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Justin Rose:
Foto: Golf-Live.at |
Rose bleibt auf Titelkurs
Von den Patzern von DiMarco, Choi und Co. profitiert Justin Rose,
der bei 6 unter Par vor Alex Cejka und Olazabal führt. Tiger Woods
holte mit drei späten Birdies mächtig auf.
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Sonne, 20 Grad und beinahe Windstille: Kaiserwetter begleitete die Spieler am
zweiten Spieltag des US Masters in Augusta.
1. Runde: Tiger schafft sein erstes Birdie
18 Stars, darunter Tiger Woods, Ernie Els, Mike Weir, aber auch Alex
Cejka, mussten um 8:00 Ortszeit (14:00 MEZ) ihre Auftaktrunde fertig
spielen, die aufgrund der Gewitterpause gestern abends nicht mehr beendet werden
konnte. 1. Spieltag: >> Rose blüht auf
in Augusta
Was Tiger Woods am ersten Tag auf 14 Löchern nicht gelungen ist,
schaffte er Freitag zeitig früh auf Anhieb: sein erstes Birdie des Turniers,
gelocht am Par 5 der 15. Bahn. Den Rest zur 75 (3 über Par) spielte der
28-jährige Superstar in Par, geht somit acht Schläge hinter Rose in die zweite
Runde.
Ernie Els und Alex Cejka spielten sicher ihr Par an der 18 und
scorten zum Auftakt jeweils die 70er-Runde, die für den geteilten 4. Platz gut
ist.
2. Runde: DiMarco und Rose kämpfen um die Führung
Chris DiMarco blieb auf seiner zweiten Runde lange Zeit als einziger Spieler
im Feld ohne Schlagverlust. Das Par 3 der 6. Bahn, wo er gestern sein Hole In
One spielt, brachte ihm auch am Freitag Glück - diesmal wird es "nur"
ein Birdie, das ihn jedoch beflügelt und zwei weitere Schlaggewinne in Folge
nach sich zieht, der Amerikaner übernimmt die Führung. Seine unglaubliche
Serie sollte ausgerechnet an der 13 abreissen: nach 30 Bahnen ohne Fehl und
Tadel erwischt es DiMarco auf diesem Par 5 gleich mit einem Doppelbogey, dem er
ein Bogey folgen läßt. Somit fiel er mit 74 Schlägen auf 2 unter Par und Platz
6 zurück.
Auftaktleader Justin Rose erwischte keinen Traumstart, statt früher
Birdies gab es Langeweile mit einer Serie von vier Pars. obwohl er seine Chancen
hatte. Einzig am langen Par 4
der 5. Spielbahn klappte es mit dem Birdie, das ihn gleichauf mit DiMarco wieder
auf
Platz 1 brachte. Seinen ersten Schlagverlust an der 11 kontert der jüngste
Spieler im Feld mit einem Birdie - bleibt im gefährlichen Finish von Augusta
National dank des fast fehlerfreien langen Spiels ohne Schlagverlust. Die 71 genügt ihm um zur Halbzeit seine Führung
zu verteidigen (6 unter Par). "Natürlich wird es schwerer und
schwerer", sieht der Halbzeitleader den Druck für die Finaltage steigen,
"aber jede gute Runde hier gibt mir mehr Selbstvertrauen".
Europäer geben weiter den Ton an
Die Europäer dominierten auch den zweiten Spieltag in Augusta, mit Rose,
Cejka und Olazabal stellt der alte Kontinent die ersten 3 am Leaderboard:
"Wir sind alle wirklich gut rund ums Grün", erklärte sich Jose Maria
Olazabal die gute Performance: "Ein hoher Wedge-Shot ist nicht immer der
Richtige, wir spielen viel mehr den chip-and-run oder putten vom Vorgrün".
Besonders stark in Europas Masters-Phalanx waren die beiden Deutschen Alex Cejka
und Bernhard Langer, die nicht souverän den Cut schafften, sondern nach wie vor
um den Sieg mitspielen:
>> Cejka & Langer
mischen mit.
Jose Maria Olazabal lochte einen langen Eagle-Putt an der 13, dem er Birdies auf
den nächsten beiden Löchern folgen ließ. Mit diesem Endspurt sicherte sich
der zweifache Masters-Champion die 69er-Runde, die ihn zu Cejka und Platz 2 bei
4 unter Par aufschließen ließ.
Tiger bringt sich spät aber doch ins Spiel
Mit seinem zweiten und dritten Birdie des Turniers (2. und 4. Bahn) machte Tiger
Woods am Freitag weiter Terrain gut: so wie im Vorjahr mußte die Nummer 1
in Augusta hart um den Cut kämpfen. An der
teuflischen 7 mit den gefährlichen Grünbunkern erwischte es ihn mit einem
Bogey, nach einem verschobenen leichten Par-Putt an der 11 fällt Tiger neuerlich auf 3 über Par zurück.
Tiger entsorgt seinen Ball im Teich, mit dem neuen geht es sofort besser. An der
13 versenkt er einen Birdieputt aus 13 Metern, am nächsten Par 5 der 15
verbessert er sich mit einem leichten Chip&Putt-Birdie. Nach einem perfekten
Schlag ins Grün an der 16 spinnt der Ball 14 Meter zurück, doch neuerlich
richtet es der Tiger mit dem Putter, versenkt den Ball zum nächsten Birdie. An
der 18 übersteht er noch einen wilden Drive, bringt sicher die 69 ins Clubhaus:
"Baby Steps! Heute wollte ich mich auf Even Par verbessern. Jetzt bin ich
noch immer dabei", rechnet sich die Nummer 1 noch alle Chancen aus.
Phil Mickelson begeisterte die Fans mit der wohl besten Leistung auf den
schweren Back 9. Der Linkshänder zeigte bei seinem 46. Majorstart einen kühlen
Kopf und ein feines Händchen, lochte drei schwere Birdieputts auf den letzten 7
Löchern zur 69er-Runde, die ihn bis auf Platz 4 vorbrachte: "Gut spielen
und mir eine Chance geben: Golf hat mir schon lange nicht mehr so viel Spaß
gemacht", freut sich "Lefty" auf das Wochenende.
Davis Love III stellte mit 67 Schlägen die bislang beste Turnierrunde
von Justin Rose ein, ein Eagle an der 15 half dem Amerikaner sehr, der sich bei
2 unter Par auf Platz 6 verbessete.
Am größten Sprung nach vorn war am Freitag jedoch der Koreaner K.J. Choi.
Sechs Birdies auf den ersten 9 Löchern - insgesamt schon 10 auf den letzten 16
- spülten den bulligen Koreaner unwiderstehlich an die Spitze. Erst ein Bogey
an der 10 brachte Sand ins Getriebe des Longhitters, der nicht unbedingt für
sein feines Händchen bekannt ist. Drei weitere sollten folgen - 30 Schläge
für die Front 9, 40 Shots auf den
Back 9 - mit 70 Schlägen hält sich Choi bei 3 unter Par im Spitzenfeld.
Clarke und Montie auf der Verliererstraße
Viel gewollt, aber nichts erreicht haben die gestern noch so starken britischen
Routiniers: Colin Montgomerie scorte eine desaströse 80,, Darren Clarke
ging es mit der 79 auch nicht besser, beide fielen nicht nur aus den Top 10,
sondern auch klar aus dem Cut heraus.
Keine Chancen auf den Cut hatte Titelverteidiger Mike Weir nach Runden von
79 und 70 Schlägen, Adam Scott, Thomas Björn und Ian Woosnam
sind ebenfalls ausgeschieden. Das kleinste mögliche Feld von 44 Spielern,
die alle innerhalb von 10 Schlägen liegen, qualifizierte sich für das
Wochenende.
Emotionaler Abschied von Arnold Palmer
Der zweite Spieltag in Augusta stand aber auch ganz im Zeichen der 50. und
letzten Teilnahme von Golflegende Arnold Palmer. Der 74-jährige
vierfache Masters-Champion konnte sich unter den Standing Ovations der Zuschauer
kaum auf sein Spiel konzentrieren, hatte immer wieder mit den aufsteigenden
Tränen zu kämpfen: "Es war ein unglaublich schönes Erlebnis, aber mit
meinem Score bin ich nicht zufrieden", zeigte sich Palmers nach der
zweimaligen 84 noch ganz als Sportsmann.
Scores nach 2 von 4 Runden (Par 72:)
| Platz |
Name |
Par |
R1 |
R2 |
Score |
| 1 |
Justin Rose |
-6 |
67 |
71 |
138 |
| 2 |
Jose Maria Olazabal |
-4 |
71 |
69 |
140 |
| 2 |
Alex Cejka |
-4 |
70 |
70 |
140 |
| 4 |
K.J. Choi |
-3 |
71 |
70 |
141 |
| 4 |
Phil Mickelson |
-3 |
72 |
69 |
141 |
| 6 |
Charles Howell III |
-2 |
71 |
71 |
142 |
| 6 |
Ernie Els |
-2 |
70 |
72 |
142 |
| 6 |
Davis Love III |
-2 |
75 |
67 |
142 |
| 6 |
Chris DiMarco |
-2 |
69 |
73 |
142 |
| 6 |
Fred Couples |
-2 |
73 |
69 |
142 |
|
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
|
| 14 |
Sergio Garcia |
E |
72 |
72 |
144 |
| 14 |
Paul Casey |
E |
75 |
69 |
144 |
| 14 |
Tiger Woods |
E |
75 |
69 |
144 |
| 14 |
Bernhard Langer |
E |
71 |
73 |
144 |
| 22 |
Sandy Lyle |
2 |
72 |
74 |
146 |
| 25 |
Phillip Price |
3 |
71 |
76 |
147 |
| 25 |
Paul Lawrie |
3 |
77 |
70 |
147 |
| 32 |
Fredrik Jacobson |
4 |
74 |
74 |
148 |
| 32 |
Ian Poulter |
4 |
75 |
73 |
148 |
| 32 |
Padraig Harrington |
4 |
74 |
74 |
148 |
| 32 |
Vijay Singh |
4 |
75 |
73 |
148 |
|
|
|
|
|
|
|
Cut verpaßt (+4): |
|
|
|
|
| 45 |
John Daly |
5 |
78 |
71 |
149 |
| 45 |
Mike Weir |
5 |
79 |
70 |
149 |
| 45 |
Darren Clarke |
5 |
70 |
79 |
149 |
| 58 |
Jack Nicklaus |
6 |
75 |
75 |
150 |
| 58 |
Fred Funk |
6 |
80 |
70 |
150 |
| 67 |
Ian Woosnam |
7 |
76 |
75 |
151 |
| 67 |
Nick Faldo |
7 |
76 |
75 |
151 |
| 67 |
David Toms |
7 |
78 |
73 |
151 |
| 67 |
Colin Montgomerie |
7 |
71 |
80 |
151 |
| 79 |
Adam Scott |
9 |
80 |
73 |
153 |
| 87 |
Brian Davis |
11 |
82 |
73 |
155 |
| 88 |
Thomas Bjorn |
13 |
80 |
77 |
157 |
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