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GOLF SPANISH OPEN - Markus
Brier Windjammer in San Roque
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2. Runde:
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15.4.2005 / 20:10 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Dreiputts vereiteln Cuts
Nicht am starken Wind, sondern an den Putts scheitern Markus Brier (75) und
Niki Zitny (74) in Spanien. Peter Hanson führt zur Halbzeit mit 6
unter Par.
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| Das
Wichtigste in Kürze |
sonnig, 22 Grad, Starkwind mit Böen um 50 km/h
Markus Brier 2. Runde: 75 (+3) / gesamt +6 / 90.
Platz
Zwei Dreiputt-Bogeys löschen zwei Birdies aus
Niki Zitny 2. Runde: 74 (+2) / gesamt +8 / 114. Platz
Gleich drei Dreiputts, tolles Finish mit drei Birdies
Cut endgültig bei: +4
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Nur ein gutes Dutzend Spieler hält sich bei der Open de Espana in den roten
Zahlen, so schwer waren bislang die Bedingungen. Auch am zweiten Tag bläst seit dem Morgen ein starker Wind über
der Anlage von San Roque,
in Böen mit mehr als 50 km/h, die Bedingungen
vielleicht noch
härter als am Vortag, aber für alle annähernd gleich.
Markus Brier (13:10 MEZ) und Niki Zitny (15:10) gingen erst spät auf ihre
zweite Runde, beide mussten sich steigern, um am Wochenende dabei zu sein:
"Wenn ich mir das gestrige Tripplebogey spare und weiter so spiele, mache ich mir
keine Sorgen", rechnete sich Brier noch gute Chancen für den Cut-Day aus.
Brier spielt gut - puttet schlecht
Heute an der 10 zu starten, einem langen Par 5 bei Gegenwind, war nicht einfach. Brier erarbeitet sich dennoch eine Birdiechance, schiebt aus 3
Metern den Bergab-Putt leider vorbei. Trotz der sehr windigen Bedingungen
agiert der Österreicher bombensicher vom Tee, aber auch bei den Schlägen ins
Grün, allerdings bleiben die ganz dicken Birdiechancen Mangelware: "Das
war ein reines Glücksspiel, wie nah man zur Fahne kommt. Bei dem starken Wind
einfach unberechenbar, obwohl ich die Eisen sehr gut getroffen habe".
Erstmals bekommt Markus an der 12 Probleme, dem schweren Par 4 mit Wasser auf
der linken Seite. Beim Schlag ins Grün vermeidet er zwar das H2O, aber nicht
den Sand. Aus dem Grünbunker kommt er nur bis auf 5 Meter an die Fahne - aber
locht den wichtigen Par-Putt. Die 13 bringt ihm dagegen kein Glück, aus 5
Metern kullert der Birdieversuch ganz knapp am Loch vorbei: "Der Wind hat
mir am meisten beim Putten Probleme gemacht, sowohl vom Stand her als auch wie
der Wind den Roll beeinflusst hat."
Teuer wird es für den Österreicher erstmals am
Par 3 der 14, der Wind kommt von rechts hinten, das nierenförmige Grün ist nur schwer zu treffen. Brier
findet zwar das Kurzgemähte, bleibt
allerdings 10 Meter zu kurz - und benötigt noch drei Putts, weil der Par-Versuch
aus 30 Zentimetern nicht gelingt.
Entschlossen fightet er am folgenden kurzen Par 4 zurück, zeigt einen tollen
Pitch ins Grün - doch aus drei Metern will der Putt nicht rein. Seinen zweiten
Grünbunker trifft Brier am Par 3 der 16, diesmal kommt er nicht so glimpflich
davon wie zuvor, aus drei Metern misslingt ihm der Sand Save zum Par.
Die Missgeschicke auf den Grüns schienen nicht spurlos an Markus vorbei zu
gehen, in dieser Phase beginnen sich Fehler im langen Spiel einzuschleichen. Am Par
5 der 17 landet er im Fairwaybunker, legt nur kurz vor und lässt sich für den
3. Schlag gute 160 Meter bei Gegenwind ins Grün. Dieses trifft er zwar sicher,
aber am falschen Plateau. Über eine Welle und gute 8 Meter muss er putten,
lässt sich einen knappen halben Meter zum Par - verschiebt leider zum zweiten
Mal aus so kurzer Distanz, kassiert mit dem nächsten Drilling schon das dritte
Bogey: "Die Dreiputts sind natürlich tödlich, wenn der Wind kaum
Birdiechancen zulässt," kämpfte Brier mit stumpfen Waffen.
Hoffnung keimt nach 1. Birdie auf
Zwei Schläge Rückstand auf den Cut und 9 Löcher zu spielen: Brier gelingt
endlich an der 1 sein erstes Birdie, das ihm neuen Mut und Chancen gibt:
"Der einzige Putt, der heute gefallen ist, aus vier Metern".
Das Par 5 Nummer 5 ist bei der heutigen Windrichtung kein wirkliches Birdieloch,
"selbst mit zwei perfekten Schlägen haben mir 20 Meter gefehlt, auf den
Par 5 war hier wenig zu holen." Markus spielt nur das Par, langsam gehen ihm auch die Bahnen aus. Am Par 4 der 6
zwingt ein Wasserhindernis zu einem langen zweiten Schlag ins Grün, diese Bahn
bewältigt der Fontana-Pro nur mit einem Bogey: "Ein etwas fett getroffenes
Eisen 9, das um einen Meter zu kurz war. Der Par-Putt aus zwei Metern ist nicht
gefallen."
Das Par 4 der 8 ist dank Gegenwind die schwerste Bahn, mit einem weiteren Bogey
muß auch Brier den Tücken Tribut zollen: "Das Grün war mit zwei
Schlägen fast unerreichbar. Aus dem Rough konnte ich nur mit einem Eisen 5
vorlegen, aus 30 Metern ist mir der Up & Down nicht gelungen."
Am abschließenden
Par 5, wo nur noch ein Eisen 8 für den zweiten Schlag bleibt, rechnet sich
Markus noch Chancen aus: "Mit einem Eagle hätte es sich noch ausgehen
können, die Möglichkeit war da aus drei Metern". Mit den Putts Nummer 33
und 34 des Tages holt er jedoch "nur" das Birdie zur 75er-Runde.
Sein Halbzeitergebnis von 6 über Par wird wohl nicht für den
Cut reichen, wie schon im Vorjahr sind die Open de Espana leere Flugkilometer
für Österreichs Nummer 1: "Eigentlich habe ich es nur mit dem Putter
vergeigt, für die harten Verhältnisse war ich mit dem langen Spiel sehr
zufrieden".
Zitny benötigte eine "rote Runde"
Niki Zitny schiebt dagegen das Thema Cut bewusst aus seinem Fokus:
"Ich muss geduldig sein, ein gutes Score kann man nicht erzwingen. Meine
Zeit wird schon noch kommen," startet er mit zwei Schlägen Rückstand auf
den Cut und wollte sich auf sein Spiel und nicht auf Rechenspiele
konzentrieren.
Dem Wiener Tourneuling geht es ähnlich wie seinem Landsmann: recht solides
Spiel trotz starkem Wind, aber mit Problemen auf den Grüns. Wie schon gestern
kassiert er am Eröffnungsloch mit einem Dreiputt ein Bogey - und das am Par 5 der 10. Bahn.
Dafür turnt er sich sicher über die folgenden hantigen Par 4 hinweg -
doch das einzige, was ihm noch helfen kann sind einige Birdies, und die sind zu
Beginn leider nicht in Sicht. Dafür geht ein weiterer Schlag an der 13
verloren, wo er aus einer kleinen Birdiechance aus sieben Metern noch ein
Dreiputt-Bogey macht: "Um die vielen Dreiputts war es schade, aber ich habe
derzeit ein leichtes Problem beim Putten, das wirkt sich massiv auf mein Score
aus."
Der Putt-Frust zieht Unsicherheiten im langen Spiel nach sich: sowohl am Par 3
der 14 als auch am folgenden kurzen Par 4 verfehlt er das Grün, rettet sich mit
tollen Chips aber verlustfrei aus der Misere. Am längsten Par 3 der 16 trifft
er neuerlich nicht das Grün, wieder chippt er gut zur Fahne, zum dritten Mal
rettet er das Par.
Am Par 5 der 17 muss Nik lange warten, da sein Flightpartner einen
Platzrichter anfordert, damit kommt der Wiener aus seinem Rhythmus. Selbst mit dem
dritten Schlag landet er nur im Rough neben dem Grün, diesmal gelingt ihm der
Up & Down nicht mehr - Bogey Nummer 3.
Rückstand nach Loch 1 endgültig zu groß
Als Zitny die vorderen 9 Bahnen gleich mit einem Doppelbogey beginnt, ist auch
die letzte theoretische Chance auf den Cut vorbei: "Das war mein sechster
Dreiputt in zwei Runden". Erst jetzt, am kürzesten Par
3 von San Roque, gelingt dem Wiener das erste Birdie: Endlich einmal mit einem
guten Putt, von da an habe ich eine Chancen nach der anderen gehabt." Auch am Par 4 der 6,
aufgrund des Wassergrabens eine sehr schwere Bahn, kann er sich mit einem Birdie
auszeichnen. Weiter zieht er ein perfektes, langes Spiel auf den Schlusslöchern
durch: "An der 8 hatte ich noch ein volles Holz 3 ins Grün, so lang
spielte sich diese Bahn, hätte fast direkt zum Eagle gelocht, aus drei Metern
konnte ich zum Birdie nicht verwerten." Am Schlußloch, einem Par 5, will
der Eagle-Putt aus 5 Metern nicht fallen. Mit seinem dritten Birdie
verabschiedet sich Zitny dennoch mit einem Ausrufungszeichen von seiner ersten
Spanish Open.
Mit der 74 steigert er sich klar gegenüber dem Vortag, bringt ein
Halbzeitergebnis von 8 über Par nach Hause - das um vier Schläge nicht zu
seinem dritten Cut auf der European Tour reicht: "Vom Gefühl her hätte
das eine 71 oder 72 sein müssen, wieder habe ich auf den Grüns ein gutes
Ergebnis hergeschenkt," weiß Zitny ganz genau, wo er sich verbessern muß.
Gustafsson regiert weiter in San Roque
Peter Gustafsson knackte am Morgen als Erster die 70er-Marke. Nach dem
Sieg bei der Tourschool in San Roque übernahm der in der Umgebung von Cadiz
lebende Schwede somit auch bei der Open de Espana vorerst die Führung bei 5 unter
Par, die jedoch nicht halten sollte.
Am Nachmittag schafften einige Spieler sogar eine 68, unter ihnen der Schwede Peter
Hanson, der die Bestmarke auf 6 unter Par schraubte. Der Jubilar im Feld, Roger
Chapman, schaffte bei seinem 600. Tourstart bei 3 über Par sicher den Cut.
Scores nach 2 von 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
| 1 |
HANSON, Peter |
SWE |
-6 |
70 |
68 |
| 2 |
GUSTAFSSON, Peter |
SWE |
-5 |
70 |
69 |
| T3 |
BOURDY, Gregory |
FRA |
-3 |
73 |
68 |
| T3 |
LAWRIE, Peter |
IRL |
-3 |
71 |
70 |
| T5 |
DONALDSON, Jamie |
WAL |
-2 |
74 |
68 |
| T5 |
OTTO, Hennie |
RSA |
-2 |
71 |
71 |
| T5 |
RIVERO, José |
ESP |
-2 |
70 |
72 |
| T8 |
BORREGO, Diego |
ESP |
-1 |
70 |
73 |
| T8 |
ILONEN, Mikko |
FIN |
-1 |
73 |
70 |
| T8 |
KARLSSON, Robert |
SWE |
-1 |
72 |
71 |
| T8 |
MARSHALL, Andrew |
ENG |
-1 |
72 |
71 |
| T8 |
MARTIN, Miguel
Angel |
ESP |
-1 |
71 |
72 |
| T8 |
STORM, Graeme |
ENG |
-1 |
73 |
70 |
|
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
|
| T14 |
LAWRIE, Paul |
SCO |
Par |
72 |
72 |
| T14 |
SANDELIN, Jarmo |
SWE |
Par |
72 |
72 |
| T22 |
FASTH, Niclas |
SWE |
1 |
74 |
71 |
| T31 |
McGINLEY, Paul |
IRL |
2 |
76 |
70 |
| T43 |
CANONICA, Emanuele |
ITA |
3 |
70 |
77 |
| T43 |
CHAPMAN, Roger |
ENG |
3 |
75 |
72 |
| T58 |
SIEM, Marcel |
GER |
4 |
73 |
75 |
|
|
|
|
|
|
|
Cut verpaßt (+4): |
|
|
|
|
| T72 |
DOUGHERTY, Nick |
ENG |
5 |
78 |
71 |
| T72 |
RODILES, Carlos |
ESP |
5 |
72 |
77 |
| T90 |
BRIER, Markus |
AUT |
6 |
75 |
75 |
| T90 |
ROMERO, Eduardo |
ARG |
6 |
74 |
76 |
| T90 |
SCHWARTZEL, Charl |
RSA |
6 |
76 |
74 |
| T114 |
DERKSEN, Robert-Jan |
NLD |
8 |
73 |
79 |
| T114 |
ZITNY, Niki |
AUT |
8 |
78 |
74 |
| T129 |
STRÜVER, Sven |
GER |
10 |
77 |
77 |
Alle Spielberichte von der Open de Espana 2005:
>> Vorschau: Mit Spanien-Bonus
>> 1. Runde: Windjammer in
San Roque
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