Mallorca Classic
Pula GC
Mallorca, Spanien
20. - 23. Oktober 2005
Preisgeld: € 1,500.000

European Tour

GOLF MALLORCA CLASSIC - Zitny und Brier im Cut

2. Runde:

21.10.2005 / 19:18 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Tripplebogey an der 18

Markus Brier zerstört in zwei Bunkern seine Runde. Niki Zitny verschiebt viele kurze Putts, fällt mit der 72 zurück, beide cutten beim Saisonfinale.

 Foto: Markus Brier
 Das Wichtigste in Kürze

Wetter: wolkig, bis zu 25 Grad, Wind frischt auf

Markus Brier 2. Runde: 73 (+3) / 4 über Par / 68. Platz
Steigert sich deutlich, aber Albtraum im Finish mit Tripplebogey

Niki Zitny 2. Runde: 72 (+2) / 2 über Par / 51. Platz
Solide im langen Spiel, Chancen nur zu Beginn verwertet

Karl Ableidinger
2. Runde: 77 (+7) / 11 über Par / 114. Platz

Cut
endgültig bei: +4 (Top 70 Pros)

Die Pflicht haben Markus Brier und Niki Zitny mit dem Cut beim Saisonfinale geschafft. Doch Sieger sehen anders aus - Niki Zitny verputtete massenweise Großchancen, Markus Brier begrub seine Runde buchstäblich im Sand. Aber es bleibt ja noch die Kür am Wochenende, ein Happy End für die Saison 2005 ist durchaus drinnen.

Brier diesmal deutlich stärker

"Einfach in allen Belangen besser spielen," hat sich Markus Brier vorgenommen und gestern noch auf der Range einiges geübt. Tatsächlich ist Österreichs Nummer 1 vom ersten Schlag an deutlich besser im Spiel, obwohl am Nachmittag der Wind deutlich auffrischt und die Scores nach oben schießen: "Vor allem zu Beginn habe ich sehr gut gespielt, alles hat nach einem guten Tag für mich ausgesehen."

An der runderneuerten und verlängerten 3. Bahn passt erstmals alles zusammen, das so wichtige frühe Birdie fällt. Das kürzere der beiden Par 5 spielt er wie schon gestern bärenstark, ist mit zwei Schlägen am Grün und geht schon 2 unter Par. Dafür kassiert er neuerlich das Bogey an der 8, dem überlangen Par 4 mit dem Wassergraben vor dem Grün: "Der Drive war im Rough, daher konnte ich nur vorlegen, hatte für den 3. Schlag noch immer ein Eisen 8."

Zwei Bunker kosten vier Schläge

Gegenwind erschwert die Aufgabe am Par 5 zu Beginn der Back 9. Brier verspielt mit einem Bogey endgültig den Bonus seines guten Starts: "Der dritte Schlag war ganz oben am Plateau. Von dort konnte man gar nichts anders machen als wieder vom Grün herunterzuputten." Rückenwind entschärft dafür das lange Par 4 der 12, Markus hält sich hier schadlos und holt sich wieder den Schlag zurück.

Im schweren Finish bleibt auch Markus nicht ungeschoren, das Unheil bahnt sich am langen Par 4 der 16 an: "Das Holz 3 habe ich zu gut getroffen, der Ball ist noch in den Bunker gerollt, bleibt genau am Rechen hängen. Dazu hatte ich einen Stand außerhalb des Bunkers, gut einen halben Meter über dem Ball." 

Das abschließende Par 3 ist bei 186 Metern bergauf und Gegenwind auch kein Lärcherl, auch wenn die Fahne kurz und eher leicht im Grün steckt: "Der Abschlag landete genau unter der Bunkerkante, erst beim zweiten Versuch war ich überhaupt am Grün, nach drei Putts im Loch," fängt er sich bei seiner letzten Übung des Tages noch ein Tripplebogey ein, schenkt somit im Finish vier Schläge in den Bunkern her.

Mit der 73er-Runde (gesamt 4 über Par) drohte er sogar noch am Cut scheitern: "Mit einem Tripplebogey möchte ich diese Saison nicht unbedingt beenden, obwohl das zum Jahr 2005 passen würde." Doch Markus bekommt als 68. noch eine Chance auf Wiedergutmachung am Wochenende.

Zitny schießt aus den Startlöchern

Niki Zitny hat diesmal die etwas besseren Karten, mit einer frühen Startzeit und vom 36. Platz weg attackiert der Wiener vom 10. Abschlag weg - holt sich auf diesem längsten Par 5 gleich ein Birdie ab. Auch auf der kniffligen 12, einem elendslanges Par 4, ist er mit dem Birdie erfolgreich: "Wieder ok gespielt, viele Fairways und Grüns getroffen, das hat gut angefangen."

Wie schon am Vortag spielt Niki serienweise Pars, was auf dem trickreichen Kurs ein gutes Rezept ist. Bis zur 15 bleibt er fehlerfrei, doch nun stehen die schwersten Bahnen an, die ihn am Vortag die einzigen Bogeys abknöpften. Beim zweiten Versuch macht er es besser, turnt sich verlustfrei darüber hinweg. Dafür patzt er am langen Par 3 der 18 mit dem ersten Bogey: "Da lag ich am Vorgrün auf einem Büschel geschnittenen Gras, habe daher den Chip eine Spur zu kurz gelassen."

Par 3 sind heute die Achillesferse

Auf den deutlich leichteren Front 9 sollte noch etwas gehen: "Doch schon seit der 17 war der Putter komplett tot, obwohl ich ein gutes Gefühl hatte." Das rächt sich erstmals am Par 3 der 2 mit einem Dreiputt zum Bogey. Mit den Birdieversuchen will es nicht klappen, Niki schiebt in der Folge reihenweise die Birdieputts aus maximal drei Metern vorbei: "So sauer war ich heuer noch nie: an der 5 hatte ich nicht mehr als 75 Zentimeter, nicht einmal den konnte ich reinhauen."

Wie schon gestern patzt jedoch Zitny im Finish mit zwei Bogeys auf den letzten drei Bahnen. Zuerst geht die Attacke am kürzesten Par 4 der 7 schief, am folgenden, schwersten Loch der Front 9 gibt er einen weiteren Schlag ab: "Beides waren Dreiputts, an der 8 vom Vorgrün. Auf den Back 9 habe ich vier ganz kurze Putts nicht gelocht, so kann man einfach kein Ergebnis machen."

Mit der 72er-Runde fällt Zitny auf 2 über Par zurück, damit rutscht er ins Mittelfeld auf Platz 51 ab, aber immerhin schafft er seinen dritten Cut in Folge. Selbst ein Topergebnis, das ihm die Zwischenrunde der Tourschool ersparen könnte, wäre mit einem guten Wochenende noch drinnen: "Ich kenne mein Potential, umso frustrierender ist es, nicht die Topergebnisse zu holen, die mit meinem Spiel locker drinnen wären."

Ableidinger fehlen 7 Schläge

Karl Ableidinger lieferte am zweiten Tag eine birdielose 77 ab, muß der mangelnden Turnierpraxis bei 11 über Par Tribut zollen (Platz 114). Damit ist er zwar um einen Schlag besser als im Vorjahr, dennoch fehlen ihm 7 Schläge für den Einzug ins Wochenende, um zwei weniger als bei seinem Gastspiel vor 12 Monaten.

Favoriten spielen sich ins Rampenlicht

Portugal-Sieger Paul Broadhurst holte trotz der schwierigen Bedingungen 7 Birdies und konnte sich sogar ein Doppelbogey zur 66 erlauben, um dennoch bei 7 unter Par die Spitze zu übernehmen. Mit neuem Platzrekord von 65 Schlägen setzte sich jedoch der für den Umbau in Pula verantwortliche Jose-Maria Olazabal durch, kam bis auf einen Schlag an den Engländer heran. 3 unter Par reicht bereits für die Top 10, so selektiv waren bislang Platz und Bedingungen. 


Scores nach 2 von 4 Runden (Par 70):

Platz Spieler Land Par R1 R2
1 BROADHURST, Paul ENG -7 67 66
2 OLAZÁBAL, José Maria ESP -6 69 65
3 HAVRET, Gregory FRA -5 69 66
T4 ELIASSON, Mattias SWE -4 68 68
T4 KHAN, Simon ENG -4 67 69
T4 LIMA, Jose-Filipe POR -4 68 68
T4 ORMSBY, Wade AUS -4 70 66
T8 LARA, José Manuel ESP -3 68 69
T8 TUNNICLIFF, Miles ENG -3 69 68
         
Weiters:        
T10 GARCIA, Sergio ESP -2 69 69
T10 JIMÉNEZ, Miguel Angel ESP -2 67 71
T21 LOMAS, Jonathan ENG -1 65 74
T41 KARLSSON, Robert SWE 1 72 69
T41 LAWRIE, Paul SCO 1 70 71
T51 ZITNY, Niki AUT 2 70 72
T59 SIEM, Marcel GER 3 71 72
T68 BRIER, Markus AUT 4 71 73
         
Cut verpasst (+4):        
T86 GARRIDO, Ignacio ESP 6 75 71
T95 HANSEN, Anders DEN 7 72 75
T100 RODILES, Carlos ESP 8 75 73
T114 ABLEIDINGER, Karl AUT 11 74 77



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>> 1. Runde: Bogeys zum Feierabend

>> Vorschau: Das Trio "in finale"

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