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24.9.2003 / 7:22 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
Pack die Pudelmütze
ein
Kälte, Wind und Regen erwartet Markus Brier bei der Dunhill Links Championship. Doch bei einem Preisgeld von 4,2 Millionen Euro beißt man gerne die Zähne zusammen, um auf den klassischen Plätzen von St. Andrews, Carnoustie und Kingsbarns das restliche Preisgeld für die Tourkarte zusammenzukratzen. |

Markus Brier:
Golf extrem in Schottland
Foto: Golf-Live.at
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Die Trainingsrunden in Carnoustie und Kinsgbarns gaben schon einen Vorgeschmack, was
Markus Brier an diesem Wochenende erwartet: knapp über 10 Grad, stürmischer Wind, dazwischen Regen, "gut das ich meine Pudelmütze mithabe, ohne die gehts hier nicht", berichtete ein durchgefrorener Markus Brier von seinen ersten Eindrücken aus dem Mekka des Golfsports. Die Dunhill Links Championship ist ein einzigartiges Abenteuer für die besten Golfpros Europas, für das man gerne einige Unannehmlichkeiten in Kauf nimmt. Nach der British Open ist dies der teuerste Event, den Markus Brier in diesem Jahr spielen darf. Nur mit einer höchst willkommenen Einladung rutschte der Österreicher in das Feld der 168 Pros hinein.
Nur 60 von 168 Pros im Cut
Gespielt wird auf den Links-Klassikern von St. Andrews, Carnoustie und Kingsbarns, wobei jeweils ein Pro mit einem Amateur ein Team bildet. Das Feld der 168 Pros und 168 Amateure wird auf die drei Plätze aufgeteilt und spielt dort jeweils eine Runde von Donnerstag bis Samstag. Die besten 60 Pros qualifizieren sich für die Finalrunde am Sonntag in St. Andrews, die besten 70 erhalten einen Anteil am fürstlichen Preisgeld von 4,2 Millionen Euro. "Alleine den Cut zu schaffen ist aufgrund des vergrößerten Feldes schwerer als sonst, aber dann wird es lukrativ", hofft der Österreicher am Sonntag unter den 60 Glücklichen zu sein, die einen Preisgeldscheck erhalten. Schon ein 40. Platz würde jene 20.000 bis 25.000 Euro bringen, die noch auf die Tourkarte fehlen.
Ein Abschneiden ähnlich wie im Jahr 2001, bei der erstmaligen Austragung der Links Championship, würde Brier schon freuen. Damals lag er nach drei Runden in den Top 30, fiel aber am Finaltag noch auf Platz 56 zurück. Im Vorjahr gab es mit Platz 101 keine Chance auf den Cut.
Brier recht gut mit Links
Ein 46. Platz bei der British Open nach einer mörderischen Qualifikationsmühle ist ein Indiz dafür, dass Österreichs Paradegolfer das typisch englische Links-Golf liegt. Viel Improvisation, Arbeiten mit dem Wind, ein feines Händchen, all das sind Attribute, die hier verlangt und von Brier sicher mitgebracht werden. "Schön brav Pars spielen, solide durchkommen", ist die Taktik unserers Routiniers der weiß, dass hier eher Survival-Test als Birdiehatz angesagt ist. Der Wetterbericht für das Wochenende ist äußerst schlecht, mit Unterbrechungen und stundenlangem Herumsitzen im Clubhaus ist daher zu rechnen. "Das Turnier ist ein Wahnsinn, das abenteuerlichste im ganzen Jahr", konnte Brier diesbezüglich schon einige Erfahrungen sammeln. Carnoustie gilt als der schwerste Platz, obwohl heuer das Rough nicht ganz so hoch ist, "wahrscheinlich damit die Amateure hier überleben können". In Kingsbarns mit seinen breiten Fairways macht man am ehesten sein Score.
Von Vijay Singh bis Franz Klammer
Die Führenden der Ranglisten in Amerika, Vijay Singh, und in Europa,
Ernie Els, sind die Topstars bei der Links Championship. Darren Clarke, Padraig Harrington, Colin Montgomerie, Nick Price, Thomas Björn
und Adam Scott zählen ebenso zu den Favoriten. Eher als Aufputz gilt der Sieger des letzten Majors,
Shaun Micheel, der zugibt, erstmals in Europa Golf zu spielen und daher schottisches Linksgolf nur vom Hörensagen kennt. Wesentlich mehr Erfahrung bringen da schon einige Amateure wie
Nigel Mansell oder auch Franz Klammer mit, die bereits zum dritten Mal für dieses Turnier nach St. Andrews gekommen sind.
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