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RYDER CUP 2004 FOURSOMES -
Woods und Mickelson bleiben punktelos
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2. Tag / Foursome:
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19.9.2004 / 00:02 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Sergio Garcia
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Europa holt Rekord-Vorsprung
Mit 6 Schlägen Puffer, soviel wie noch nie, geht Europa in die
Singles. Der Angriff der Amerikaner zerbröselte an Garcia, Clarke
und Harrington in den Vierern.
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Am Nachmittag ging es bei den Foursomes (klassischer Vierer) für die Europäer
darum, möglichst viel Vorsprung in die Einzel mitzunehmen, bei denen
traditionell die Amerikaner stärker sind. Bernhard Langer gönnte am
Nachmittag dem ausgelaugt wirkenden Colin Montgomerie eine Pause, ebenso
den erfolgreichen Rookies Casey und Howell. Dafür kamen die
schlagsicheren Jimenez, Levet und McGinley wieder ins Team. Bei
den Amerikanern bekam Phil Mickelson die Chance auf Wiedergutmachung.
Leichter Sieg für Clarke und Westwood
Darren Clarke entzauberte jedoch schin im ersten Match den Dominator des Vormittags,
Jay Haas, der müde wirkte. Schon am 14. Grün feierte Der Nordire mit Partner Lee Westwood
einen leichten Sieg. Ohne zu glänzen eroberte Phil Mickelson
seinen ersten Punkt,
da Thomas Levet neuerlich keine Form fand. Harrington und McGinley
steuerten einen weiteren Punkt für Europa bei, zermürbten das Longhitter-Duo Woods
/ Love, dem auch nach starkem Beginn bald die Luft ausging. Garcia und Donald
sicherten sich in blendender Spiellaune ihren Punkt, wehrten einen beherzten
Schlussangriff von Jim Furyk am 18. Grün ab.
Damit holt Europa drei von vier Punkten in den Foursomes und geht mit 6 Zählern
Vorsprung in die Singles am Sonntag. Langers Truppe übertrifft den alten
Rekord von 5 Punkten Puffer, die allerdings vor 5 Jahren in
Brookline nicht zum Sieg reichten. Diesmal benötigen die Gäste am Sonntag nur drei
von 12 möglichen Punkten zur erfolgreichen Titelverteidigung.
Die Foursome-Matches am 2. Tag:
| Match
1 |
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| Clarke / Westwood |
5 und 4
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DiMarco / Haas |
Die Amerikaner eröffnen mit einem Doppelbogey, schenken damit praktisch
das erste Loch den Europäern. An der 5 schlagen Westwood und
DiMarco großartige Bälle ins Grün, doch nur Clarke verwertet, während
Haas aus einem Meter scheitert. Clarke dominiert nach Belieben, schlägt
den Zweiten an der 8 bis auf 5 Zentimeter ans Loch, baut die Führung
weiter aus. Nachdem Westwood am Par 3 der 9 seinen Abschlag weit
verzieht, können die Amerikaner etwas aufholen.
An der 10 bleibt Jay Haas, der nicht mehr sehr frisch wirkt, im
Fairwaybunker hängen, die Europäer bekommen das Loch praktisch auf dem
goldenen Teller serviert. An der 11 legt Westwood perfekt auf, Clarke
baut den Vorsprung weiter aus. Neuerlich ist es der Nordire, der mit
einem Birdie am folgenden Par 5 sein Team 5 Auf bringt. Typisch für die
Puttleistung von Haas am Nachmittag: an der 14 verschiebt der Veteran
einen kurzen Putt, der den Europäern fünf Löcher vor Schluss einen leicht herausgespielten Sieg
bringt. |
| Match
2 |
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| Jimenez / Levet |
4 und 3
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Mickelson / Toms |
Offener Schlagabtausch zu Beginn: die Europäer gehen am ersten Par
5 in Führung, scheitern am folgenden Loch mit einem Bogey. Miguel-Angel
Jimenez locht einen Riesenputt an der 4 mit viel Break, bringt Europa
damit wieder voran. Mickelson kann jedoch postwendend mit einem guten
Putt zum Lochgewinn an der 5 kontern. Als Jimenez an der 6 einen kurzen
Putt verschiebt, liegen erstmals die Amerikaner voran.
An der 8 schießt Mickelson in den Grünbunker, verpasst das Par. Levet
hat Pech, sein Putt zum Ausgleich lippt aus. Auch an der 9 verschiebt
der Franzose, dem wenig beim Ryder Cup-Debüt gelingen will, eine
Auflage. Die Amerikaner können diese Schwäche an der 12 nutzen, ziehen
davon. David Toms locht weiter die Putts, wieder einen langen an der 13,
der das Duell schon vor entscheidet. Am 15. Grün ist dann Schluß für
die Europäer, Levet bleibt auch beim zweiten Versuch ohne Punkt im
Vierer. |
| Match
3 |
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| Garcia / Donald |
1 Auf
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Furyk / Funk |
Ein Birdie am 1. Loch bringt Garcia / Donald von Beginn an
obenauf. Furyk verpasst den Birdie-Putt an der 3, vergrößert damit den
Rückstand der Amerikaner. Funk hat jedoch an der 5 leichtes Spiel sich wieder
heranzukämpfen, da Donald im tiefen Rough landet, Garcia keine Chance
mehr läßt.
Doch immer wenn Furyk und Funk Druck ausüben, ist Garcia da um mit
grandiosen Putts gegenzuhalten. An der 9 rettet er so noch das Par.
Furyk leistet sich dann an der 10 einen Patzer mit dem Putter, die Europäer
ziehen davon (3 Auf). Die Amerikaner können am einzigen Par 5 der Back 9 ein
Loch aufholen, nachdem Garcia den Ball unspielbar im Grünbunker
versenkt hat.
Jim Furyk startet einen fulminanten Schlussangriff mit einem
Superschuss ins 14. Grün. Luke Donald findet aus dem Rough die richtige
Antwort, rollt den Ball gefühlvoll aufs Grün hinauf, einen Meter zur
Fahne. Funk zeigt Nerven, verschiebt den Birdieputt, Garcia rollt den
Ball trocken ins Loch, geht 3 Auf. Doch Jim Furyk bleibt gefährlich,
gewinnt mit Birdie an der 15 ein Loch zurück. Der US Open-Sieger von
2003 erarbeitet für seinen Partner auch eine gute Birdiechance an der
16, doch Funk kann nicht verwerten.
Furyk steckt nicht auf, am Par 3 der 17 schießt er bis auf einen Meter
an die Fahne, gewinnt hier und verschiebt die Entscheidung aufs 18. Grün. Sowohl
Furyk als auch Donald treffen zwar aufs Kurzgemähte, lassen ihren
Flightpartnern jedoch vergleichbare Horror-Putts. Garcia erweist sich einmal
mehr als Putt-Champion, legt den Ball tot ans Loch, das Par sichert den
knappen Sieg bei 1 Auf. |
| Match
4 |
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| Harrington / McGinley |
4 & 3
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Woods / Love III |
Tiger Woods gibt anfangs Vollgas am Nachmittag. Am Par 5 der 2 trifft er mit dem
zweiten Schlag die Fahnenstange, bekommt das Eagle geschenkt. Die Europäer
starten durchwachsen, patzen im langen Spiel und geraten früh mit 2
Down in Rückstand.
An der 4 holen die Europäer nach einem perfekten Schlag ins Grün von
Harrington ein Loch auf.
In der Folge verteidigen die Amerikaner geschickt ihre Führung,
Tiger baut allerdings langsam ab, wirkt vor allem mit den Eisen schon
ziemlich müde. An der 8 verschiebt Tiger erstmals den Par-Putt, ermöglicht
dem irischen Duo den Ausgleich. Auch nicht mehr als einen Meter hat
Woods am nächsten Loch um zu teilen, neuerlich kullert der Ball an der
Lochkante vorbei, die Europäer gehen erstmals in Führung.
Love überschlägt das 11. Grün, Tiger hat einen delikaten Chip, der am
Vorgrün hängen bleibt, die Iren haben leichtes Spiel zum neuerlichen
Lochgewinn. An der 13 leistet sich Woods einen bösen taktischen
Schnitzer, überschlägt das Par 3 und landet im Bunker. Love findet ein
"Spiegele" vor, hat bergab keine Chance mehr auf das Par. Die
Europäer bauen ihren Vorsprung auf 3 Löcher aus. Am 15. Grün macht
Harrington mit einem weiteren Birdie Schluss, ein müder Tiger Woods
versiebt seine letzte Chance. |
Apropos Foursomes:
Beim klassischen Vierer ("Foursomes") spielt jedes Team nur mit
einem Ball, die Spieler wechseln sich beim Schlag ab. Gewertet wird nach den
Regeln im Loch-Wettspiel - auf jedem Loch gibt es einen Sieger oder ein
Unentschieden. Wer mehr Löcher gewinnt, holt einen Punkt für sein Team - bei
einem Unentschieden erhält jedes Team einen halben Punkt.
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