The Seve Trophy
Campo de Golf Parador El Saler, 
Valencia, Spanien
6. - 9. November 2003
Preisgeld: € 2,200.000

European Tour

 
Final: 9.11.2003 / 20:21 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl

Colin Montgomerie:
Foto: Golf-Live.at


Pfund schlägt Euro

Ein Unentschieden in den abschließenden Singles reichte dem Team von Großbritannien und Irland zum 15 : 13 Sieg gegen die Europäer vom Kontinent. Captain Colin Montgomerie verfügte dabei über das ausgeglichenere Team, in dem Padraig Harrington den Sieg fixierte.

Der Tag begann für das Team von Seve Ballesteros mit zwei Punkten Rückstand, der fünf Minuten vor Spielbeginn auf drei Zähler anwuchs. Thomas Björn mußte wegen eines steifen Nackens w.o. geben, Paul Casey fuhr kampflos den ersten Punkt für das britische Team ein.

Im ersten Match zwischen den beiden Captains wollte Colin Montgomerie eigentlich gemütlich einem leichten Sieg entgegenspielen, doch der "Stier von Pamplona" zeigte anfangs seine Hörner: Seve Ballesteros lag überraschend nach 7 Bahnen 2 Auf, bevor Montie Ernst machte und die nächsten 7 Löcher in Serie gewann. Am 14. Grün war der zweite von viereinhalb Punkten im Trockenen, die das britische Team benötigte.

Im zweiten Single schwächelte überraschend Alex Cejka gegen David Howell, obwohl der Deutsche an den Vortagen vier Punkte in Folge holte. Erst am 18. Grün fixierte Howell allerdings den dritten Punkt für die Briten. 

Jacobson läßt Hoffnung aufkommen

Mit einer bärenstarken Vorstellung auch gegen Lee Westwood avancierte Fredrik Jacobson zum erfolgreichsten Spieler der Seve Trophy, lag von Beginn an gegen Westwood in einem hat umkämpften Single voran und lochte erst an der 17 den entscheidenden Birdieputt zum 2 & 1-Erfolg. 

Von den viel geschmähten Hausherren sorgte Ignacio Garrido spät aber doch für einen Erfolg in Valencia. Nach anfänglichem Rückstand kam Garrido gegen Paul Lawrie nach einem Birdie an der 3 in Fahrt und zog kontinuierlich dem Schotten die Daumenschrauben an. Am 16. Grün sicherte sich der Spanier mit 3 Auf endgültig den Sieg.

Harrington locht Birdieputt zum Titelgewinn

Die Vorentscheidung brachte dann Justin Rose für sein Team mit einem ungefährdeten Sieg gegen Raphael Jacquelin, der so wie sein Fourball-Partner Alex Cejka alleine nicht an seine Form der Vortage anschließen konnte. Rose ging mit einem Birdie an der 2 in Führung und machte den Sack an der 16 endgültig zu. Somit benötigte das britische Team nur noch einen halben Punkt, den Padraig Harrington mit einem Birdie am 18. Grün gegen Jose Maria-Olazabal sicherte. 

Die Ehrenrettung der Spanier in Form von Siegen sowohl von Sergio Garcia (4 & 3 gegen Phillip Price) als auch von Miguel-Angel Jimenez (2 & 1 gegen Brian Davies) kam zu spät. Nachdem Niclas Fasth und Ian Poulter ihr Single teilten, stand das Endergebnis von 15 : 13 Punkten zugunsten des britischen Teams fest. Damit verteidigen Colin Montgomerie & Co. ihren Titel von Druids Glen 2002 mit Erfolg, stellen im Duell gegen Kontinentaleuropa auf 2:1. "Jeder hat etwas zum Erfolg beigetragen, zumindest einen halben Punkt beigesteuert," freute sich Colin Montgomerie über ein ausgeglichen starkes Team. 

Seve Ballesteros nahm die Heimniederlage von Valencia mit Humor: "Das einzige Problem ist das Resultat. Ich habe meine Spieler schon zum Üben geschickt", meinte der Pate des innereuropäischen Vergleichskampfes. Ob der punktelos gebliebene Captain danach selbst auf die Driving Range ging, ist nicht bekannt ...


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