Canarias Open de Espana
Costa Adeje / Tenerifa
24. – 27. April 2003
Preisgeld: € 1,750.000

European Tour

 
Vorschau: 23.4.2003 / 8:49 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl

Brier in Spanien-Form?

Auch wenn es nicht das spanische Festland sondern nur Tenerifa ist: Markus Brier hofft bei der Open de Espana weit draußen im Atlantik auf ein wenig Inspiration: denn unter Spaniens Sonne hat Österreichs Nummer 1 meistens gut gespielt.


Markus Brier
blüht unter Spaniens Sonne auf

Mit dem 2. Platz bei der Open de Espana im Jahr 2000 hat Markus Brier seinerzeit Geschichte geschrieben und für das beste Ergebnis eines Österreichers auf der European Tour gesorgt. Dazu ein 5. und ein 18. Platz in den Folgejahren in Madrid, wenn auch nicht bei der Open de Espana sondern bei der Telefonica Open jeweils im Herbst, Spanien war aber zumeist für Brier eine Reise wert. "Ein wenig Aberglauben kann ich jetzt gebrauchen," hofft der Wiener nach dem verpaßten Cut in der Vorwoche in Portugal tatsächlich auf für ihn typische Spanien-Form. 

Die guten Leistungen in Spanien hatten aber auch handfeste Gründe: Brier liegen die schnellen, welligen, aber dennoch für ihn leichter lesbaren Grüns in Spanien, und gerade der Putter hatte ihn zuletzt gehörig im Stich gelassen. "Auf den Trainingsrunden ging es hier tatsächlich schon besser als in der Vorwoche, die Grüns sind erstklassig, daher viel berechenbarer". Durch das frühe Ausscheiden in Portugal ist Brier auf Platz 119 in der Geldrangliste zurückgefallen, liegt damit erstmals in dieser Saison außerhalb der magischen Top 115, die am Jahresende die Tourkarte behalten. Kurzfristig wichtiger ist aber das Re-Ranking unter den Tourqualifikanten, das Ende Mai ansteht, und hier haben einige Spieler wie der Deutsche Marcel Siem mit starken Leistungen den Österreicher derzeit schon überholt. Brier muß hier aufholen, um in der zweiten Saisonhälfte zu ausreichend Startplätzen zu kommen.

Tenerifa: Kurs für Longhitter?

Jeweils sechs Par 3, 4 und 5 hat der Golfplatz an der Costa Adeje in Tenerifa und ist damit ein Unikum auf der Tour. "Alle sechs Par 5 sollten mit dem zweiten Schlag erreichbar sein, das wird interessant", freut sich Brier nach den Trainingsrunden schon auf das Turnier. Dennoch sieht er gewisse Vorteile für Longhitter: "Breite Fairways und für Longhitter kürzere Schläge ins Grüns". Die große Unbekannte am Küstenplatz von Adeje ist allerdings der Wind, Tenerifa ist eine extrem windige Ecke. Im Vorjahr wurde etwa die Open de Espana in Gran Canaria gespielt und arg vom Wind zerzaust: "Falls der Wind ausbleibt, werden wir hier ganz tiefe Scores sehen", prophezeit Brier.

Sergio Garcia der Topstar in Tenerifa

Spaniens Jungstar Sergio Garcia verteidigt in Tenerifa seinen Heimtitel aus dem Vorjahr, es ist zugleich sein erster Auftritt im heurigen Jahr in Europa. Das gilt auch für seinen routinierten Landsmann Jose-Maria Olazabal, der seine Brötchen ebenfalls fast ausschließlich in Amerika verdient. Mit Phillip Price und Paul McGinley sind zwei weitere europäische RyderCupper am Start. Zu beachten werden auch junge Spieler wie die Sieger der beiden letzten Turniere Fredrik Jacobson (Swe) und Bradley Dredge (Wal) sein.


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