South African Open
Durban GC 
Durban, Südafrika
20. - 23. Jänner 2005
Preisgeld: € 710.000

European Tour

SOUTH AFRICAN OPEN - 1. Cut in Griffweite.

2. Runde:

21.1.2005 / 17:40 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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1. Cut für Niki Zitny

Starke Aufholjagd von Niki Zitny (69) am zweiten Tag in Durban. Florian Prägant (71) steigerte sich ebenfalls, schied um einen Schlag aus.

 
Das Wichtigste in Kürze

Bewölkt mit 25 Grad, am Morgen Regen, Wind frischt nachmittags auf

Niki Zitny
2. Runde: 69 (-3) / gesamt Par - 45. Platz

Florian Prägant
2. Runde: 71 (-1) / gesamt +3 - 78. Platz

Der Cut lag endgültig bei 2 über Par

Titch Moore
(RSA) verteidigt mit 70 Schlägen die Spitze bei 9 unter Par.

Ihren ersten Cut auf der European Tour hatten heute gleich zwei Österreicher auf dem Schläger: sowohl Niki Zitny als auch Florian Prägant konnten hoffen, am Wochenende um ihren Preisgeldscheck bei der South African Open mitzuspielen. Allerdings waren die Scores am Freitag deutlich besser, beide benötigten eine Runde in den roten Zahlen. 

Zitny: Birdies zum Frühstück

Früh Aufstehen hieß es allerdings für Niki Zitny, schon mit der zweiten Startzeit um 6:40 Uhr Ortszeit (05:40 MEZ) ging es bei leichtem Regen vom 10. Abschlag  hinaus auf den Golfplatz. Und er dürfte sich zuvor einen starken Espresso organisiert haben, legte gleich mit einem Birdie am kurzen Par 5 los. Die eher einfachen Bahnen zu Beginn der Back 9 nützte der Wiener diesmal perfekt aus - Birdie am Signature Hole im Durban Country Club, dem kurzen Par 3 der 12, und auch noch ein Drittes am Par 5 der 14. Bahn: "Heute habe ich den Ball besser getroffen als gestern, mir viele gute Chancen erarbeitet", entfaltete sich sein Spiel hervorragend.

Absolutes Highlight der Runde hätte die 13 werden können, bei leichtem Rückenwind trifft er das 310 Meter entfernte Grün vom Abschlag, nach 3 Putts muss er sich jedoch mit dem Par zufrieden geben.

Dank des guten Starts lag "Nik" rasch auf Kurs ins Wochenende. Auf dem kniffligen Dogleg-Par 4 der 16 bekam er jedoch neuerlich Probleme, traf zwar diesmal gerade noch das Grün, ließ dann jedoch mit einem Dreiputt einen Schlag liegen. Dafür nutzte er das nur 250 Meter lange Schlussloch, das die Pros locker vom Tee attackieren, zum nächsten Birdie: "Mit dem Holz 3 lag ich Mitte Grün, der Eagle-Putt wäre fast noch gefallen".

Jedes Par 5 für ein Birdie gut

Auf den vorderen 9 ist es neuerlich eines der hantigen Par 4, das Zitny einschenkt - an der hautengen 1 büßt er leider einen Schlag ein, nachdem er das kleine Grün verfehlt hatte. Doch wie schon zuvor kann er den Schaden prompt am folgenden Par 5 wettmachen, hält sich damit sicher auf Cutkurs. 

Nun beginnen aber die Drives ziemlich zu streuen, an der 6 und 7 hookt er jeweils die Bälle gefährlich links weg, muss sich gehörig strecken, um noch das Par zu kratzen: "Das waren kritische Putts und die Sorte von Saves, die Dir Auftrieb geben". Auch am letzten Par 5 holt sich der Tourschool-Absolvent sein Birdie ab, kann sich daher auf der langen 9. Bahn noch ein drittes Bogey leisten.

Mit 69 Schlägen, herausgespielt mit 6 Birdies, zeigt Zitny seine bislang stärkste Runde auf der European Tour, vor allem der Putter funktionierte deutlich besser. Sein Halbzeitergebnis von Even Par wird locker für seinen ersten Cut reichen: "Heute war ich viel geduldiger, habe auch in haarigen Situationen kühlen Kopf bewahrt und die richtigen Entscheidungen getroffen". Und nun ist die Ausgangsposition glänzend, die Top 10 am Wochenende durchaus noch in Reichweite.


Prägant startet wieder mit Birdie

Auch auf seiner zweiten Golfrunde inmitten von Europas und Südafrikas Golfelite eröffnet Florian Prägant unerschrocken mit einem Birdie - auf dem schweren Par 4 der 1 macht er defakto eineinhalb Schläge auf das Feld gut. Der Kärntner Debütant attackiert auch am Par 3 der 4. Bahn zielsicher, hier ist aufgrund eines erhöhten Tees und des Gegenwinds die Schlägerwahl äußerst schwierig, sackt mit einem guten Putt das nächste Birdie ein. Der Superstart bringt "Floh" ebenfalls an die Cutlinie heran: "Stark gespielt, auch die Putts waren deutlich besser", war er mit seiner Leistung bis dahin rundum zufrieden.

Mit dem ersten Bogey an der langen 9 kommt plötzlich Sand ins Getriebe. Zwar gelingt dem 22-jährigen noch das "Pflicht-Birdie" am folgenden Par 5, doch die Schläge ins Grün sind nicht mehr präzise genug. Bogeys am längsten Par 4, und auch an der 12, dem kurzen Par 3 mit dem erhobenen Grün, werfen Prägant vorläufig wieder aus dem Cut heraus: "Zweimal hatte ich Pech, die Par-Putts sind mir klassisch ausgelippt". Im letzten Drittel musste er zumindest zwei Schläge gutmachen, doch die Putts wollen nicht mehr fallen.

Leider kann "Floh" weder am letzten Par 5 noch am kurzen Par 4 der 13 etwas aufholen, langsam gehen ihm somit die Bahnen aus. Ein Birdie am 250 Meter-Par 4 zum Abschluss sollte zu spät gefallen und zu wenig gewesen sein. Dennoch kann der Bad Kleinkirchheimer Amateur mit seiner Leistung mehr als zufrieden sein, vor allem mit der 71er-Runde am Freitag.

Am Nachmittag legte der Wind etwas zu, Prägant konnte mit seinem Halbzeit-Score von 3 über Par Hoffen und Bangen - doch es sollte um einen Schlag nicht für den Cut nicht reichen: "Das Tripplebogey gestern hat den Cut gekostet", resümmiert der Debütant.

Südafrikaner dominieren ihre Open

Auf dem tückischen und bermudaähnlichen Kukuyu-Gras dominierten die Hausherren auch am zweiten Spieltag nach Belieben. Der bullige Challenge Tour-Spieler Titch Moore rettete mit vier Birdies im Finish noch seine Führung bei 9 unter Par, vor seinen Landsleuten Tjart von der Waalt, Hendrik Buhrmann und Andrew McLardy - gleich 7 Südafrikaner sind unter den Top 10 zu finden.

Siem im Pech - Clarke im Glück

Marcel Siem begann den zweiten Spieltag mit einer 9 am Par 4, rettete aber noch die 77 und am letzten Drücker bei 2 über Par den Cut. Der große Star im Feld, Darren Clarke, hätte sich ebenfalls fast verabschiedet. Mit 2 Schlägen zuviel kam er ans Schlussloch, nagelte ein Holz 5 aus 250 Metern aufs Grün und versenkte einen 12 Meter-Putt zum rettenden Eagle. Pech hatte dagegen Sven Strüver, der mit dem gleichen Score wie Florian Prägant (76 / 71) vorzeitig abreisen darf. 


Scores nach 2 von 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler Land Par R1 R2
1 MOORE, Titch RSA -9 65 70
 T2 BUHRMANN, Hendrik RSA -7 70 67
 T2 VAN DER WALT, Tjaart RSA -7 66 71
 T4 VAUGHAN, Bruce USA -6 65 73
 T4 MCLARDY, Andrew RSA -6 69 69
 T4 HAVRET, Gregory FRA -6 69 69
 T4 OOSTHUIZEN, Louis RSA -6 69 69
 T8 WELLINGTON , Ross RSA -5 69 70
 T8 STORM, Graeme ENG -5 71 68
 T8 CLARK, Tim RSA -5 68 71
         
Weiters:        
T11 SCHWARTZEL , Charl RSA -4 68 72
T29 IMMELMAN , Trevor RSA -1 70 73
T45 ZITNY, Niki AUT Par 75 69
T52 JOHNSTONE, Tony ZIM 1 77 68
T67 SIEM , Marcel GER 2 69 77
 T67 CLARKE, Darren NIR 2 72 74
         
Cut verpaßt (+2):        
T78 PRAEGANT (AM), Florian AUT 3 76 71
 T78 STRÜVER, Sven GER 3 76 71


Alle Beiträge zur South African Open

Qualifikation: >> Prägant gewinnt die SA-Quali
Vorschau: >> Großer Druck auf Zitny
1. Runde: >> Heisser Tanz in Durban

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