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| 1. Runde: |
17.7.2003 / 21:25 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
Qualifikant führt mit 68
Überraschungsmann Hennie Otto führt mit 68 Schlägen
(3 unter) zum Auftakt der British Open. Dahinter formierten sich mit
Greg Norman und Davis Love alte Hasen im Links-Golf. Tiger Woods wahrte
mit 73 seine Chancen. |

Davis Love mit früher 69 auf Platz 2.
Foto: Golf-Live.at
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Mit fünf Birdies und zwei Bogeys, eines davon am schweren
Schlußloch, übernahm der 27-jährige Südafrikaner Hennie Otto mit 68
Schlägen früh am Morgen die Clubhausführung. Genauso wie Markus Brier
mußte sich Otto erst durch die Qualifikation ins Starterfeld kämpfen.
Zumeist spielt das Temperamentbündel aus Johannesburg auf der Challenge Tour,
wurde zuletzt bei der Finnish Open Vierter, zwei Plätze hinter Martin Wiegele...
Mickelson stark unterwegs
Phil Mickelson kämpfte sich bei Windspitzen von über 50 km/h, aber
bei Sonnenschein am Nachmittag, anfangs noch erfolgreich über den Dünenkurs
von Royal St. George's. Dank eines Eagles am Par 5 der Nummer 7 sowie drei
Birdies lag der dreifache Familienvater rasch in der Spitzengruppe. Danach
machte sich sein Hauptproblem der letzten Monate, unpräzise Drives,
wieder bemerkbar, die zu zahlreichen Schlagverlusten im Finish und nur zur
74er-Runde reichten (3 über Par).
Nur fünf Spieler, davon vier mit einer frühen Startzeit schafften ein
Score in den roten Zahlen. Die riesengroße Überraschung war dabei der
Koreaner S.K. Ho mit 70 Schlägen auf Platz 4.
Davis Love III nützt frühe Startzeit
Der Amerikaner Davis Love III ist mit 69 Schlägen sehr früh ins Clubhaus gekommen, bei den schlechter werdenden Wetterverhältnissen
war sein Score gut genug um mit einem Schlag Rückstand auf Otto den 2.
Platz sicherzustellen.
Bei teils starkem Regen und Windböen bis zu 40 km/h war der British Open-Champ
von 1993, Greg Norman, hervorragend am frühen Morgen unterwegs, lag bei 4 unter Par alleine
in Front. Glanzstück der Leistung des 48-jährigen war ein Birdie am 220 Meter langen
Par 3 der 11. Spielbahn. Späte Bogeys an der 14 und am brutal schwer zu
spielenden Schlußloch bedeuteten unter dem Strich die 69er-Runde, mit der
sich Norman neuerlich als Spezialist für Royal St. George's bewies, Platz
2 geteilt mit Davis Love.
Jacobson als Par-Künstler im Sturm
Der beste in der Nachmittagsgruppe war eindeutig der Schwede Fredrik
Jacobson. Der zweifache Saisonsieger bewies sich als
Par-Künstler in der steifen englischen Brise, nicht weniger als 17 Mal
lochte er erfolgreich zum Par. Sein einziges verträumtes Birdie war gut
genug für die 70er-Runde, immerhin Platz 4 in der Zwischenwertung bei 1
unter Par.
Eine Topplatzierung vergab dagegen im Finish der US-Veteran Tom Watson,
zuletzt bei der US Open nach dem ersten Tag in Führung. Mit einem
Doppelbogey-Bogey-Finish fiel Watson von 3 unter auf Even Par zurück (71
Schläge).
Ohne die 8 am Par 4 der 17. Spielbahn wäre auch Thomas Bjorn
im Spitzenfeld zu finden. So reichte es für den bei der Open traditionell
stark spielenden Dänen nur für eine Runde von 74 Schlägen (2 über
Par).
Tiger Woods rettet seine Chancen
Mit einem Tripplebogey startete Tiger Woods denkbar schlecht in die
British Open, nachdem er seinen Ball gleich mit dem ersten Abschlag
verlor.
In weiterer Folge stabilisierte der Amerikaner jedoch zumindest sein
Spiel, verbesserte sich mit Birdies an der 4 und 10. Teils starker Regen und
Wind machten Tiger auf der zweiten Hälfte seiner Runde schwer zu
schaffen, drei Bogeys in Folge zwischen der 12 und 14 warfen ihn sogar auf
4 über
Par zurück. Nur dank eines Superfinishes mit Birdies auf den brutal
schweren Löchern 15 und 16 hielt er den Aderlaß auf der Scorekarte in
Grenzen, wahrt mit 73 Schlägen (2 über Par) die Chance auf seinen ersten
Majortitel im heurigen Jahr.
Der hohen Erwartungshaltung bei der British Open scheint auch Colin
Montgomerie wieder zum Opfer zu fallen. Der bei Majors noch sieglose
Schotte startete mit zwei Bogeys, nach einem Doppelbogey an der 6 lag er
bereits bei 4 über Par, gab danach allerdings auf.
Die Verlierer des ersten Tages
Titelverteidiger Ernie Els spielte mit 78 Schlägen seine
schlechteste Runde bei einer British Open. Der Südafrikaner kämpfte mit unpräzisen Drives und fast
unmöglichen Annäherungsschlägen aus den tiefen Roughs. Nicht ein
einziges Birdie, dafür aber gleich sieben Bogeys waren die logische
Folge, die sogar die Gefahr mit sich bringen, dass der Champion des
Vorjahres gar nicht mehr am Wochenende seine Trophäe verteidigen
könnte.
Noch schlimmer als Tiger Woods am Eröffnungsloch erging es
seinem amerikanischen Landsmann Jerry Kelly, der dort eine 11 auf die Scorekarte schrieb und mit 86 Schlägen (15 über
Par) nur am Ende des
Klassements zu finden ist.
Der Ire Padraig Harrington konnte ebenfalls die hohen Erwartungen
nicht erfüllen. Seit seinem Sieg bei der SAP Open läuft der beste Putter
auf der Tour etwas seiner Form nach, mit 75 Schlägen (4 über Par mit
einem Doppelbogey an der 8) hat er auch bei der British Open
Aufholbedarf.
David Duval, Open-Champ von 2001, fand auch in Royal St. George's nicht
aus seiner hartnäckigen Formkrise. Eine desaströse 83er-Runde - mit
einem Quatrupple- und zwei Tripple-Bogeys - nimmt ihm bei 12 über
Par schon alle Chancen auf den Cut.
Alles über die 132. British Open
News und Scoring in englischer Sprache bietet die offizielle Website der
British Open unter der Internetadresse http://www.opengolf.com/.
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von der 132. British Open seit Donnerstag 9:00 Uhr sowie Spielberichte
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