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SOUTH AFRICAN OPEN -
Heisser Tanz in Durban
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1. Runde:
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20.1.2005 / 17:53 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Heisser Tanz in Durban
Bei Hitze und Wind geizte Niki
Zitny mit Birdies (75), Florian Prägant (76) rutschte spät mit
Tripple-Bogey aus. Moore und Vaughan führen mit 65 Schlägen.
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| Das
Wichtigste in Kürze |
Feuchtheiß mit 30 Grad, verwirbelnder Wind mit 30 km/h
Niki Zitny 1. Runde: 75 (3 über Par) - 93. Platz
Gute Chancen vergeben, bitteres Doppelbogey im Finish
Florian Prägant 1. Runde: 76 (+4) - 109. Platz
Hielt 13 Bahnen toll mit, bis zum Tripple-Bogey an der 5
Titch Moore (SA) legt mit 65 Schlägen (-7) die frühe Bestmarke vor,
die später vom Amerikaner Bruce Vaughan eingestellt wird.
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Der altehrwürdige Durban GC, Schauplatz der 16. Auflage der zweitältesten
Golfopen der Welt, präsentiere sich am ersten Spieltag als "Sauna mit
Ventilator". Die schwüle Hitze mit rund 30 Grad, die den Spielern schon an den
Trainingstagen schwer zu schaffen machte, drückte mit dem auffrischenden
Nordwind kräftig auf die Scores.
Zitny will kühlen Kopf in der Hitze bewahren
Schon der Beginn hat es in Durban mit 5 knackigen Gegenwindbahnen wahrlich in
sich: gleich am 1. Tee gibt es mit Out of Bounds rechts und Büschen zu beiden
Seiten ein klaustrophobisches Erlebnis zu meistern, Zitny "gewinnt"
hier mit Par einen halben Schlag auf das Feld. Auch über das folgende, hantige
Par 3 und das schwerste Par 5 von Durban kommt er verlustfrei hinweg: "Ich
brauchte einige Zeit ins Spiel zu finden, zwingende Chancen waren anfangs keine
dabei".
An der 5 erwischt Nik das erste Bogey - allerdings verzeihlich am schwersten
Loch des Platzes, einem 420 Meter langen Par 4 mit extrem welligem Fairway:
"Da habe ich den Wind etwas falsch eingeschätzt, war daher neben dem Grün
und habe den Up & Down verpasst". Damit hat der Wiener die schlimmste
Ecke des Platzes überstanden, doch wann fällt endlich das erlösende, erste
Birdie? Das kurze Par 5 der 8 bietet dazu eine perfekte Chance, Zitny gibt hier
zuviel Gas und kassiert statt eines Birdies leider das nächste Bogey:
"Echt bitter, mit zwei Schlägen war ich knapp vorm Grün, der Pitch war
leider etwas zu lang, rollte übers Grün. Dann war ich unkonzentriert, habe
noch Chip und zwei Putts fabriziert".
Viele gute Chancen auf den Back 9 versiebt
Österreichs Tourneuling gelingt es am Par 5 der 10 endlich, den Bann zu
brechen, sein erster gelungener Birdieputt des Jahres macht Hoffnung, dass er
sein Spiel auf Touren bringt: "Von da an habe ich mir serienweise die
Birdies aufgelegt, aber absolut nichts hineingebracht". Der Frust entlädt
sich nun am langen Par 3 der 15 mit einem Dreiputt-Bogey.
Die Schlusslöcher eröffnen noch einmal Chancen, die 16 erfordert jedoch
höchste Präzision beim Drive ins Dogleg: "Bei Rückenwind hätte ich das
Holz 3 faden sollen, der Schlag war aber gerade und zu lang und landete
unspielbar in einem Busch." Zitny bekommt so noch spät Riesenzoff und
marschiert mit einem Doppelbogey vom Grün. Am abschließenden Par 4, das vom
Abschlag bergab und mit Rückenwind heute schon mit einem langen Eisen vom Tee
erreichbar ist, gelingt Niki doch noch sein zweites Birdie.
Dennoch hat Zitny mit der 75 (3 über Par) schon einigen Rückstand aufgerissen,
wird am Freitag eine Runde unter Par benötigen, um am Wochenende noch dabei zu
sein: "Die Back 9 waren ärgerlich - besser gespielt, aber nichts gelocht.
Dennoch ist nichts verloren, ich spiele auch morgen ohne Blick aufs Scoreboard,
einfach Loch für Loch weiter", lässt sich Zitny nicht aus dem Konzept
bringen.
Prägant spielt locker vom Hocker
Florian Prägant feiert mit einem Birdie am Par 5 der 10 einen gelungenen
Einstand auf der European Tour. Nach einem sicheren Par kassiert er der
Kärntner am kürzesten Loch von Durban leider mit einem Dreiputt das erste
Bogey. "Prince of Wales" heißt dieses gemeine Signature Hole mit
seinem erhöhten Grün, wo es rundherum nach allen Seiten steil bergab geht.
Brandgefährlich ist auch das anschließende kurze Par 4 mit Wasser in der
Drivezone, hier patzt unser Topamateur neuerlich mit einem Bogey, diesmal nach
verfehltem Grün..
Da kommt das leichteste Par 5 von Durban gerade recht, mit dem zweiten Birdie
bringt er sein Score wieder in Ordnung. Nun bringt der Bad Kleinkirchheimer Ruhe
in sein Spiel, geht allerdings am leichtesten Loch des Platzes, der kurzen 18
leider leer aus.
Hook am schwersten Loch kommt teuer
Auch die hantigen Gegenwindbahnen 1 bis 3 spielt Prägant unerschrocken und
grundsolide, eine Serie von Pars ist in dieser Phase sehr hilfreich für sein
Score. Erst am schwersten Loch des Platzes, dem langen Par 4 der 5. Bahn, spielt
sich Prägant erstmals in gravierende Probleme: "Mein Eisen 2 habe ich
links in eine unspielbare Lage gepulled". Doch erst danach wurde es so
richtig teuer. Nach dem Strafschlag ein Chip in den Grünbunker, nach einem
guten Sandschlag noch ein Zweiputt aus etwas mehr als einem Meter - Tripplebogey!
Spät, aber doch bringt sich "Floh" um den Lohn einer zuvor
sensationellen Leistung. An seinem Schlussloch, der 9, verfehlt er ein letztes
Mal das Grün und gibt noch einen Schlag zur 76er-Runde ab.
4 über Par reichen nicht für die Top 100 beim Tourdebüt von Österreichs
erstem Amateur bei einem European Tour-Event. Dennoch legte Prägant auf zwei
Dritteln seiner Runde eine tolle Talentprobe ab: "Eigentlich hätte ich
locker die Par-Runde nach Hause spielen sollen", ärgert sich der
22-jährige, der mit seinem Putter haderte, "aus drei, vier Metern habe ich
heute alles verschoben" - eine kleine Chance auf den Cut bleibt ihm noch.
Südafrikas zweite Garde dominiert zum Auftakt
Powerhitter Titch Moore legt mit 65 Schlägen (7 unter Par) am Vormittag
die Bestmarke hin, erst am Nachmittag gelingt dem auf der Sunshine Tour tätigen
US-Routinier Bruce Vaughan mit 8 Birdies die Einstellung der
Clubhaus-Führung.
Marcel
Siem, Sieger der Dunhill Championship im Vorjahr, zeigt sich mit 69
Schlägen (10. Platz) ebenfalls in gewohnt starker Südafrika-Form.
Scores nach 1 von 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
| T1 |
MOORE, Titch |
RSA |
-7 |
65 |
| T1 |
VAUGHAN, Bruce |
USA |
-7 |
65 |
|
3 |
VAN DER WALT, Tjaart |
RSA |
-6 |
66 |
| T4 |
MACKENZIE, Malcolm |
ENG |
-4 |
68 |
| T4 |
CLARK, Tim |
RSA |
-4 |
68 |
| T4 |
SCHWARTZEL , Charl |
RSA |
-4 |
68 |
| T4 |
TERBLANCHE, Des |
RSA |
-4 |
68 |
| T4 |
WILLIAMS, Chris |
ENG |
-4 |
68 |
| T4 |
BROVOLD, Lars |
NOR |
-4 |
68 |
| T10 |
HAVRET, Gregory |
FRA |
-3 |
69 |
| T10 |
SIEM , Marcel |
GER |
-3 |
69 |
|
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Weiters: |
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| T17 |
IMMELMAN , Trevor |
RSA |
-2 |
70 |
| T36 |
CLARKE, Darren |
NIR |
Par |
72 |
| T59 |
HOWELL, David |
ENG |
1 |
73 |
| T93 |
ZITNY,
Niki |
AUT |
3 |
75 |
| T109 |
STRÜVER, Sven |
GER |
4 |
76 |
| T109 |
PRAEGANT
(AM), Florian |
AUT |
4 |
76 |
| T122 |
JOHNSTONE, Tony |
ZIM |
5 |
77 |
Alle Beiträge zur South African Open
Qualifikation: >> Prägant gewinnt die
SA-Quali
Vorschau: >> Großer Druck auf
Zitny
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