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Finalrunde:
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17.9.2006 - 16:20 MEZ |
Golf-Live.at - J. Widl |
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Super-Sophie siegt
Sophie Gustafson wehrt den Schlussangriff
von Laura Davies ab und siegt mit zwei Schlägen Vorsprung.
Eine müde Natascha Fink fällt mit der 76 zurück.
Am Finaltag der Siemens Ladies Golf Open presented by Uniqa
waren die Longhitterinnen an der Spitze unter sich: Sophie Gustafson,
Laura Davies und Ana Belen Sanchez, die allesamt den Golfball mehr
als 270 Meter weit schlagen können, nutzten ihre Längen
vor allem auf den Par 5 gnadenlos aus und machten sich den Sieg
untereinander aus.
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Bei Fink war die Batterie leer
Natascha Fink war mit einer frühen
Startzeit dran: zu ihrer 6. Golfrunde in dieser Woche: "Das habe
ich gespürt nach der Verletzung, so viele Runden habe ich noch
nie am Stück gespielt."
Ein Bogey früh am Morgen
Der Start in den Sonntag verläuft schon nicht nach Wunsch: am
Par 4 der 2 gerät ihre Annäherung aus dem Rough zu lang,
mit Chip und zwei Putts kassiert Nash ein frühes Bogey. Nun findet
sie jedoch ihren Rhythmus, das lange Spiel wird deutlich präziser
- und der Putter springt am 7. Grün ein, versenkt aus gut 7 Metern
den Birdieputt: "Das war aber auch der einzige längere Putt,
der gefallen ist. Ich bin am gesamten Wochenende nie nah genug zu
den Fahnen gekommen." |
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Ärger kommt auf am Par 3 der 10: die Tour hat am Morgen die Fahne
um 12 Meter näher zum Grünrand gesetzt, dazu eine Information
an den Abschlag gesetzt, die Fink in der Hektik übersieht: "Ich
habe mich noch gewundert, weil die Fahne viel näher ausschaut, aber
dann dem Yardage-Book geglaubt. Den Bergab-Putt habe ich nur angetippt,
dennoch ist der Ball weit übers Loch gelaufen," verliert sie
mit dem Dreiputt einen Schlag.
Kein Birdie mehr bis zum Finish
"Den Ärger habe ich drei Bahnen lang nicht aus dem Kopf gebracht,"
zieht das Malheur weitere Kreise: An der kurzen 12. Bahn hat Natascha
nach Superdrive nur noch 50 Meter für den zweiten Schlag, lässt
den Pitch aber zu kurz und kassiert nach Chip und zwei Putts ein weiteres
Bogey. Am Par 3 der 14, wo sie gestern das Doppelbogey einfing, erarbeitet
sich Nash eine gute Chance, die sie aber nicht verwerten kann.
Auch am Par 5 der 16 klappt es nicht mit dem Birdie: "Die Longhitter
haben auf diesem Platz einen Riesenvorteil. Wo die meisten so wie ich
vorlegen müssen, schlagt Sophie mit dem Zweiten ein mittleres Eisen
ins Grün."
Die zunehmende Müdigkeit kostet auf den Schlusslöchern noch
zwei Schläge: an der 17 landet der zweite Schlag links beinahe in
den Büschen, das 18. Grün überschlägt Fink, beendet
damit ihr Heimturnier mit der 76 (+4). "Zu kurz gewesen und immer
nur 5, 6 Fairways getroffen, wenige Putts gefallen," fasst Fink ihr
Abschneiden bei 6 über Par zusammen, das nur für den 55. Platz
reicht. "Dafür hat mir die Tour mitgeteilt, dass ich noch ein
5. Turnier spielen darf, das wird wohl Dubai werden," bekommt sie
heuer noch eine Chance.
High Noon in Föhrenwald
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Sophie Gustafson wollte sich nicht
auf ihren 5 Schlägen Vorsprung ausruhen.
Gleich zu Beginn kauft Gustafson den Herausfordern die Schneid ab
und setzt sich mit Birdies an der 1 und 2 weiter ab. Laura
Davies verliert Schläge an der 5 und 6, scheint sich
damit früh aus dem Titelrennen zu verabschieden. "Danach
wollte ich meinen Vorsprung verteidigen, das war aber die falsche
Strategie," meinte Gustafson anschließend.
Gustafson, die von ihrem Auftreten am Platz und der Schwungtechnik
wie die kleine Schwester von Ernie Els wirkt, beginnt allerdings einige
Abschläge ordentlich aus der Richtung zu schießen, kassiert
ihr erstes Bogey seit dem Freitag, somit nach 34 fehlerfreien Bahnen,
am 5. Grün, patzt danach noch an der 7 und der 10, fällt
auf Even Par für den Tag zurück. "Ich habe nach dem
tollen Start nicht mehr gut gespielt, verfehlte Bahnen links und rechts,
habe nie zu meinem Spiel gefunden."
Die Spanierin Ana Belen Sanchez hat nun ihren großen
Auftritt, spielt von der 7 weg auf 6 Bahnen gleich 5 Birdies und arbeitet
sich bei 12 unter Par bis auf vier Schläge an Gustafson heran.
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Ausgerechnet auf den kurzen Bahnen tankt sich Davies
noch einmal gefährlich heran, spielt von der 12 weg vier schnelle
Birdies, erreicht 14 unter Par. "Ich wusste, dass es fast unmöglich
ist, Sophie noch einzufangen. Bei mir sind heute zu wenig Putts gefallen,
um noch heranzukommen," meinte Davies.
Im Finish verabschiedet sich zuerst Sanchez aus dem
Titelrennen: am Par 5 der 16 buddelt sie sich mühsam von Bunker
zu Bunker in Richtung Grün, das sie erst mit dem vierten Schlag
erreicht und fällt mit Bogey zurück. Gustafson stagniert
bei 16 unter Par, Birdie an der 14 und Bogey an der 15 gleichen sich
aus. |
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Vorentscheidend sollte jedoch das starke herausgespielte Birdie am vorletzten
Loch sein. "Zum Glück ist der lange Putt gefallen. Aber ich
wusste, an der 18 kann dir alles passieren", war sich Sophie noch
nicht sicher.
Da Davies an der 18 mit zwei Schlägen das Grün trifft und mit
dem Birdie bis auf zwei Schläge herankommt, hätte sich Gustafson
sogar ein Bogey leisten können. Die Schwedin spielt die Schlussbahn
auf Nummer Sicher, pitcht mit dem Dritten aufs Grün und puttet zweimal
zur 71, die ihr bei 17 unter Par den Titel sichert. "Ich bin überglücklich,
weil ich drei Jahre auf einen Sieg warten musste und mich im Vorjahr eine
Krankheit lange Zeit behinderte," jubelt Gustafson anschließend.
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von links: Elisabeth Stadler (Uniqa),
Sophie Gustafson, Klaus Schneeberger (Föhrenwald),
Petra Bohuslav (Sportlandesrat NÖ), Franz
Geiger (Siemens) |
Laura Davies beendet die Siemens Ladies Golf Open einen
Rang besser als im Vojahr, kommt dank der 67 noch auf den zweiten Platz
vor (-15), zwei Schläge hinter der Siegerin. Ana Belen Sanchez
erreicht Platz 3 bei 11 unter Par.
Final Scores nach 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Spielerin
|
Par |
R1 |
R2 |
R3 |
R4 |
| 1 |
Sophie Gustafson (SWE) |
-17 |
71 |
64 |
65 |
71 |
| 2 |
Laura Davies (ENG) |
-15 |
70 |
70 |
66 |
67 |
| 3 |
Ana B Sanchez (ESP) |
-11 |
75 |
66 |
67 |
69 |
| 4 |
Stephanie Arricau (FRA) |
-10 |
69 |
71 |
70 |
68 |
| 5 |
Anne-Marie Knight (AUS) |
-9 |
71 |
71 |
63 |
74 |
| 6 |
Anja Monke (GER) |
-8 |
71 |
70 |
69 |
70 |
| 7= |
Asa Gottmo (SWE) |
-7 |
70 |
73 |
70 |
68 |
| 7= |
Louise Friberg (SWE) |
-7 |
70 |
72 |
67 |
72 |
| 9= |
Lotta Wahlin (SWE) |
-6 |
73 |
73 |
69 |
67 |
| 9= |
Rebecca Hudson (ENG) |
-6 |
72 |
71 |
68 |
71 |
| 9= |
Federica Piovano (ITA) |
-6 |
71 |
68 |
71 |
72 |
|
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Weiters: |
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| 13= |
Carlie Butler (AUS) |
-4 |
75 |
67 |
71 |
71 |
| 16= |
Bettina Hauert (GER) |
-3 |
75 |
70 |
69 |
71 |
| 16= |
Mianne Bagger (DEN) |
-3 |
73 |
72 |
68 |
72 |
| 25= |
Iben Tinning (DEN) |
-2 |
75 |
69 |
72 |
70 |
| 32= |
Lynn Brooky (NZ) |
Par |
74 |
72 |
73 |
69 |
| 41= |
Martina Eberl (GER) |
2 |
75 |
70 |
76 |
69 |
| 45= |
Nora Angehrn (SWI) |
3 |
73 |
73 |
71 |
74 |
| 55= |
Sophie Sandolo (ITA) |
6 |
74 |
72 |
76 |
72 |
| 55= |
Natascha Fink (AUT) |
6 |
75 |
68 |
75 |
76 |
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