AmEx Championship
Capitol City Club, Atlanta, USA
2. - 5. Oktober 2003
Preisgeld: € 5,100.000

European Tour

 
1. Runde: 3.10.2003 / 03:47 MEZ
Golf-Live.at / E. Anderson

Sergio Garcia
Foto: Golf-Live.at


El Ninjo kann wieder lachen

Sergio Garcia hatte es zuletzt das sprichwörtliche Lachen verschlagen. Nach Schwungänderung und Putt-Krise führt der Spanier mit 65 Schlägen bei der Amex Championship. Titelverteidiger Tiger Woods lauert aber schon auf Platz 4.

Unter den gestrengen Augen seines Vaters hatte Sergio Garcia in den letzten Monaten viel an seinem Schwung gebastelt und fast in logischer Folge komplett sein Spiel verloren. Nur zwei Top 10-Finishes gelangen Spaniens Superstar im heurigen Jahr, in der Weltrangliste fiel er auf den 20. Platz zurück. Nachdem sein langes Spiel endlich konsolidiert war, gelang plötzlich beim Putten nichts mehr. Aus dem Teufelskreis beginnt sich der hochtalentierte Garcia langsam wieder zu befreien.

Bei der Amex Championship in Atlanta zeigte Garcia im Feld der 72 besten Spieler der Welt ausgerechnet auf einem der schwersten Plätze der Saison seine Klasse. Ohne ein einziges Bogey turnte sich El Ninjo durch die trickreichen Doglegs und kam mit den superschnellen und harten Grüns so gut zurecht wie kein anderer. Sein Score von 65 Schlägen (5 unter Par) sollte das beste des Tages bleiben. "Ich fühle mich auf schweren Plätzen immer wohler, weil es dann kein reiner Puttwettbewerb ist", erklärte Garcia seine Führung, um gleich vor zuviel Euphorie bei seinen Fans zu warnen: "Es ist noch nicht alles zuckersüß, und ich werde nicht jede Woche gewinnen". 

Woods mit großen Zielen

Dafür könnte auch Tiger Woods sorgen, der Weltranglistenerste präsentierte sich nach einem Monat Pause in glänzender Form. Der Titelverteidiger hatte erstmals seinen neuen Nike-Driver Ignite im Bag, verfehlte damit zwar 7 von 12 Fairways, aber diese immerhin 280 Meter vom Tee entfernt. "Der neue Driver verzeiht weit mehr und ich kann damit den Ball viel besser steuern", zeigte sich der Tiger höchst angetan von seinem neuen Arbeitsgerät. Hauptverantwortlich für seine 67er-Runde (3 unter Par) waren aber hervorragende Recovery-Shots und auch einige gute Putts, so wie jener an der 18, der aus 11 Metern mitten hinein ins Schwarze traf. Der vierfache Saisonsieger muß auch noch kräftig Gas geben, um nach einer "Majorlosen" Saison wenigstens einige seiner Ziele zu erreichen: Spieler des Jahres zu werden und die US-Preisgeldrangliste zu gewinnen.

Die engsten Verfolgers von Garcia sind jedoch der schwergewichtige Tim Herron sowie Rocco Mediate. Die beiden Amerikaner spielten jeweils eine 66. Positiv überraschen konnten aus europäischer Sicht auch Schwedens junger RyderCupper Niclas Fasth sowie der Spanier Ignacio Garrido, die auf Platz 6 kamen. 

Der einzige Deutsche im Feld, Alex Cejka, ist als 13. bei Even Par hervorragend im Rennen. Wenig gelang dagegen neuerlich Colin Montgomerie mit 4 über Par (Platz 46).
 

Stand nach der 1. Runde (Par 70):

Platz Name Par R1
1 Sergio Garcia -5 65
T2 Tim Herron -4 66
T2 Rocco Mediate -4 66
T4 K.J. Choi -3 67
T4 Tiger Woods -3 67
T6 Ignacio Garrido -2 68
T6 Niclas Fasth -2 68
T8 Loren Roberts -1 69
T8 Mike Weir -1 69
T8 Jyoti Randhawa -1 69
T8 Peter O'Malley -1 69
T8 Darren Clarke -1 69
T13 Phillip Price E 70
     
Weiters:    
T13 Alex Cejka E 70
T13 Vijay Singh E 70
T24 Ernie Els 1 71
T24 Fred Couples 1 71
T24 Padraig Harrington 1 71
T32 Lee Westwood 2 72
T37 Phil Mickelson 3 73
T37 David Toms 3 73
T37 Retief Goosen 3 73
T46 Colin Montgomerie 4 74
T46 Thomas Bjorn 4 74
T46 Davis Love III 4 74
T54 Justin Rose 5 75



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