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12.7.2003 / 9:30 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
"I have a dream"
Nicht nur Markus Brier, sondern auch Thomas
Kogler und Michael Ettl folgen ihrem Traum, beim größten Golfereignis
nach dem RyderCup dabei zu sein: bei der 132. British Open in Royal
St. George. Zwischen Traum und Wirklichkeit stehen allerdings
noch 36 Löcher Golf, wo im Final Qualifying nur 36 von 384 Spielern
das heißbegehrte Ticket erobern werden. |

Markus Brier: nach 2001 wieder bei
der British Open dabei?
Foto: Golf-live.at
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Im Jahr 2001 hatte Markus Brier ein
Stück unvergessliche Golfgeschichte geschrieben, sich als erster
Österreicher für eine British Open qualifiziert. In Royal Lytham &
St. Annes verpaßte er als 71. den Cut der besten 70 nur um Haaresbreite.
Somit hat Markus Brier seinen Traum noch nicht ganz verwirklicht: nicht
nur als erster Österreicher bei einer Open dabei zu sein, sondern
dort auch noch Geld zu verdienen: "Für mich ist die British Open
sicherlich das Größte im europäischen Kalender, dort möchte
ich unbedingt dabei sein". Nach zuletzt drei verpaßten Cuts scheint der
Traum nicht so leicht umzusetzen zu sein, zusätzlich hatte Brier
seinen Rücken in sechs Turnierwochen ohne Pause etwas überstrapaziert,
konnte sich allerdings nun eine Woche in Österreich ausspannen, fühlt
sich wieder absolut fit für die Qualifikation.
Dreisam statt einsam
Erstmals werden gleich drei Österreicher im Feld der 384 Final Qualifyers
aufscheinen. Österreichs bester Amateuer, Thomas Kogler,
löste sein Quali-Ticket bei der World Amateur Golf Team Championship 2002,
wo er gemeinsam mit Martin Wiegele und Thomas Ortner den 5. Platz erreichte.
Wäre Martin Wiegele nicht zu den Profis gewechselt, hätte sich auch der
Steirer die Vorqualifikationen ersparen können. Durch die brutale Qualifikationsmühle
der Regional Qualifying hat sich der Bad Gleichenberger Michael
Ettl gekämpft: ein 9. Platz mit 71 Schlägen in Hadley Wood am
7. Juli brachte ihn zwar im Stechen nur auf einen Reserveplatz, aufgrund
von Absagen in letzter Minute ist es aber sehr wahrscheinlich, dass auch
der für den GC Fürstenfeld startende Steirer beim Quali-Finale dabei sein
wird. Christoph Bausek (87 Schläge) und Martin
Omtvedt (77) blieben dagegen schon im Regional Qualifying auf
der Strecke.
Alles sehr kompliziert
Es gibt viele Wege, einen der 156 Startplätze bei der British Open zu
ergattern, derzeit sind erst 106 Startplätze fix vergeben. Im schottischen
Loch Lomond qualifiziert sich ein weiteres knappes Dutzend. Für die am
Sonntag und Montag auf vier Plätzen nahe von Royal St. George in Südengland
ausgetragene Final Qualifying stehen nach der Buchform die letzten 36
Tickets zur Verfügung. Jeweils 96 Spieler kämpfen somit auf vier Plätzen
über ein 36 Loch-Zählwettspiel um je 9 Tickets. Das können aber aufgrund
von Absagen in letzter Minute durchaus auch 10 bis 12 Startplätze werden.
Staraufgebot bei der Quali
Das Teilnehmerfeld der Quali ist besser besetzt, als so manches Starterfeld
auf der European Tour. Auswahl gefällig? der ehemalige US Masters Champion
Ian Woosnam oder Miguel Angel Jimenez, Andrew
Coltart, Mark James oder Sven Strüver. Auch
Sieger auf der European Tour im heurigen Jahr wie Soren Kjeldsen
oder Arjun Atwal haben noch kein Ticket. Von der
US-Tour ohne Startplatz herübergekommen sind etwa Alex Cejka,
Per-Ulrik Johanson, Carl Petterssen, Aaron Baddeley, der längste
Driver auf der US Tour Hank Kuehne, Robert Gamez oder
Esteban Toledo. So viele Dollar-Millionäre hat noch kein
Qualifikationsturnier zuvor gesehen.
Markus Brier startet in Royal Cinque Ports am Sonntag
um 9:55 MEZ, Thomas Kogler in North Foreland um 13:12
MEZ. Martin Ettl muß noch zittern, ob, wo und wann er
starten darf.
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