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Dicke Luft

HERO INDIAN OPEN – FINAL: Christine Wolf und Sarah Schober verlieren in der vernebelten Luft von New Delhi die Birdies aus den Augen.

Wie 40 Zigaretten am Tag zu rauchen bedeutet bei der Hero Womens Indian Open das Atmen in der dicken Luft, Golfsport für die Damen wahrlich keine gesunde Sache. “Es war sehr grenzwertig mit der Luft. Man hat teilweise auf den Par3s oder auch Annäherungsschlägen nicht genau die Fahne gesehen. Die Augen brennen und man hat ein unangenehmes Gefühl im Brustkorb. Es fällt einem schwer richtig zu atmen. Ich habe so etwas noch nie erlebt. Es wurden sogar Schulen geschlossen. Ich freue mich jetzt schon auf daheim. Sobald ich daheim bin werde ich am Berg gehen und tief durchatmen,” schildert Schober die atemraubende Tortur über drei Tage von Neu Delhi.

DLF_1702_330Im dicken Smog von New Delhi suchen die Österreicherinnen am Schlusstag lange Zeit vergeblich nach den Birdies. Christine Wolf fängt sich zudem von der 10 weg bereits auf den ersten 9 Löchern zwei Doppelbogeys ein, besonders bitter dabei die 7 am Par 5 der 18, wo sie mehr als nur zwei Shots auf die Kolleginnen verliert: “Am Anfang hatte ich nicht viele Chancen,” berichtet Wolf anschließend. “Das eine Doppelbogey passierte vom Tee, das andere nach eingebohrtem Ball im Bunker.”

Mit einem Rücksack von 5 Schlägen geht Wolf die letzten 9 Löcher an und wartet immer noch auf das erste Sonntags-Birdie. Erst vier Bahnen vor Schluss kann die Innsbruckerin auf einem mittellangen Par 4 den Bann endlich brechen. Dies bleibt jedoch das einzige Erfolgserlebnis, womit sich die atemraubende Plackerei in Delhi kaum auszahlt. “Auf den zweiten 9 habe ich ein bisschen verputtet.” Mit der 76 geht sich bei 6 über Par nicht mehr als der 52. Platz aus.

DLF_1703_330Sarah Schober spielt ebenfalls von der 10 weg deutlich solider, kann ihre Chancen aber lange Zeit nicht verwerten, auch nicht auf den beiden Par 5 der Back 9. Zwei Bogeys im Laufe der Runde erhöhen zusätzlich den Druck.

Wie zum Hohn fällt der Birdieputt am allerletzten Loch, lässt aber auch nicht mehr als die 73 mehr zu. Bei 4 über Par bilanziert die Steirerin um zwei Schläge besser als ihre Landsfrau, verdient mit Platz 44 aber auch nur unwesentlich mehr Preisgeld für die Rangliste.

Tourneuling Camille Chevalier liefert sich mit der Schottin Michele Thompson ein packendes Duell auf Augenhöhe, das die Französin mit einem nervenstarken Birdieputt aus zwei Metern am Schlussloch für sich entscheidet und bei 12 unter Par in Neu Delhi ihren ersten Titel holt.

>> Endergebnis Hero Womens Indian Open

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