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| Final: |
20.7.2003 / 19:34 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
Ben Curtis Open-Sieger
Der 26-jährige US-Boy Ben Curtis gewinnt um einen Schlag die
132. British Open vor Thomas Björn und Vijay Singh. Tiger Woods
verzweifelt auf den Grüns und wird gemeinsam mit Davis Love
Vierter.
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Ben Curtis:
Vom Nobody zum Majorsieger
Foto: Golf-Live.at
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Für die British
Open qualifizierte sich Ben Curtis erst dank eines 13. Platzes bei
der Western Open vor 14 Tagen auf der US-Tour. Der 26-jährige Tour-Rookie
aus Columbus, Ohio, hatte bislang noch keine Bäume als Profi ausgerissen,
ist auch nur 142. der US-Geldrangliste - und hat erst einmal zuvor in
seiner Karriere auf einem typischen Links-Kurs gespielt. Der 1. große
Profisieg bringt ihm gleich unsterblichen Ruhm und ein Preisgeld von über
einer Million Euro.
Seine große spielerische Stärke, die Genauigkeit vom Tee zum Grün, half
ihm gewaltig bei seiner ersten British Open. Das war besonders am heutigen
Finaltag zu sehen, als Curtis völlig unbeachtet und unbelastet zur
Attacke in der Finalrunde blies. Auf den ersten 11 Löchern ging ihm auch
alles auf, er ließ den brutalen Openkurs von Royal St. George's mit sechs
Birdies wie eine leichte Übungswiese aussehen.
Das große Zittern begann an der 12...
... als Ben Curtis bei 5 unter Par lag, drei Schläge voran. Plötzlich begann
der Außenseiter mit vier Bogeys zwischen der 12 und
17 gehörig zu wackeln. Sein Endergebnis von 1 unter Par schien nicht
zum Sieg zu reichen.
Björn begräbt seine Chancen im Sand
Damit ermöglichte er es dem Dänen Thomas Björn, sich bei 4 unter
Par alleine an die Spitze zu setzen. Wo immer Björn in
Probleme kam, half ihm der Putter jedes Mal sicher wieder aus dem
Schlamassel heraus. Einen ersten Schlag seines komfortablen Vorsprungs
büßte Björn an der 15 ein, als er einen Potbunker am Fairway trifft. Am
Par 3 Nummer 16 trifft er neuerlich einen Bunker, attackiert direkt die
kurz gesteckte Fahne, der Ball rollt jedoch zweimal in den Sand zurück -
Doppelbogey. An der 17 verfehlt der Däne neuerlich das Grün, kann den Up
& Down wieder nicht machen. Mit Par an der 18 bleibt er einen Schlag
hinter Curtis zurück.
Tiger Woods büßte zwei Schläge an der 8 und 10 ein, hatte auf der
zweiten Hälfte der Runde gute Chancen (12, 13 und 16), die er aber nicht
nutzen konnte. Ein Bogey an der schweren 17, wo selbst er zu kurz bleibt,
radiert Tigers letzte Chancen aus. In der Endabrechnung fehlen ihm zum
ersten Majortitel 2003 zwei Schläge. Damit hat sich wieder
bestätigt: Tiger gewinnt Majors nur von der Pole Position aus!
Ernie Els scorte die 72 (1 über Par), verfehlte bei 6 über Par
deutlich die erfolgreiche Titelverteidigung.
Weitere Sieger am Finaltag
All seine Routine und Platzkenntnis spielte der Australier Greg Norman
(18. Platz) am Schlußtag aus, verlor im schweren Finish des Platzes nur einen Schlag.
Mit fünf Birdies bei zwei Bogeys setzte er die Bestmarke mit 68 Schlägen
am Finaltag, die auch vom Engländer Brian Davies erreicht wurde
(6. Platz)
Eine gute "Zwischenzeit" wurde auch von der US-Golflegende Tom
Watson gemeldet, der gemeinsam mit Markus Brier unterwegs ist: der
Amerikaner lag 3 unter nach 11 Löchern, verlor nur an der 17 einen
weiteren Schlag, klassiert sich mit 69 Schlägen am 18. Platz.
Mit einer der ersten Startzeiten sicherte sich Stewart Cink mit 68
Schlägen ebenfalls die beste Finalrunde. Die Basis dafür legte er mit
einem Eagle an der 7, mit drei Birdies und zwei Bogeys kam er auch gut
über die schweren zweiten 9 Löcher hinweg.
PGA-Champion Rich Beem bewies seine Hochform am Finaltag und das
auf einem Platz, der seinem Spiel nicht allzu sehr entgegenkommt. Nach
durchwachsenem Start lief der Amerikaner so richtig heiss, spielte Birdies
an der 4, 7, 12, 14 und 16, war damit unterwegs zur Runde der gesamten
Woche. Zwei Bogeys auf den Schlußlöchern verhinderten dies und brachten
ihm die gute 69 zum Abschluß (10 über Par, 43. Platz).
Pleiten, Pech und Pannen
Mit einer 80 kam mit John Daly ein ehemaliger British Open-Sieger
schwer unter die Räder. Doppelbogey an der 1 und 8 waren für den
Longhitter der Tiefpunkt der Runde. Noch einen Schlag mehr benötigte der
Australier Peter Lonard.
Wie schwer die zweiten 9 Löcher zu spielen sind, zeigte Phil Mickelson:
35 auf den ersten, 43 Schläge auf den zweiten 9. Darren Clarke benötigte
immerhin noch 40.
Die Löcher 15, 17 und 18, auf denen Markus Brier vier Shots
einbüßte, waren am Finaltag statistisch die drei Schwersten...
Endergebnis nach 4 Runden (Par 71):
| Platz |
Name |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
R3 |
R4 |
| 1 |
CURTIS, Ben
|
USA |
-1 |
72 |
72 |
70 |
69 |
| T2 |
BJÖRN, Thomas
|
DEN |
Par |
73 |
70 |
69 |
72 |
| T2 |
SINGH, Vijay
|
FJI |
Par |
75 |
70 |
69 |
70 |
| T4 |
LOVE III, Davis
|
USA |
1 |
69 |
72 |
72 |
72 |
| T4 |
WOODS, Tiger
|
USA |
1 |
73 |
72 |
69 |
71 |
| T6 |
DAVIS, Brian
|
UK |
2 |
77 |
73 |
68 |
68 |
| T6 |
JACOBSON, Fredrik
|
SWE |
2 |
70 |
76 |
70 |
70 |
| T8 |
FALDO, Nick
|
UK |
3 |
76 |
74 |
67 |
70 |
| T8 |
PERRY, Kenny
|
USA |
3 |
74 |
70 |
70 |
73 |
| T10 |
EVANS, Gary
|
UK |
4 |
71 |
75 |
70 |
72 |
| T10 |
GARCIA, Sergio
|
ESP |
4 |
73 |
71 |
70 |
74 |
| T10 |
GOOSEN, Retief
|
RSA |
4 |
73 |
75 |
71 |
69 |
| T10 |
OTTO, Hennie
|
RSA |
4 |
68 |
76 |
75 |
69 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
|
|
|
| T18 |
ELS, Ernie
|
RSA |
6 |
78 |
68 |
72 |
72 |
| T18 |
NORMAN, Greg
|
AUS |
6 |
69 |
79 |
74 |
68 |
| T18 |
WATSON, Tom
|
USA |
6 |
71 |
77 |
73 |
69 |
| T22 |
HARRINGTON, Padraig
|
RoI |
7 |
75 |
73 |
74 |
69 |
| T28 |
WEIR, Mike
|
CAN |
8 |
74 |
76 |
71 |
71 |
| T43 |
BEEM, Rich
|
USA |
10 |
76 |
74 |
75 |
69 |
| T46 |
BRIER, Markus
|
AUT |
11 |
76 |
71 |
74 |
74 |
| T46 |
COUPLES, Fred
|
USA |
11 |
71 |
75 |
71 |
78 |
| T53 |
McNULTY, Mark
|
ZIM |
12 |
79 |
71 |
77 |
69 |
| T59 |
CLARKE, Darren
|
UK |
13 |
75 |
75 |
71 |
76 |
| T59 |
MICKELSON, Phil
|
USA |
13 |
74 |
72 |
73 |
78 |
| T72 |
DALY, John
|
USA |
19 |
75 |
74 |
74 |
80 |
| T72 |
WOOSNAM, Ian
|
UK |
19 |
73 |
75 |
80 |
75 |
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