World Match Play Championship
Wentworth GC 
Surrey, England
16. - 19. Oktober 2003
Preisgeld: € 3,470.000

European Tour

 
2. Runde: 17.10.2003 / 19:53 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl

Ernie Els:
Foto: Golf-Live.at


Favoriten mit Mühe weiter

Aus dem Spaziergang wurde Knochenarbeit über 36 und 38 Löcher. Ernie Els rang seinen Landsmann Clark erst am Schlußloch nieder, während Vijay Singh gegen Shaun Micheel gar über zwei Extralöcher gehen mußte. Thomas Björn und Ben Curtis kamen dagegen locker ins Semifinale. 

Titelverteidiger Ernie Els fühlte sich lange Zeit als Hausherr in Wentworth beim Viertelfinale der World Match Play Championship so richtig wohl. Gleich neben dem 16. Grün besitzt er ein schmuckes Häuschen, spazierte nach dem Frühstück daheim gemütlich zur scheinbar leichten Partie gegen seinen südafrikanischen Landsmann Tim Clark. Der kurz, aber gerade schlagende Tim hatte den Tee-Shots und brillianten Putts seines prominenten Landsmannes anfangs nichts entgegenzusetzen, lag nach 25 von 36 Löchern schon fünf Down. Doch dann begannen die Monsterdrives von Ernie viel Slice anzunehmen, Clark nutzte die Schwäche mit dem Rücken zur Wand stehend aus, gewann ab der 31. Bahn gleich vier Löcher in Folge. Erst an der 18 sicherte sich Els mit einem Birdie gegen das Par von Clark den Aufstieg ins Semifinale.

Singh macht Überstunden

Die Nummer 2 der US-Rangliste, Vijay Singh, hatte noch mehr zu kämpfen. Gegen PGA-Champion Shaun Micheel lag der baumlange Mann aus Fidschi nach 13 Löchern schon 3 Down, war sichtlich irritiert, dass ihn Micheel ein um das andere Mal ausdrivte. Erst nach dem Lunch drehte Singh auf, erkämpfte seinerseits die Führung mit 1 Auf, die Micheel wieder am 32. Loch ausglich. Nach den regulären 36 Löchern stand es "All Square", Extralöcher mussten über den Aufstieg entscheiden. Dort patzte Micheel am zweiten Extraloch, einem Par 3, schied mit einem Bogey unglücklich aus.

Björn mausert sich zum Geheimfavoriten

Überraschend wenig hatte Masters-Champ Mike Weir der Kampfkraft von Thomas Björn entgegenzusetzen. Der kanadische Linkshänder wirkte saft- und kraftlos, konnte nur 10 Löcher lang mithalten, ehe er Schritt für Schritt zurückfiel. Am 32. Loch konnte Björn mit einem Birdie den Sack zumachen, gewann mit 5 & 4.

Im Match der amerikanischen Underdogs, British Open Sieger Ben Curtis gegen Chad Campbell, setzte sich etwas überraschend und vor allem deutlich Ben Curtis durch. Lange Zeit war das Match offen, erst am Nachmittag drehte Curtis auf und siegte mit 5 & 3.


Semifinal-Partien am Samtag:

Ernie Els - Vijay Singh
Ben Curtis - Thomas Björn


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