35. RYDER CUP
Oakland Hills Country Club 
Bloomfield Township, 
Michigan / USA
17. - 19. September 2004

RYDER CUP 2004 FOURSOMES - Woods und Mickelson bleiben punktelos

2. Tag / Foursome:

19.9.2004 / 00:02 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Sergio Garcia


Europa holt Rekord-Vorsprung

Mit 6 Schlägen Puffer, soviel wie noch nie, geht Europa in die Singles. Der Angriff der Amerikaner zerbröselte an Garcia, Clarke und Harrington in den Vierern.

 
Aktueller Punktestand:
 

EUROPA  11 : 5  USA


Am Vormittag kamen die Europäer mit einem blauen Auge davon - eine komplett neu formierte und motivierte US-Mannschaft brachte den Titelverteidiger in Bedrängnis, holte allerdings nur einen Punkt auf. Ryder Cup: Die Matches
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Am Nachmittag ging es bei den Foursomes (klassischer Vierer) für die Europäer darum, möglichst viel Vorsprung in die Einzel mitzunehmen, bei denen traditionell die Amerikaner stärker sind. Bernhard Langer gönnte am Nachmittag dem ausgelaugt wirkenden Colin Montgomerie eine Pause, ebenso den erfolgreichen Rookies Casey und Howell. Dafür kamen die schlagsicheren Jimenez, Levet und McGinley wieder ins Team. Bei den Amerikanern bekam Phil Mickelson die Chance auf Wiedergutmachung.

Leichter Sieg für Clarke und Westwood

Darren Clarke entzauberte jedoch schin im ersten Match den Dominator des Vormittags, Jay Haas, der müde wirkte. Schon am 14. Grün feierte Der Nordire mit Partner Lee Westwood einen leichten Sieg. Ohne zu glänzen eroberte Phil Mickelson seinen ersten Punkt, da Thomas Levet neuerlich keine Form fand. Harrington und McGinley steuerten einen weiteren Punkt für Europa bei, zermürbten das Longhitter-Duo Woods / Love, dem auch nach starkem Beginn bald die Luft ausging. Garcia und Donald sicherten sich in blendender Spiellaune ihren Punkt, wehrten einen beherzten Schlussangriff von Jim Furyk am 18. Grün ab.

Damit holt Europa drei von vier Punkten in den Foursomes und geht mit 6 Zählern Vorsprung in die Singles am Sonntag. Langers Truppe übertrifft den alten Rekord von 5 Punkten Puffer, die allerdings vor 5 Jahren in Brookline nicht zum Sieg reichten. Diesmal benötigen die Gäste am Sonntag nur drei von 12 möglichen Punkten zur erfolgreichen Titelverteidigung.


Die Foursome-Matches am 2. Tag:

Match 1    
Clarke / Westwood

5 und 4

DiMarco / Haas

Die Amerikaner eröffnen mit einem Doppelbogey, schenken damit praktisch das erste Loch den Europäern. An der 5 schlagen Westwood und DiMarco großartige Bälle ins Grün, doch nur Clarke verwertet, während Haas aus einem Meter scheitert. Clarke dominiert nach Belieben, schlägt den Zweiten an der 8 bis auf 5 Zentimeter ans Loch, baut die Führung weiter aus. Nachdem Westwood am Par 3 der 9 seinen Abschlag weit verzieht, können die Amerikaner etwas aufholen.

An der 10 bleibt Jay Haas, der nicht mehr sehr frisch wirkt, im Fairwaybunker hängen, die Europäer bekommen das Loch praktisch auf dem goldenen Teller serviert. An der 11 legt Westwood perfekt auf, Clarke baut den Vorsprung weiter aus. Neuerlich ist es der Nordire, der mit einem Birdie am folgenden Par 5 sein Team 5 Auf bringt. Typisch für die Puttleistung von Haas am Nachmittag: an der 14 verschiebt der Veteran einen kurzen Putt, der den Europäern fünf Löcher vor Schluss einen leicht herausgespielten Sieg bringt.

Match 2    
Jimenez / Levet

4 und 3

Mickelson / Toms

Offener Schlagabtausch zu Beginn: die Europäer gehen am ersten Par 5 in Führung, scheitern am folgenden Loch mit einem Bogey. Miguel-Angel Jimenez locht einen Riesenputt an der 4 mit viel Break, bringt Europa damit wieder voran. Mickelson kann jedoch postwendend mit einem guten Putt zum Lochgewinn an der 5 kontern. Als Jimenez an der 6 einen kurzen Putt verschiebt, liegen erstmals die Amerikaner voran.

An der 8 schießt Mickelson in den Grünbunker, verpasst das Par. Levet hat Pech, sein Putt zum Ausgleich lippt aus. Auch an der 9 verschiebt der Franzose, dem wenig beim Ryder Cup-Debüt gelingen will, eine Auflage. Die Amerikaner können diese Schwäche an der 12 nutzen, ziehen davon. David Toms locht weiter die Putts, wieder einen langen an der 13, der das Duell schon vor entscheidet. Am 15. Grün ist dann Schluß für die Europäer, Levet bleibt auch beim zweiten Versuch ohne Punkt im Vierer.

Match 3    
Garcia / Donald

1 Auf

Furyk / Funk

Ein Birdie am 1. Loch bringt Garcia / Donald von Beginn an obenauf. Furyk verpasst den Birdie-Putt an der 3, vergrößert damit den Rückstand der Amerikaner. Funk hat jedoch an der 5 leichtes Spiel sich wieder heranzukämpfen, da Donald im tiefen Rough landet, Garcia keine Chance mehr läßt.

Doch immer wenn Furyk und Funk Druck ausüben, ist Garcia da um mit grandiosen Putts gegenzuhalten. An der 9 rettet er so noch das Par. Furyk leistet sich dann an der 10 einen Patzer mit dem Putter, die Europäer ziehen davon (3 Auf). Die Amerikaner können am einzigen Par 5 der Back 9 ein Loch aufholen, nachdem Garcia den Ball unspielbar im Grünbunker versenkt hat.

Jim Furyk startet einen fulminanten Schlussangriff mit einem Superschuss ins 14. Grün. Luke Donald findet aus dem Rough die richtige Antwort, rollt den Ball gefühlvoll aufs Grün hinauf, einen Meter zur Fahne. Funk zeigt Nerven, verschiebt den Birdieputt, Garcia rollt den Ball trocken ins Loch, geht 3 Auf. Doch Jim Furyk bleibt gefährlich, gewinnt mit Birdie an der 15 ein Loch zurück. Der US Open-Sieger von 2003 erarbeitet für seinen Partner auch eine gute Birdiechance an der 16, doch Funk kann nicht verwerten.

Furyk steckt nicht auf, am Par 3 der 17 schießt er bis auf einen Meter an die Fahne, gewinnt hier und verschiebt die Entscheidung aufs 18. Grün. Sowohl Furyk als auch Donald treffen zwar aufs Kurzgemähte, lassen ihren Flightpartnern jedoch vergleichbare Horror-Putts. Garcia erweist sich einmal mehr als Putt-Champion, legt den Ball tot ans Loch, das Par sichert den knappen Sieg bei 1 Auf.

Match 4    
Harrington / McGinley

4 & 3 

Woods / Love III

Tiger Woods gibt anfangs Vollgas am Nachmittag. Am Par 5 der 2 trifft er mit dem zweiten Schlag die Fahnenstange, bekommt das Eagle geschenkt. Die Europäer starten durchwachsen, patzen im langen Spiel und geraten früh mit 2 Down in Rückstand. An der 4 holen die Europäer nach einem perfekten Schlag ins Grün von Harrington ein Loch auf.

In der Folge verteidigen die Amerikaner geschickt ihre Führung, Tiger baut allerdings langsam ab, wirkt vor allem mit den Eisen schon ziemlich müde. An der 8 verschiebt Tiger erstmals den Par-Putt, ermöglicht dem irischen Duo den Ausgleich. Auch nicht mehr als einen Meter hat Woods am nächsten Loch um zu teilen, neuerlich kullert der Ball an der Lochkante vorbei, die Europäer gehen erstmals in Führung. 

Love überschlägt das 11. Grün, Tiger hat einen delikaten Chip, der am Vorgrün hängen bleibt, die Iren haben leichtes Spiel zum neuerlichen Lochgewinn. An der 13 leistet sich Woods einen bösen taktischen Schnitzer, überschlägt das Par 3 und landet im Bunker. Love findet ein "Spiegele" vor, hat bergab keine Chance mehr auf das Par. Die Europäer bauen ihren Vorsprung auf 3 Löcher aus. Am 15. Grün macht Harrington mit einem weiteren Birdie Schluss, ein müder Tiger Woods versiebt seine letzte Chance.


Apropos Foursomes:

Beim klassischen Vierer ("Foursomes") spielt jedes Team nur mit einem Ball, die Spieler wechseln sich beim Schlag ab. Gewertet wird nach den Regeln im Loch-Wettspiel - auf jedem Loch gibt es einen Sieger oder ein Unentschieden. Wer mehr Löcher gewinnt, holt einen Punkt für sein Team - bei einem Unentschieden erhält jedes Team einen halben Punkt.


Die wichtigsten Ryder Cup-Links

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