Madeira Island Open
Santo da Serra GC 
Madeira
7. - 10. April 2005
Preisgeld: € 600.000

European Tour

MADEIRA OPEN - Niki Zitny chancenlos beim Nachspiel.

2. Runde:

9.4.2005 / 12:22 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Nachspiel im Starkwind

Chancenlos in der Windlotterie kämpften Markus Brier (76) und Niki Zitny (82) am Samstag mit stumpfen Waffen, nur Brier ist im Finale mit dabei.

 
Das Wichtigste in Kürze

Freitag & Samstag: starker Wind, kühl

Markus Brier
2. Runde: 76 (+4), gesamt 2 unter Par - 42. Platz

Niki Zitny 2. Runde: 82 (+10), gesamt 12 über Par - 149. Platz

Cut erwartet bei: Par

Fortsetzung der 2. Runde seit 09:00 MEZ

Hereinbrechender Nebel beendete Freitag vorzeitig die 2. Runde in Madeira, Markus Brier musste am Samstag 5 Löcher, Niki Zitny gar 9 nachspielen. Und in der Windlotterie haben beide eine Niete gezogen: während die frühen Starter bei guten Bedingungen Freitag fertig spielen konnten, pfeift für die Österreicher eine Nordwestwind mit 50 km/h über den exponiert gelegenen Platz von Santo da Serra.

Brier nur zu Beginn mit guten Chancen

Rückblick auf den Freitag Nachmittag: Als Markus endlich an der 1 startet, ist die Spitze vier Schläge entfernt. Nun heißt es sich vorerst auf den Wind einzustellen, die ersten Bahnen sind eher scorefreundlich: "Gleich zu Beginn habe ich gut an die Fahnen geschossen, an der 1 aus drei Metern noch verputtet, am nächsten Loch aus zwei Metern zum Glück verwertet". 

Sein gestriges Hole In One-Loch, die 4, spielt Markus heute ganz bescheiden in Par, kommt über das schwierigste Loch von Madeira, die 5, auch noch verlustfrei hinweg. Die 6. Bahn entwickelt sich zum Problemfall, auch beim zweiten Versuch muss der Wiener hier einen Schlag abgeben: "Nach dem Drive lag ich so halb hinter einem Baum, bin von dort aus noch gut aufs Vorgrün gekommen, aber musste noch dreimal den Putter bemühen".

Seine zweite Hälfte startet Brier mit einem Bogey, die mittellange 10. Bahn zählt jedoch heute zu den Schwersten: "Bei Rückenwind über den Sperrbunker auf die kurze Fahne, auch ich habe mein Sandwedge in den Bunker gesetzt". Macht aber nichts, den Schlag holt er sich gleich wieder am locker mit zwei Schlägen erreichbaren, folgenden Par 5 wieder zurück. Die Runde bleibt aber für den Wiener ein einziger Kampf, auf der kurzen 14. Bahn, wo mit einem Eisen abgeschlagen wird nur ein Wedge ins Grün bleibt, kassiert er noch ein Bogey: "Nach dem Wedge an der 10 passierte mir hier der zweite schlechte Schlag. Ein dünnes Eisen 9, fast schon getoppt, über das Grün hinaus."

Damit war auch schon Schluss, denn der dichte Nebel beendete vorzeitig den Spieltag: "es war auch schon richtig kalt und unfreundlich. Daher habe ich mir nicht genug Chancen erarbeitet und morgen noch ein hantiges Finish vor mir". 

Samstag eiskalt verblasen

Samstag: Brier startet am langen Par 3 der 15, wo ihm der Starkwind direkt ins Gesicht bläst, ein Eisen 3 oder 4 für den Schlag ins Grün verlangt. Der Österreicher verfehlt das Grün und kassiert ein Bogey. Auch das lange Par 5 der 16 spielt sich bergauf in den Wind, der Kaltstart setzt sich mit dem nächsten Schlagverlust fort. Nach einem Par am letzten, kurzen Par 3, muss Brier noch einmal am Schlussloch ein Bogey einstecken - das dritte auf den vier Nachspielbahnen.

Somit beutelt es den Wiener mit der 76 in der Windlotterie ganz ordentlich, zwar stürzt er vom 5. auf den 42. Platz ab, ist aber zumindest noch am Wochenende mit dabei.


Bogey-Bogey-Start statt Aufholjagd

Niki Zitny
ging kurz nach seinem Landsmann am Freitag auf die zweite Runde, allerdings vom 10. Abschlag aus. Seine Aufholjagd steht jedoch bei beträchtlichem Wind von Beginn an unter keinem guten Stern: "Bei Rückenwind habe ich nur mit dem Rescue abgeschlagen, dennoch waren das 280 Meter. Daher war der Pitch über den Bunker auf die kurze Fahne zu lang. Und dann passiert mir noch ein Dreiputt".

Besonders bitter dann der Drive am leichtesten Par 5: "Etwas zu weit links angehalten und leider ins Wasser verzogen". Nach dem Bogey ist das Thema Cut eigentlich schon fast gegessen. Der Rückstand wächst auf 5 Schläge an.

Langsam findet Nik seinen Spielrhythmus, obwohl es zum ersten Birdie weiterhin nicht reichen will: "Auf 6 der nächsten 7 Bahnen hatte ich aufgelegte Birdiechancen aus zwei, drei Metern, aber überhaupt nichts gelocht." Sichere Pars für die restlichen 7 Bahnen bis zum Turn sind in seiner Lage schon zu wenig: "Ich spiele echt super, aber ich bring einfach kein Score nach Hause", ist der Ärger verständlich...

Samstag: Eiskalt erwischt es auch Niki Zitny beim Nachspiel: gleich am langen Par 4 der 2, wo der Starkwind seitlich hineinbläst, kassiert er ein Doppelbogey. Auf den besonders windexponierten Berg- und Talbahnen der Front 9 schenkt ihm der Kurs von Santo da Serra noch ordentlich ein: Bogeys an der 3, 5 und 6 lassen sein Score weiter abstürzen. Das Doppelbogey am letzten Par 5 und ein weiterer Schlagverlust an der 9 zählen nur noch für die Statistik.

Mit 82 Schlägen (10 über Par) und überpowert von den Elementen mit 44 Schlägen auf seinen 9 Samstags-Löchern, scheidet der Wiener mit einem Halbzeitergebnis von 12 über Par deutlich aus. Dass er in die falsche Gruppe gelost wurde, wo ein zählbares Ergebnis fürs Ranking praktisch nicht möglich war, wird für Zitny nur ein schwacher Trost sein.


Sullivan bleibt der Mann, den es zu schlagen gilt

Der Waliser Kyron Sullivan verteidigte mit einer 70 die Führung, die er auf 10 unter Par schrauben konnte, geht gefolgt vom Iren David Higgins und dem Engländer John Bickerton aussichtsreich in ein windiges Wochenende.

Die dritte Runde soll gegen 14:00 MEZ von zwei Tees gestartet werden.


Scores nach 2 von 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler Land Par R1 R2
1 SULLIVAN, Kyron WAL -10 64 70
T2 BICKERTON, John ENG -9 66 69
T2 HIGGINS, David IRL -9 69 66
T4 ATLEVI, Magnus P. SWE -7 69 68
T4 DERKSEN, Robert-Jan NLD -7 67 70
T4 MUNTZ, Rolf NLD -7 70 67
T4 SCAHILL, Stephen NZL -7 64 73
T8 JAMES, Lee S ENG -6 68 70
T8 McLARDY, Andrew RSA -6 67 71
T8 MORRIS, Matthew ENG -6 65 1
T11 CLÉMENT, Julien SUI -5 71 68
T11 COLTART, Andrew SCO -5 68 71
T11 KARLSSON, Robert SWE -5 70 69
         
Weiters:        
T23 BARAKA, Kariem GER -4 68 72
T23 VAN DE VELDE, Jean FRA -4 68 72
T42 BRIER, Markus AUT -2 66 76
T42 STRÜVER, Sven GER -2 70 72
T52 EMERSON, Gary ENG -1 66 77
T52 SANDELIN, Jarmo SWE -1 71 72
T52 SIMSEK, Erol GER -1 70 1
         
Cut verpasst (Par):        
T81 EALES, Paul ENG 1 69 76
T108 EDFORS, Johan SWE 3 73 74
149 ZITNY, Niki AUT 12 74 82


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>> 1. Runde: Markus zückt ein Ass

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