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Markus Brier
Foto: Golf-Live.at
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Harter Test in Down Under
Ein staubtrockener Platz und pfeilschnelle Grüns warten auf Markus
Brier und Martin Wiegele bei der Heineken Classic in Melbourne. Vor
allem für den Steirer ist der Druck nach zwei verpaßten Cuts sehr
groß.
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"Keine Chance, wenn Du das Grün an der falschen Stelle anspielst",
schüttelte Markus Brier nach 28 Löchern Training selbst ungläubig den
Kopf. Der Royal Melbourne GC, zum zweiten Mal in Folge Schauplatz der Heineken
Classic, verspricht mit pfeilschnellen Grüns zum ultimativen Test für das
Weltklassefeld zu werden. Mit einer Geschwindigkeit von über 12 auf dem
Stimpmeter (Meßgerät für die Schnelligkeit der Grüns) erreicht der Platz
einen Standard, den man sonst nur vom Masters in Augusta
gewohnt ist.
"Die Grüns haben auch sehr viel Break und sind schwer zu
lesen", wird sich hier die Spreu vom Weizen trennen. Der Wind von der
nahen Küste könnte ebenfalls ein Faktor werden, vor allem da der Platz nach
einer Trockenperiode steinhart ist und die Bälle oft weit und unkontrolliert
ausrollen. Dafür ist kaum Rough vorhanden, "man kann vom Abschlag schon
etwas ungestraft in der Gegend herumschießen, nur die Grüns sollte man nicht
verfehlen".
Brier locker - Wiegele unter Druck
Mit Platz 20 in Johannesburg hat Markus Brier bereits in der neuen Volvo
Order of Merit angeschrieben und geht die beiden Turniere in Australien -
Heineken Classic und danach die ANZ Championship in der kommenden Woche -
entsprechend gelockert an. Mit einem 67. Platz bei seiner letzten Heineken
Classic vor zwei
Jahren hat der Wiener immerhin gecuttet, noch besser war er mit Platz 13 und 23
in den Jahren davor, als das Turnier noch in Perth ausgetragen wurde.
"Dass sich der Platz heuer kurz spielt, ist sicher ein Vorteil für mich,
ich muß nur gut putten" wiegt Brier seine eigenen Chancen ab.
Bei einer Woche Heimaturlaub konnte Brier seine Batterien aufladen und auch die
Zerrung im linken Bauchmuskel auskurieren, die ihn in Johannesburg fast zur
Aufgabe gezwungen hätte. "In den Trainingsrunden hier war ich wieder voll
fit".
Was für und gegen Wiegele spricht
Für Martin Wiegele ist der Melbourne GC absolutes Neuland, das typische
Problem in einem Rookie-Jahr auf der European Tour. Nach zwei verpaßten Cuts in
Hongkong und Johannesburg steigt der Druck, endlich mit einem guten Resultat in
der Rangliste anzuschreiben. Auf zwei Trainingsrunden mit Markus Brier holte
sich der Steirer allerdings die nötigen Tipps um die Tücken des Platzes kennen
zu lernen.
Martin trainierte letzte Woche noch in der Wiener Neustädter Indoor
Golfanlage, flog erst am Samstag kurzfristig nach Australien, als feststand,
dass er einen Startplatz sicher hatte. Erst am Dienstag kam sein Gepäck in
Melbourne an, zum Glück waren wenigstens die Schläger schon am Samstag
mitgekommen.
Trotz des steigenden Drucks sollte Martin Wiegele in Melbourne einige Trümpfe
in der Hand halten: bei den harten und schnellen Grüns hat der Longhitter den
Vorteil, kurze Eisen ins Grün zu schlagen um den Ball besser zum Halten zu
bringen. Außerdem liebt der Grazer schnelle Grüns und harte, hochsommerliche
Spielbedingungen.
Ernie Els peilt das Tripple an
Titelverteidiger Ernie Els könnte mit einem Sieg in Melbourne Geschichte
schreiben und erstmals dieses Turnier zum dritten Mal in Folge gewinnen. Zu
seinen schärfsten Konkurrenten dürfte die Armada der australischen
Spitzenspieler von Peter O'Malley über Adam Scott bis zu Peter
Lonard zählen, auch Paul Lawrie, Ian Woosnam, Nick Faldo und Trevor
Immelman sollten zu beachten sein. Frisch von der US-Tour eingeflogen ist
auch Englands Jungstar Paul Casey, zuletzt in Amerika jedoch am Cut
gescheitert.
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