132. British Open
Royal St George’s GC 
Sandwich, Kent
17. - 20. Juli 2003
Preisgeld: € 5,435.000

European Tour

 
Final: 20.7.2003 / 19:56 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
Ein lachendes und weinendes Auge

Stark angefangen hat Markus Brier seine Finalrunde, im Finish aber Probleme bekommen: 74 Schläge reichen für den 46. Platz beim ersten Major-Endspiel. In der Order of Merit helfen 20.000 Euro Preisgeld.


Markus Brier: 
Platz 46 beim 
1. Majorfinale
Foto: Golf-Live.at


Sehr solide war Markus Brier anfangs auf seiner Finalrunde unterwegs, traf auf den ersten 12 Bahnen jedes Fairway und fast alle Grüns, konnte allerdings zu Beginn noch keinen Birdieputt lochen. Ersten Lohn für das solide Spiel brachte das 157 Meter lange Par 3 der 6. Spielbahn, wo Brier einen starken Putt zum Birdie lochte.
Am leichten Par 5 der 7 holt sich der Wiener wieder mit gutem Putt seinen Birdie-Doppelpack ab, geht schon 2 unter für den Tag. Die schweren Bahnen 8 bis 11 überlebte Brier erstmals in dieser Woche ohne Schlagverlust, wiederum dank exzellenter langer Schläge. 

"Bis dahin ist alles perfekt gelaufen, doch dann ist der Wind ziemlich aufgekommen, ausgerechnet vor dem schwierigen Finish", sieht Brier Unheil aufziehen. Der Ärger beginnt am letzten Par 5 (Loch 14), wo Brier mit dem dritten Schlag im Grünbunker landet und daraus das Par nicht mehr retten kann. Am darauf folgenden, langen Par 4 landet der Drive im Rough, die Annäherung wieder im Grünbunker. Der lange Schlag zur Fahne bleibt deutlich zu kurz, der Ball rollt wieder vom Grün zurück ins Rough. Mit Chip und zwei Putts schreibt Brier hier ein Doppelbogey. Nach dem Par an der 16 hat der Österreicher noch die beiden langen Schlußbahnen gegen den Wind vor sich, erreicht hier beide Male nicht ganz das Grün, verliert auch an der 17 und 18 noch jeweils einen Schlag.

Resümee über sein erstes Major-Finale

Mit zweimal 74 Schlägen an den Finaltagen fällt Markus Brier vom 28. auf den 46. Platz bei 11 über Par zurück: "Einerseits ist das schade, weil ich an beiden Finaltagen gut begonnen, aber auf den schweren Schlußbahnen viel verloren habe," fasst der Österreicher sein erstes Endspiel bei einem Major zusammen. "Vor einer Woche hätte ich einen 46. Platz bei einer British Open mit Handkuss genommen", möchte Brier dennoch nicht vergessen, wie er sich durch die Qualifikation und ins Wochenende gekämpft hatte. Unser Mann auf der Tour wird ca. 20.000 Euro Preisgeld machen und sich vom 132. ca. auf den 115. Platz in der Order of Merit verbessern.

Schwaches Finish oder nur schwere Bahnen?

Vier Schläge büßte Markus Brier auf den Löchern 15, 17 und 18 ein. Statistisch gesehen war damit der Wiener in bester Gesellschaft, auch wenn ihn das kaum trösten wird: denn diese Bahnen waren am Finaltag die drei schwersten, wurde im Schnitt 0,4, bis 0,6 Schläge über Par gespielt.

Endergebnis nach 4 Runden (Par 71):

Platz Name Land Par R1 R2 R3 R4
 1 CURTIS, Ben USA -1 72 72 70 69
T2 BJÖRN, Thomas DEN Par 73 70 69 72
T2 SINGH, Vijay FJI Par 75 70 69 70
T4 LOVE III, Davis USA 1 69 72 72 72
T4 WOODS, Tiger USA 1 73 72 69 71
T6 DAVIS, Brian UK 2 77 73 68 68
T6 JACOBSON, Fredrik SWE 2 70 76 70 70
T8 FALDO, Nick UK 3 76 74 67 70
T8 PERRY, Kenny USA 3 74 70 70 73
T10 EVANS, Gary UK 4 71 75 70 72
T10 GARCIA, Sergio ESP 4 73 71 70 74
T10 GOOSEN, Retief RSA 4 73 75 71 69
T10 OTTO, Hennie RSA 4 68 76 75 69
             
Weiters:            
T18 ELS, Ernie RSA 6 78 68 72 72
T18 NORMAN, Greg AUS 6 69 79 74 68
T18 WATSON, Tom USA 6 71 77 73 69
T22 HARRINGTON, Padraig RoI 7 75 73 74 69
T28 WEIR, Mike CAN 8 74 76 71 71
T43 BEEM, Rich USA 10 76 74 75 69
T46 BRIER, Markus AUT 11 76 71 74 74
T46 COUPLES, Fred USA 11 71 75 71 78
T53 McNULTY, Mark ZIM 12 79 71 77 69
T59 CLARKE, Darren UK 13 75 75 71 76
T59 MICKELSON, Phil USA 13 74 72 73 78
T72 DALY, John USA 19 75 74 74 80
T72 WOOSNAM, Ian UK 19 73 75 80 75



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