Qatar Masters
Doha GC, Qatar
13. – 16. März 2003
Preisgeld: € 1,389.000

European Tour

 
2. Spieltag: 14.3.2003 / 17:28 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl

Zitterpartie im Sandsturm

Trotz starker Leistung in der Windlotterie von Doha muß Markus Brier noch um den Cut zittern. Eine Vielzahl verschobener Putts brachte den Wiener auf ein Zwischenergebnis von 2 über Par nach 34 gespielten Löchern, womit er als 77. haarscharf an der zu erwartenden Cutlinie liegt. 


Foto: GEPA Pict.
Telekom Austria

"Der Wind war heute zwar ein Wahnsinn, aber nicht mein eigentliches Problem", berichtet ein abgekämpfter Markus Brier nach einem Marathon am Golfplatz. Zuerst mußte er früh morgens seine erste Runde absolvieren (75 Schläge / 3 über Par und nur Platz 110). Nach einer kurzen Lunch-Pause ging es gleich wieder hinaus auf den Platz zur zweiten Runde, wo es dann weit besser lief. Nach 16 gespielten Löchern liegt Brier bei 1 unter für den Tag und insgesamt 2 über Par fürs Turnier auf Platz 77.

1. Runde: Serienweise Putts verschoben

Ein Dreiputt gleich am 2. Loch kündigte schon früh Unheil an: "Die Grüns sind hier sehr strichig (Anmerkung: Richtung des Graswuchses schwer zu lesen), die habe ich überhaupt nicht lesen konnte", schildert Brier sein Problem. Mit Bogeys an der 3 und 6 gerät er weiter in die Defensive. "Dabei habe ich fast jedes Grün getroffen, aber beim Putten lief überhaupt nichts", brachte sich der Österreicher um den Lohn für sein solides Spiel. Auf den hinteren 9 Bahnen fallen endlich die ersten Birdies an der 11 und 16, wobei Brier das 280 Meter kurze Par 4 der 16. Spielbahn vom Abschlag erreicht und aus zwei Metern Entfernung den Eagle-Putt verschiebt. Zwei weitere Schlagverluste an der 13 und 14 bedeuten unter dem Strich nur den 110. Platz mit 75 Schlägen.

2. Runde: Fehlerfrei, aber nur ein Birdie

Obwohl der Wüstenwind Shamal am Nachmittag weiter zulegt, bleibt das lange Spiel von Markus Brier vom Feinsten. 11 von 16 Grüns, das haben am Nachmittag nur wenige getroffen, doch wiederum bleiben die Löcher wie vernagelt. Das einzige Birdie des an der 10 gestarteten Wieners fällt an der 16, wo er neuerlich fast das Grün mit dem Driver trifft und mit Chip und Putt einen Schlag aufholt. Die wahre Kunst war jedoch die absolut bogey- und fehlerfreie Vorstellung bei Windgeschwindigkeiten um 50 km/h. An seinem letzten Loch vor dem Abbruch wegen Dunkelheit, der Nummer 7, erreicht Brier das Grün aus 150 Metern Entfernung nicht einmal mehr mit dem Eisen 4: "Da war der Wind schon mehr als drei Schläger stark, das war schon echt ungut", ist Brier heilfroh, dass er nach 34 Löchern endlich zurück ins Hotel durfte.

Je nach Windverhältnissen dürfte am Samstag der Cut bei 1 bis 3 über Par liegen. Sollte Brier Samstag zeitlich in der Früh zumindest zwei Pars spielen, hätte er bei insgesamt 2 über Par noch intakte Chancen auf den Cut.

Howell als Starkwindspezialist

Der Engländer David Howell kam mit dem starken Wind am besten zurecht und führt bei 6 unter Par nach 2 Runden. Er ist allerdings auch der einzige an der Spitze des Leaderboards, der bereits 36 Löcher absolvieren konnte. Der Franzose Jeff Remesy liegt ebenfalls schon bei 6 unter Par, allerdings erst nach 30 Löchern. Einen Schlag dahinter auf Platz 3 der Ire Paul McGinley (nach 31 Löchern) und der Franzose Gregory Havret (28 Löcher). Samstags soll früh morgens die erste Gruppe mit Markus Brier die zweite Runde vollenden, erst danach wird die zweite Hälfte des Feldes ihre zweite Runde erst beginnen können.


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