Russian Open
Le Meridien Moscow GC
Moskau, Russland
14. - 17. August 2003
Preisgeld: € 400.000

European Tour

 
2. Runde: 15.8.2003 / 18:23 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
Nur einer war besser

Österreichs Jungstar Martin Wiegele ist auch auf der European Tour nicht zu stoppen. Gleich bei seinem Debut in der ersten Euroliga liegt der Steirer zur Halbzeit bei 10 unter Par auf Platz 2. Auch Markus Brier schaffte dank einer 68er-Runde klar den Cut.


Martin Wiegele: 
Platz 2 beim Europa-Debut
Foto: Golf-Live.at

Es hat also nichts mit Finnland zu tun - Martin Wiegele ist einfach unglaublich gut. Das bewies der 25-jährige Grazer einmal mehr bei seinem Debut auf der European Tour in Moskau. Mit einer frühen Startzeit legte der für den GC Maria Lankowitz spielende Jungpro seinen 155 Konkurrenten einiges vor.

Bärenstark auf den Par 3

Basis für die brandheiße 66er-Runde waren wieder hervorragende Eisenschläge. So scorte Martin auf drei von vier Par 3 jeweils das Birdie, ein besonderes Kunststück. Auch bewies er einmal mehr seine Qualitäten als Longhitter, machte auch auf drei Par 5 jeweils Schläge gut. Das einzige Bogey passierte am längsten Par 4 (436 Meter) des Platzes. 

Mit 13 Birdies auf 36 Löchern am wasserdurchtränkten und daher besonders lang zu spielenden Platz in Moskau ist Wiegele der heißeste Spieler im Feld. "Heute war die Nervosität verflogen, daher die Steigerung", sieht Martin die Luft auch auf der European Tour nicht dünner als bei einem Challenger. 

Alter Rivale aus Amateurzeiten

Nur der Australier Marcus Fraser war, wie schon vor zwei Wochen in Finnland, um einen Schlag besser. Die beste Tagesrunde von 65 Schlägen, erzielt bogeyfrei mit sieben Birdies, bringt den Aussie auf ein Zwischenergebnis von 11 unter Par. "Fraser ist ein alter Rivale aus Amateurzeiten, hoffentlich matchen wir uns am Wochenende im Schlußflight", hofft Martin. 

Markus Brier bricht Birdiesperre

Markus Brier erwischte in der Nachmittagsgruppe einen hervorragenden Start, lochte gleich zwei Birdies auf den ersten 3 Löchern, brach damit endlich die hartnäckige Birdiesperre der letzten Zeit. Dank hervorragender Eisenschläge und sicherer Putts machte er auf Par 4 den meisten Boden gut. 

Nach 15 gespielten Löchern hatte sich der Wiener schon um fünf Schläge verbessert. Auf dem vorletzten Loch, einem Par 5, riskierte er zuviel, slicte seinen zweiten Schlag bei der Grünattacke ins Wasser, fing sich so das einzige Bogey des Tages ein. Die 68er-Runde ist jedoch die mit Abstand beste Leistung der letzten Wochen, die ihn bei 4 unter Par als 36. noch deutlich den Cut schaffen läßt. 

"Wieder habe ich 14 Grüns getroffen, war aber diesmal näher bei den Fahnen", erklärt sich Markus die Steigerung. "Wenn man aus vier, fünf Metern keine Birdies locht, dann vielleicht aus der halben Distanz". Da für den Wiener nur ein Top 10 bei der gering dotierten Russian Open zählt, heißt es noch viele Birdies am Wochenende spielen: "Der Platz hat etwas aufgetrocknet, daher werden die Scores immer besser, ich muß tiefe Runden schießen - halt genauso wie Martin!"

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Stand nach der 2. Runde (Par 72):

Platz Name Land Par R1 R2
1 FRASER, Marcus AUS -11 68 65
 T2 RYLES, David ENG -10 68 66
 T2 WIEGELE , Martin AUT -10 68 66
 T2 ELSON , Jamie ENG -10 69 65
 T5 EDFORS, Johan SWE -9 67 68
 T5 CARRILES, José M. SP -9 68 67
 T5 BRINK, Kalle SWE -9 69 66
 T8 DAVIS, Mark ENG -8 67 69
 T8 GUILLARD, Renaud FR -8 70 66
 T8 RASK, Joakim SWE -8 67 69
 T8 COLTART, Andrew SCOT -8 69 67
         
Weiters:        
T15 SIMSEK, Erol GER -6 70 68
T15 VANHOOTEGEM, Nicolas BEL -6 66 72
T36 BRIER, Markus AUT -4 72 68
 T36 STRÜVER, Sven GER -4 70 70
         
Cut verpaßt (-2):        
T78 LEMESURIER, Martin ENG -1 72 71
T91 BARAKA , Kariem GER Par 72 72
T101 JONZON, Michael SWE 1 71 74
 T115 BOURDY, Gregory FR 2 74 72
T123 HUTCHEON, Greig SCOT 3 77 70
T129 HUGO , Jean SA 4 75 73



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