GOLF-LIVE.AT European Tour - Test für Brier und Wiegele.

Heineken Classic
Royal Melbourne GC 
Victoria, Australien
5. - 8. Februar 2004
Preisgeld: € 1,225.000

European Tour

 
Vorschau:
4.2.2004 / 08:14 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Markus Brier
Foto: Golf-Live.at


Harter Test in Down Under

Ein staubtrockener Platz und pfeilschnelle Grüns warten auf Markus Brier und Martin Wiegele bei der Heineken Classic in Melbourne. Vor allem für den Steirer ist der Druck nach zwei verpaßten Cuts sehr groß. 

"Keine Chance, wenn Du das Grün an der falschen Stelle anspielst", schüttelte Markus Brier nach 28 Löchern Training selbst ungläubig den Kopf. Der Royal Melbourne GC, zum zweiten Mal in Folge Schauplatz der Heineken Classic, verspricht mit pfeilschnellen Grüns zum ultimativen Test für das Weltklassefeld zu werden. Mit einer Geschwindigkeit von über 12 auf dem Stimpmeter (Meßgerät für die Schnelligkeit der Grüns) erreicht der Platz einen Standard, den man sonst nur vom Masters in Augusta gewohnt ist.

"Die Grüns haben auch sehr viel Break und sind schwer zu lesen",  wird sich hier die Spreu vom Weizen trennen. Der Wind von der nahen Küste könnte ebenfalls ein Faktor werden, vor allem da der Platz nach einer Trockenperiode steinhart ist und die Bälle oft weit und unkontrolliert ausrollen. Dafür ist kaum Rough vorhanden, "man kann vom Abschlag schon etwas ungestraft in der Gegend herumschießen, nur die Grüns sollte man nicht verfehlen".

Brier locker - Wiegele unter Druck

Mit Platz 20 in Johannesburg hat Markus Brier bereits in der neuen Volvo Order of Merit angeschrieben und geht die beiden Turniere in Australien - Heineken Classic und danach die ANZ Championship in der kommenden Woche - entsprechend gelockert an. Mit einem 67. Platz bei seiner letzten Heineken Classic vor zwei Jahren hat der Wiener immerhin gecuttet, noch besser war er mit Platz 13 und 23 in den Jahren davor, als das Turnier noch in Perth ausgetragen wurde. "Dass sich der Platz heuer kurz spielt, ist sicher ein Vorteil für mich, ich muß nur gut putten" wiegt Brier seine eigenen Chancen ab.

Bei einer Woche Heimaturlaub konnte Brier seine Batterien aufladen und auch die Zerrung im linken Bauchmuskel auskurieren, die ihn in Johannesburg fast zur Aufgabe gezwungen hätte. "In den Trainingsrunden hier war ich wieder voll fit".

Was für und gegen Wiegele spricht

Für Martin Wiegele ist der Melbourne GC absolutes Neuland, das typische Problem in einem Rookie-Jahr auf der European Tour. Nach zwei verpaßten Cuts in Hongkong und Johannesburg steigt der Druck, endlich mit einem guten Resultat in der Rangliste anzuschreiben. Auf zwei Trainingsrunden mit Markus Brier holte sich der Steirer allerdings die nötigen Tipps um die Tücken des Platzes kennen zu lernen.

Martin trainierte letzte Woche noch in der Wiener Neustädter Indoor Golfanlage, flog erst am Samstag kurzfristig nach Australien, als feststand, dass er einen Startplatz sicher hatte. Erst am Dienstag kam sein Gepäck in Melbourne an, zum Glück waren wenigstens die Schläger schon am Samstag mitgekommen.

Trotz des steigenden Drucks sollte Martin Wiegele in Melbourne einige Trümpfe in der Hand halten: bei den harten und schnellen Grüns hat der Longhitter den Vorteil, kurze Eisen ins Grün zu schlagen um den Ball besser zum Halten zu bringen. Außerdem liebt der Grazer schnelle Grüns und harte, hochsommerliche Spielbedingungen. 

Ernie Els peilt das Tripple an

Titelverteidiger Ernie Els könnte mit einem Sieg in Melbourne Geschichte schreiben und erstmals dieses Turnier zum dritten Mal in Folge gewinnen. Zu seinen schärfsten Konkurrenten dürfte die Armada der australischen Spitzenspieler von Peter O'Malley über Adam Scott bis zu Peter Lonard zählen, auch Paul Lawrie, Ian Woosnam, Nick Faldo und Trevor Immelman sollten zu beachten sein. Frisch von der US-Tour eingeflogen ist auch Englands Jungstar Paul Casey, zuletzt in Amerika jedoch am Cut gescheitert.



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