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8.10.2003 / 08:03 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |

Markus Brier:
Foto: Golf-Live.at |
Vom letzten Startplatz
Golf ist kein Autorennen, sowohl vom ersten wie vom letzten Startplatz beginnen alle bei Even Par. Markus Brier hatte das Glück des Tüchtigen, dass er bei der Dutch Open überhaupt mit dabei ist, um beim viertletzten Turnier des Jahres, das fürs Ranking zählt, fehlendes Preisgeld für die Tourkarte zu sammeln. Denn auch in der Order of Merit hält er derzeit den letzten Qualifikationsplatz.
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Die European Tour hatte ein Einsehen mit jenen
Tourqualifikanten, die aufgrund des auf 120 Startplätzen limitierten
Teilnehmerfelds bei der Dutch Open hätten zusehen müssen.
Deshalb wurde das Feld um 6 Starter aufgestockt, Markus Brier bekam aus
diesem Kontingent das letzte Ticket. Auch in der Volvo Order of Merit hält der
Österreicher derzeit als 116. defakto den letzten Platz, der für die neue
Saison gut genug ist, da der Engländer Luke Donald, derzeit 110. im
Ranking, aufgrund zu weniger Turnierteilnahmen in Europa aus der Wertung
genommen wird.
Ein paar Hunderter entscheiden über die Tourkarte
Das Thema "Tourkarte oder Tourschool" wird für Markus sprichwörtlich
zur Groscherlpartie: 4.600 Euro mehr am Konto würden ihn gleich um 5
Plätze aufrücken lassen. "Derzeit ist es unmöglich zu sagen, wie
viel Preisgeld ich noch brauche. Daher versuche ich das Thema so gut es geht zu
ignorieren und mich voll auf das Spiel zu konzentrieren", hat Markus Brier
vorläufig den Taschenrechner zur Seite gelegt.
Auch heuer wird die Dutch Open in Hilversum ausgetragen, den Platz kennt der Österreicher
bereits aus dem Vorjahr, wo er immerhin 42. wurde. Der mit 6.050 Metern sehr
kurze Parklandkurs gilt als einer der engsten auf der Tour, vor allem auf drei
elendslangen Par 4 werden die ans Fairway heranreichenden Baumreihen zum
Problem. Zwei kurze Par 5 bringen den Longhittern keine Vorteile: "Den Ball
defensiv ins Spiel bringen und gute Wedges ins Grün schlagen", lautet das
einfach klingende Erfolgsrezept. Doch die schmalen Fairways und teils sehr
kleinen Grüns müssen erst getroffen werden. Nach den starken Regenfällen der
letzten Tage steht der komplette Platz unter Wasser, aufgrund des Sturms war am
Dienstag kaum an ein Training zu denken. "Zum Glück kenne ich den Platz
sehr gut, weil mehr als eine halbe Trainingsrunde war nicht drinnen". Beim
ProAm am Mittwoch ist der Wiener ebenfalls nicht dabei.
Dutch Open ohne Top 10-Starter
Eine Woche nach der American Express Championship sind die Stars der europäischen
Tour noch nicht aus Amerika zurück, der Engländer Brian Davis ist bei
der Dutch Open als 11. der Order of Merit der prominenteste Teilnehmer. Mit
1 Million Euro zählt das Turnier auch zu den kleineren in Europa. Der Nürnberger
Tobias Dier verteidigt in Hilversum den Titel aus dem Vorjahr, als er mit einer
60 zum Auftakt den Grundstein zum Erfolg legte.
Markus Brier startet am Donnerstag mit der letzten Startzeit um 14:15 MEZ
vom 1. Abschlag.
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