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OPEN DE ESPANA - In San
Roque mit Spanien-Bonus?
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Vorschau:
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13.3.2005 / 07:05 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Mit Spanien-Bonus
Gute Erinnerungen an Spanien und San Roque sollten Markus Brier und
Niki Zitny bei der Open de Espana beflügeln. Bringt ihr gutes Spiel
endlich die verdienten Ergebnisse?
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Ein Hauch von Tourschool weht über der Open de Espana im San Roque Club bei
Cadiz: "Erinnerungen werden wach, hier habe ich mich 1997 vergeblich in der
Qualifying School versucht, seitdem hat sich am Old Course kaum etwas verändert,"
erlebte Markus Brier ein Deja vu der besonderen Art. Niki Zitny war hier
schon weit erfolgreicher, kämpfte sich im November des Vorjahres vier Mal über
den Old Course von San Roque und löste als 18. seine Tourkarte.
Gute Zwischenzeiten in Resultate umsetzen
Für Markus Brier scheint es an der Zeit, wieder den Spanien-Bonus
auszuspielen. Unvergessen sind sein 2. Platz in Gerona 2000 und zahlreiche
Topergebnisse in den Folgejahren. Rechtzeitig zu "seiner" Open de Espana ist
Osterreichs Paradegolfer wieder in Form gekommen, wie die Auftaktführung
zuletzt in Portugal und zwei bärenstarke Runden in Madeira bewiesen haben:
"Man hat nie vier gleich starke Runden in einem Turnier. Aber an schlechten
Tagen spiele ich sonst eine 72 oder 73, aber nie eine 77 und 79 wie
zuletzt," analysiert Markus, warum er gute Zwischenzeiten nicht in
Topergebnisse umsetzen konnte: "aber Korrekturen am Golfschwung brauchen
Zeit um stabil zu sein, ich spüre wie es von Runde zu Runde solider wird."
"Endlich wieder ein guter Golfplatz bei der spanischen Open", war Briers
erster Kommentar nach absolvierter Proberunde. Obwohl er sich mit Leihschlägern
abgfretten musste, da die Airline das Gepäck erst Dienstag abends lieferte, kam
der Wiener voll zufrieden von seiner Trainingsrunde zurück: "höchst
abwechslungsreiche 18 Löcher, die uns alles abverlangen." Lange Par 3
wechseln mit kürzeren Bahnen, einige Male kommen Bunker am Fairway, vor dem
Grün oder Wasserhindernisse ins Spiel, einige Grüns hängen extrem, dann sind
wieder die Fairways eng geschnitten.
Am meisten Respekt haben die Spieler jedoch vor dem gefürchteten Wind, der von
der nur zwei Kilometer entfernten Küste kräftig hereinpfeifen kann. Zitny bekam
das voll bei der Tourschool zu spüren. Mit 6.400 Metern ist der Platz
mittellang, obwohl es zuletzt in Cadiz halbwegs trocken war, spielt sich der Old
Course in der Realität länger: "Auf den Back 9 werde ich nur ein- bis
zweimal den Driver einsetzen, daher hat man zumeist noch mittlere Eisen ins
Grün - auf die wird es hier am meisten ankommen".
Die Grüns sind dagegen wenig strichig zu putten, genauso wie sie Markus Brier
am liebsten mag. Auch das Rough ist zumeist zahm, dennoch kann man mit
etwas Pech ganz tiefe Lagen ausfassen, die einen Schuss ins Grün unmöglich
machen.
Markus Brier hat für den Donnerstag die allererste Startzeit zugeteilt
bekommen: "Zum Glück fangen die hier später an, so gesehen werden die
frisch gewalzten und gemähten Grüns hoffentlich ein Vorteil sein."
Startzeit Markus Brier am Donnerstag: 08:25 MEZ vom 1. Tee
(keine Zeitverschiebung zu Österreich)
Zitny will San Roque-Erfahrung ausspielen
In den Jahren 2000 und 2004 hat sich Niki Zitny bereits am Old Course in
der Tourschool versucht. Im Vorjahr auch mit Erfolg, nachdem er vier grundsolide
Runden von 72, 71,70 und 74 Schlägen, ohne ein einziges Doppelbogey bei teils
starkem Wind ablieferte. Und genau das gute Scoren fehlte zuletzt in seinem
Spiel: 15, 16 gute Löcher zerstörte er mit zwei, drei Desasterbahnen.
Der Old Course ist Zitny weit lieber als der neue, noch deutlich längere Kurs:
"Wenn Du Pech mit dem Rough hast, erreichst Du mit den mittleren Eisen, die
man hier braucht, sowieso nur schwer das Grün". Der Old Course ist auch in
deutlich besserem Zustand als bei der Tourschool im November: "Der Platz
war schon die letzten 14 Tage gesperrt, somit finden wir einen optimal
vorbereiteten Kurs vor".
Nach den zwei kleinen Schecks aus Südafrika und Portugal ist es Zeit für ein
zählbares Ergebnis bei seinem sechsten Start auf der European Tour. Spielerisch
und mental fühlt sich der Wiener dazu jederzeit in der Lage, höchste Zeit das
auch entsprechend in ein Score umzusetzen.
Bei der Startzeiten-Lotterie hat Zitny leider neuerlich eine Niete gezogen,
wieder einmal mit der allerletzten Tee-Time. Das könnte vor allem am Freitag ein
Nachteil sein, wenn er ab 16:10 MEZ dem Feld hinterher spielen muss.
Startzeit Niki Zitny am Donnerstag: 10:25 MEZ vom 1. Tee
Starkes Feld ohne Masters-Stars
Auch wenn Harrington und Co. nach dem US Masters noch nicht den Weg nach Hause
gefunden haben, wartet die Open de Espana mit einem starken Feld auf: Paul
McGinley, Eduardo Romero, Niclas Fasth oder der frisch gebackene Madeira-Sieger
Robert-Jan Derksen sind am Start.
Im Rampenlicht wird auch der englische Haudegen Roger Chapman stehen, der sein
600. Turnier auf der European Tour bestreitet. Enttäuschung herrscht dagegen
bei den Hausherren darüber, dass ihre Nummer 1 Miguel-Angel Jimenez auf einen
Start verzichtet, obwohl er bereits im benachbarten Malaga zum Heimaturlaub angesagt
ist.
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