US PGA Tour

Sony Open in Hawaii
Waialae Country Club, 
Honolulu, HI
15. - 18. Jänner 2004
Preisgeld: US$ 4,800.000

 
1. Runde: 16.1.2004 / 5:41 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl

Michelle Wie: 
Foto: Golf-Live.at


"Honolulu Baby" spielt voll mit  

Die erst 14-jährige Michelle Wie überstrahlte die US-Stars zum Auftakt der Sony Open, zeigte mit 72 Schlägen (2 über Par) ihr Potential für die Zukunft. Carlos Franco führt mit 63 Schlägen.

Vom Tee war "Big Wiesy" gleich um 10 Meter länger als ihr Flightpartner Craig Bowden, die 14-jährige Michelle Wie mußte so wie Annika Sorenstam und Suzy Whaley im Vorjahr von der Herren-Tees bei der Sony Open abschlagen. Probleme mit den Drives hatte das aus Honolulu stammende Powergirl bei ihrem sensationellen Gastspiel auf der US-Tour keine, schon eher mit den Annäherungsschlägen und daraus folgend aus dem Bunker, wo sie sich fünf Bogeys einfing. Die 3.000 Zuschauer, die mit Michelle Wie auf der Runde mitgingen, sorgten dennoch für Ryder Cup-ähnliche Stimmung, was das Wunderkind aber locker wegsteckte: 

"Ich spiele besser, je mehr Leute mit mir mitgehen", meinte Michelle keck, und ihr Spiel bewies das durchaus. Drei starke Birdies lochte sie, ging an der 12 eins unter Par und rettete mit einem 6 Meter-Birdie an ihrem Schlußloch, der 9, die 72er-Runde. Bei 2 über Par klassierte sie sich vorläufig am 105. Platz, zwei Schläge außerhalb der Cutlinie, ließ damit aber Stars wie Adam Scott und Scott Hoch hinter sich. "Ich glaube, das war ziemlich gut," war Big Wiesy mit ihrer Leistung sehr zufrieden. Dennoch dürfte sie so wie Sorenstam und Whaley den Cut verpassen, das wird die Wiesy-Show am Freitag dennoch nicht stoppen.

Großvater mit Enkel auf der Tour 

Die US-Stars, die allesamt ihre Väter, teilweise sogar ihre Großväter sein könnten, zollten der 14-jährigen dennoch Respekt: "Wie hat mich 100 Mal mehr beeindruckt als Annika beim Colonial", meinte Jesper Parnevik stellvertretend für seine Kollegen.

Der Auftritt der jüngsten Spielerin, die jemals bei einem Turnier der US PGA-Tour abschlagen durfte, überstrahlte die Fabelrunde von 63 Schlägen, die Carlos Franco zum Auftakt in Honolulu hinlegte. Ein Eagle an der 9 sowie fünf Birdies waren die Hightlights einer absolut fehlerlosen Leistung des Routiniers aus Paraguay. Parnevik sorgte erstmals seit längerer Zeit für sportliche Schlagzeilen mit der zweitbesten Tagesrunde von 65 Schlägen. Die beiden Young Guns Aaron Baddeley und Luke Donald teilen sich mit vier weiteren Spielern den 3. Platz bei 4 unter Par.


Stand nach der 1. Runde (Par 70):

Platz Name Par R1
1 Carlos Franco -7 63
2 Jesper Parnevik -5 65
T3 Craig Barlow -4 66
T3 Ted Purdy -4 66
T3 David Ishii -4 66
T3 Stephen Ames -4 66
T3 Aaron Baddeley -4 66
T3 Luke Donald -4 66
T9 Tom Pernice, Jr. -3 67
T9 Jonathan Byrd -3 67
T9 Paul Azinger -3 67
T9 Jonathan Kaye -3 67
T9 Brenden Pappas -3 67
T9 Daniel Chopra -3 67
T9 Jim Furyk -3 67
T9 Ernie Els -3 67
T9 Retief Goosen -3 67
     
Weiters:    
T26 Richard S. Johnson -2 68
T26 Charles Howell III -2 68
T41 Vijay Singh -1 69
T59 Davis Love III E 70
T81 Darren Clarke 1 71
T105 Michelle Wie 2 72
T116 Scott Hoch 3 73
T116 Adam Scott 3 73
T126 Carl Pettersson 4 74



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