GOLF EUROPEAN TOUR - Brian Davis im Birdierausch

ANZ Championship
Horizons Golf Resort 
Sydney, Australien
12. - 15. Februar 2004
Preisgeld: € 1,060.000

European Tour

 
Final:
15.2.2004 / 08:46 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Brian Davis:
Foto: Golf-Live.at


Davis im Birdierausch

10 Birdies, drei davon auf den Schlußlöchern, spülten Brian Davis am Finaltag vom 15. Platz zum Sieg. Der Engländer profitierte jedoch vom Totalabsturz seines Landsmannes Steve Webster, Titelverteidiger Paul Casey wird Zweiter.

Einem guten Dutzend Spieler gab man am Finaltag der ANZ Championship noch Siegchancen - schlußendlich sollte der 15. nach drei Spieltagen sogar noch gewinnen. Möglich gemacht wurde der Totalumsturz am Leaderboard durch das modifizierte Stablefordsystem, das Eagles (5 Punkte) und Birdies (2 Zähler) überproportial belohnt, Bogeys (-1) und jedes schlechtere Lochergebnis (-3) wesentlich geringer bestraft als beim Zählwettspiel.

Davis überpowert seine Konkurrenten

Der Engländer Brian Davis profitierte von dem Punktesystem am Finaltag, da er mit 10 Birdies bei drei Bogeys die heißeste Finalrunde im hochsommerlichen Sydney ablieferte. Mit 17 Tagespunkten brachte der 29-jährige Engländer ein Gesamtergebnis von 44 Zählern auf sein Konto und feierte damit seinen zweiten Titel auf der European Tour nach vier sieglosen Jahren. Auch im Zählwettspiel wäre Davis übrigens kaum zu schlagen gewesen, sein Gesamtscore von 272 Schlägen (16 unter Par) wurde von niemanden unterboten.

Kräftige Schützenhilfe leistete allerdings sein Landsmann Steve Webster, der ein Opfer seiner Nerven wurde. Der überlegen Führende nach drei Runden schoß sich mit der schwächsten Tagesrunde aller 82 Spieler (77 Schläge) selbst aus dem Rennen, fiel mit zwei Minuspunkten bis auf den 6. Platz zurück, den er sich mit dem Australier Nick O'Hern teilt, dem im Schlußflight ebenfalls herzlich wenig gelang. 

Paul Casey verteidigt fast noch seinen Titel

Nur Titelverteidiger Paul Casey forderte Davis bis zum Schluß, hielt lange Zeit mit 7 Birdies mit, spielte eine absolut fehler- und bogeyfreie Finalrunde. Die Entscheidung zwischen den beiden Engländern fiel erst auf den letzten drei Bahnen. Casey spielte am letzten Par 5 der 16 nur das Par, ebenfalls auf der leichten 17, da half ihm auch nicht mehr das Birdie am kurzen Schlußloch. Denn Davis holte sich auf den letzten drei Bahnen jeweils das Birdie und zwei Punkte ab und sicherte sich mit dem minimalsten Vorsprung von einem Zähler die ANZ Championship. 

Beachtlich auch der dritte Platz des Franzosen Thomas Levet, der nach einer frustrierenden Saison auf der US Tour nun wieder zur European Tour zurückkehrt und in Sydney erstmals wieder ein Topergebnis einfährt. Den dritten Gesamtrang muß er sich bei 39 Punkten mit dem australischen Amateur Nick Flanagan teilen, dem US-Amateurmeister von 2003.


Scores nach der 4. Runde (Par 72):

Platz Name Land Punkte R1 R2 R3 R4 Score
1. DAVIS, Brian ENG 44 70 69 68 65 272
2. CASEY, Paul ENG 43 73 63 71 65 272
3. LEVET, Thomas FRA 39 69 65 69 69 272
3. FLANAGAN, Nick (a) AUS 39 67 72 68 68 275
3. GARDINER, Scott AUS 39 70 66 67 71 274
6. O'HERN, Nick AUS 37 64 69 69 72 274
6. WEBSTER, Steve ENG 37 66 66 67 77 276
8. RUMFORD, Brett AUS 35 72 69 66 67 274
8. HUGHES, Bradley AUS 35 73 64 69 68 274
8. FOWLER, Peter AUS 35 70 68 67 70 275
8. BARNES, Ricky USA 35 71 69 64 71 275
               
Weiters:              
12. CAMPBELL, Michael NZL 34 70 68 70 70 278
24. HANSON, Peter SWE 31 72 69 69 66 276
24. O'MALLEY, Peter AUS 31 67 68 72 70 277
46. FORSYTH, Alastair SCO 26 72 68 73 68 281
46. KARLSSON, Robert SWE 26 72 70 69 68 279
56. FRASER, Marcus AUS 23 70 70 69 71 280
62. FULKE, Pierre SWE 22 70 67 70 72 279
80. LYLE, Sandy SCO 9 72 69 72 77 290



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