The Seve Trophy
Campo de Golf Parador El Saler, 
Valencia, Spanien
6. - 9. November 2003
Preisgeld: € 2,200.000

European Tour

 
2. Runde: 7.11.2003 / 17:51 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl

Lee Westwood:
Foto: Golf-Live.at


Britische Pfundskerle

Lee Westwood, Paul Casey und Justin Rose sorgten für eine 3 Punkte-Führung zur Halbzeit bei der Seve Trophy. Alex Cejka und Fredi Jacobson hielten mit starken Leistungen bei den Fourballs den Rückstand der Europäer in erträglichen Grenzen. 

Auf einem der besten Links-Kurse des Kontinents fühlten sich die Gäste von der britischen Insel auch am zweiten Spieltag bei den Fourballs wie zu Hause. Im spanischen El Saler verloren alle fünf Hausherren ihre Matches, was wohl hauptverantwortlich für den klaren Zwischenstand von 6,5 : 3,5 Punkten zur Halbzeit der Seve Trophy ist.

Lee Westwood war im Team mit David Howell der überragende Spieler im ersten Fourball-Match (jedes spielt seinen eigenen Ball, das bessere Score zählt für das Team nach Matchplay-Regeln). Mit zwei Eagles auf den Par 5 demoralisierte der englische Longhitter seine Gegner, die mit Thomas Björn und Sergio Garcia auch nicht gerade Shorties stellten. Mit einem Birdie an der 15 sorgte Westwood bereits früh für den 5 & 3 Sieg.

Cejka erspielt bereits seinen 2. Punkt

Mit einer sensationell soliden Leistung machten Alex Cejka und Raphael Jacquelin den Europäern wieder Hoffnung. Vor allem der Deutsche erwischte einen großartigen Tag mit den Eisen, lochte drei entscheidenden Birdies auf den Par 4, die letztlich für den 2 & 1 Sieg reichen sollten. Immerhin schlugen die beiden Underdogs Colin Montgomerie und Paul Lawrie, die an zwei Spieltagen nur einen halben Punkt zum Teamergebnis beisteuerten - besonders bitter für den ehrgeizigen britischen Captain.

Brian Davis und Paul Casey linderten Montis Schmerzen schon sehr bald mit einem Sieg im Ausmaß von 2 Auf gegen Jimenez / Garrido. Paul Casey lochte an der 17 aus dem Grünbunker über 25 Meter zum Birdie und brachte so den Punkt für die Briten ins Trockene. Miguel-Angel Jimenez hatte lange Zeit gut dagegen gehalten, während Ignacio Garrido herzlich wenig für sein Team gelang. 

Captain Ballesteros weiterhin punktelos

Justin Rose und Ian Poulter ließen Jose-Maria Olazabal und Seve Ballesteros nicht den Funken einer Chance, lagen bereits nach 11 Löchern 5 Auf. Vor allem Europas Captain fand keine Fairways und gewann nur ein einziges Loch. Olazabal alleine konnte die beiden britischen Jungstars nicht im Zaum halten. Ian Poulter lochte an der 17 den Birdieputt zum 3 & 1-Sieg.

Für das spannendste Match des Tages sorgten jedoch die beiden Schwedenbomber Niclas Fasth und Fredi Jacobson. Sie lieferten Padraig Harrington und Phillip Price ein packendes Kopf an Kopf-Rennen, wobei vor allem Harrington mit drei Birdies in Folge im Finish gewaltigen Druck ausübte. Am Schlußloch mußte Niclas Fasth aus 8 Metern vom Vorgrün zum Birdie lochen, um den Sieg mit 1 Auf zu sichern. Somit hielten die Kontinentaleuropäer den Rückstand bei 3 Punkten noch halbwegs in Grenzen. 

Am Samstag stehen jeweils 4 Fourball- und 4 Foursome-Matches auf dem Programm, bevor es am Sonntag in die wohl entscheidenden 10 Einzel geht.


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