South African Open
Durban GC 
Durban, Südafrika
20. - 23. Jänner 2005
Preisgeld: € 710.000

European Tour

SOUTH AFRICAN OPEN - Niki Zitny verliert den Anschluss.

3. Runde:

22.1.2005 / 15:50 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Zitny verliert den Anschluss

Verpatzte Front 9 werfen Niki Zitny (74) im Klassement zurück, ein Topergebnis rückt in weite Ferne. Titch Moore führt bei 9 unter Par.

 
Das Wichtigste in Kürze

Bewölkt mit 25 Grad, spürbarer Wind

Niki Zitny
3. Runde: 74 (+2) / gesamt +2 - 52. Platz
2 Bogeys und Doppelbogey zu Beginn, 3 Birdies auf den Back 9

Titch Moore führt weiterhin bei 9 unter Par nach den ersten Löchern

Der erste Cut auf der European Tour beim erst zweiten Antreten war ein gewaltiger Moral-Booster für Niki Zitny - doch jetzt geht's ums Geld! Denn ein geteilter 45. Platz zur Halbzeit würde nicht mehr als einen Reisekostenzuschuss von 3.500 Euro bringen, das sind nur Peanuts in der Volvo Order of Merit.

Die Top 10 waren daher im Visier von Österreichs einzigem Finalisten bei der South African Open. Das Wetter bleibt auch am "Moving Day" perfekt, bewölkt bei angenehmen Temperaturen. Allerdings blies der Wind heute aus entgegengesetzter Richtung, damit hatten viele Spieler ihre Probleme.

Von Beginn an Bogeys statt Birdies

Voll motiviert und angriffslustig startete Zitny in seine dritte Runde - das ging gleich auf dem gefährlich engen Eröffnungsloch mit dem ersten Bogey schief: "Heute kam der Wind von rechts hinten, gleich meinen ersten Drive habe ich tot unter einen Busch gepusht", begann der Samstag mit einem Schockerlebnis. Nach Drop mit Strafschlag war er mit Bogey noch gut bedient. Das kurze Par 5 der 3 wäre nun die perfekte Gelegenheit gewesen, den Patzer sofort auszubügeln, doch auf der extrem welligen und engen Bahn bekommt Nik erneut Probleme, fängt sich sogar ein weiteres Bogey ein: "Für die letzten 30 Metern habe ich noch vier Schläge gebraucht", war das Kurzspiel daran schuld.

Der Fehlstart wirft den Österreicher früh zurück, zwar kann er in Folge sein Spiel stabilisieren, das erste Birdie will jedoch nicht fallen. Auch am zweiten Par 5 geht Zitny leer aus, versiebt damit die wohl beste Birdiechance im Durban Country Club. Dafür kommt er neuerlich in große Probleme an der 9 - einem gefährlichen Dogleg: "Schon den Drive habe ich weggehookt, dann mit dem zweiten Schlag noch einen Baum getroffen," gab es gleich zwei massive Schnitzer auf einer Bahn - mit Doppelbogey fällt er endgültig in die hinteren Regionen des Zwischenklassements zurück.

Erstes Birdie ändert wenig

"Auf den zweiten 9 habe ich deutlich besser gespielt": Zu Beginn der 
Back 9 fällt endlich einmal ein Birdieputt, wie schon an den Vortagen punktet Zitny am Par 5 der 10. Die Trendwende lässt jedoch auf sich warten, gleich am folgenden, längsten Par 4 von Durban gibt er den gewonnenen Schlag wieder ab: "Bei Gegenwind war das sicher die schwerste Bahn heute. Mit dem langen Eisen habe ich das Grün nicht getroffen und den Up & Down knapp verfehlt".

Im letzten Drittel seiner Runde findet der Tourschool-Absolvent immer besser seine Form: am kurzen Par 4 der 13, das er wieder vom Abschlag mit dem Driver attackiert, diesmal aber das Grün verfehlt, fällt nach gutem Chip ein weiterer Birdieputt. Seine stärkste Bahn hat er sich jedoch für den Schluss aufgehoben. An der hantigen 16, wo er an den Vortagen gleich drei Schläge einbüsste, passt die Linie vom Tee bis zum Grün perfekt, das dritte Birdie ist der verdiente Lohn dafür: "Ein perfektes Eisen 6 und ein guter Putt aus 3 Metern".

Trotz des starken Finish ist die 74 (2 über Par) eine bittere Pille für Zitny, da sich der Abstand zu den Top 10 auf 7 Schläge vergrößert hat und damit ein Topergebnis wohl nicht mehr realistisch ist: "Insgesamt habe ich nicht so schlecht gespielt, wie das Score aussieht. Der Platz ist aber wirklich sehr selektiv. Wenn ich morgen noch eine gute Runde hinlege, sind die Top 30 sicher noch drinnen".

Südafrikaner duellieren sich an der Spitze

Auch am Moving Day bleibt die South African Open vorerst ein Heimturnier mit internationalem Aufputz. Titch Moore schaffte nur eine Par-Runde, musste daher gleich drei Landsleute aufschließen lassen: Tjaart van der Walt, Hendrik Buhrmann, vor allem aber Tim Clark, den Star von der US PGA Tour im Feld. 

Darren Clarke,
der gestern nur dank eines Eagles am Schlussloch den Cut geschafft hatte, spielte sich mit der 67 bis auf den 15. Rang vor.


Scores nach 3 von 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler Land Par R1 R2 R3
T1 CLARK, Tim RSA -9 68 71 68
 T1 VAN DER WALT, Tjaart RSA -9 66 71 70
 T1 BUHRMANN, Hendrik RSA -9 70 67 70
 T1 MOORE, Titch RSA -9 65 70 72
  5 STORM, Graeme ENG -8 71 68 69
 T6 HOWELL, David ENG -6 73 70 67
 T6 LINCOLN, Bobby RSA -6 71 70 69
 T6 CHEETHAM, Neil ENG -6 70 70 70
 T6 HAVRET, Gregory FRA -6 69 69 72
 T10 SCHWARTZEL , Charl RSA -5 68 72 71
 T10 OOSTHUIZEN, Louis RSA -5 69 69 73
 T10 VAUGHAN, Bruce USA -5 65 73 73
 T13 IMMELMAN , Trevor RSA -4 70 73 69
           
Weiters:          
 T18 CLARKE, Darren NIR -3 72 74 67
 T27 DOUGHERTY, Nick ENG -2 73 73 68
T34 FICHARDT, Darren RSA -1 70 73 72
T52 SIEM , Marcel GER 2 69 77 72
T52 ZITNY, Niki AUT 2 75 69 74
T76 JOHNSTONE, Tony ZIM 12 77 68 83



Alle Beiträge zur South African Open

Qualifikation: >> Prägant gewinnt die SA-Quali
Vorschau: >> Großer Druck auf Zitny
1. Runde: >> Heisser Tanz in Durban
2. Runde: >> 1. Cut für Niki Zitny

 

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