Das war Kampf pur, auch an der 4 war ich im Rough und
konnte nur vorlegen. Der Putter hat mich am Schluß gerettet."
Das abschließende Par 5 ist mit Driver und einem längeren Eisen erreichbar,
hier werden daher auch mehr Birdies als Pars gespielt - Zitny schafft leider aus
dem Rough nur die 5 zur 74er-Runde. Wie schon in der Vorwoche schafft er damit am
letzten Drücker den Cut (Platz 60), seinen bereits vierten beim achten Einsatz.
Markus Brier musste angreifen
Um 13:50 Uhr startete Markus Brier vom 10. Abschlag, wollte vor
allem besser scoren um sich vom 58. Platz nach vor zu spielen. Die guten Scores
am Morgen setzen Österreichs Nummer 1 zusätzlich unter Druck - dieser
antwortet darauf mit einem frühen Birdie am gefährlichen Par 4
der 11: "Auch wenn ich nicht mehr ganz so gut gedrived habe, war ich dank
starker Eisen nur zweimal in Problemen", erwischte er einen hervorragenden
Tag im langen Spiel, an dem er gleich 16 Grüns treffen sollte.
Auch das folgende Par 5 schnupft er mit dem nächsten Birdie auf, hat die guten
Birdielöcher zu Beginn damit optimal ausgenutzt. Am nicht ungefährlichen Par 5
der 15 überschlägt Markus zwar mit dem Holz 3 leicht das Grün, holt sich aber
mit Pitch und Putt sein Wunsch-Birdie ab, entfernt sich damit endgültig
scoretechnisch von der Cut-Rechnerei. Die hantigen Bahnen 16 bis 18 absolviert
er verlustfrei: "Etwa zu dieser Zeit hat der Wind komplett gedreht und ist
auch immer stärker geworden," ist es nicht mehr so leicht, nah an die
Fahnen zu schießen.
Nur ein Ausrutscher auf der Scorekarte
Das Par 5 der 1 spielt sich wie ein längeres Par 4, Brier geht erstmals auf
einem aufgelegten Birdieloch leer aus: "Wieder ein Drive ins tiefe Rough,
da konnte ich nur raushacken". Die fallweisen Zores bei den Abschlägen
rächen sich am nächsten, giftigen Par 4 mit Wasser vor dem Grün: "Ein
Steckschuss in den Fairwaybunker unterhalb der Kante, da habe ich nicht einmal
nachdenken müssen, ob ich das Grün attackiere." Somit ist selbst der
dritte Schlag noch ein längerer und beschert den einzigen Schlagverlust.
Doch jetzt kommen erst die schwersten Par 4, wo es vor allem auf gerade Drives
ankommt, Brier kommt über die 3,4, 6 und 7 dank seines grundsoliden Spiels mit
sicheren Pars hinweg: "Da war ich nur mehr irgendwo auf den Grüns, aber
wenigstens ohne Probleme". Auch das 205 Meter übers Wasser führende Par 3
der 8 kann ihm kein Bein stellen, nachdem er ein volles Holz 5 kerzengerade und
sicher aufs Grün bringt. Dafür profitiert Markus noch am abschließenden,
leichtesten Loch des Platzes, holt sich heute zum dritten Mal auf einem Par 5
sein Birdie ab: "Aus dem Rough habe ich mit dem Holz 5 das Grün nicht mehr
ganz erreicht, zum Glück ist aus drei Metern noch der Birdieputt
gefallen."
Dank einer fast perfekten Vorstellung im langen Spiel kann Markus Brier mit der
69 mächtig aufholen, geht bei 3 unter Par als 32. und durchaus noch in Griffweite zu den
Top 10 ins Wochenende. Zum zweiten Mal nach Portugal cutten übrigens beide
Österreicher im Feld: "Ausgangsposition und Form sind ok, da ein 50. Platz
hier nichts bringt, kann die Devise nur Vollgas heißen."
Finch in "Fontana-Form"
Richard Finch, vor zwei Jahren Auftaktleader nach
einer heißen 64 bei der BA-CA Golf Open, beweist auch in Mailand sein
Talent für ganz tiefe Runden: mit Platzrekord von 63 Schlägen erreicht
der Engländer ein Halbzeitergebnis von 12 unter Par.
Der Waliser Bradley Dredge arbeitet sich am Nachmittag dank der
65 bis auf einen Shot an Finch heran. |

Richard Finch
|
Scores nach 2 von 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
| 1 |
FINCH, Richard |
ENG |
-12 |
69 |
63 |
| 2 |
DREDGE, Bradley |
WAL |
-11 |
67 |
66 |
| T3 |
BROADHURST, Paul |
ENG |
-9 |
70 |
65 |
| T3 |
HAVRET, Gregory |
FRA |
-9 |
70 |
65 |
| T5 |
CANONICA, Emanuele |
ITA |
-8 |
68 |
68 |
| T5 |
KHAN, Simon |
ENG |
-8 |
67 |
69 |
| T5 |
LITTLE, Stuart |
ENG |
-8 |
72 |
64 |
| T5 |
SIEM, Marcel |
GER |
-8 |
68 |
68 |
| T5 |
WEBSTER, Steve |
ENG |
-8 |
68 |
68 |
| 10 |
GROOM, Adam |
AUS |
-7 |
69 |
68 |
|
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
|
| T13 |
FERNANDEZ-CASTANO, G. |
ESP |
-5 |
66 |
73 |
| T21 |
STRÜVER, Sven |
GER |
-4 |
73 |
67 |
| T21 |
WOOSNAM, Ian |
WAL |
-4 |
73 |
67 |
| T32 |
BRIER, Markus |
AUT |
-3 |
72 |
69 |
| T32 |
HAEGGMAN, Joakim |
SWE |
-3 |
73 |
68 |
| T48 |
CABRERA, Angel |
ARG |
-2 |
72 |
70 |
| T60 |
ZITNY, Niki |
AUT |
-1 |
69 |
74 |
|
|
|
|
|
|
|
Cut verpasst (-1): |
|
|
|
|
| T72 |
KARLSSON, Robert |
SWE |
Par |
69 |
75 |
| T86 |
BOSSERT, André |
SUI |
1 |
74 |
71 |
| T114 |
CALCAVECCHIA, Mark |
USA |
4 |
78 |
70 |
| T134 |
FASTH, Niclas |
SWE |
6 |
78 |
72 |
| T149 |
DIER, Tobias |
GER |
10 |
77 |
77 |
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