GOLF US MASTERS AUGUSTA - Phil Mickelson holt ersten Major Titel.

US PGA Tour

68. US MASTERS
Augusta National 
Augusta, Georgia
8. - 11. April 2004

 
Final: 11.4.2004 / 00:12 MEZ
Golf-Live.at / E. Anderson
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Phil Mickelson:
Foto: Golf-Live.at


Mickelson: Erster Major-Titel

Mit einem Birdie am 72. Loch holt sich Phil Mickelson seinen ersten Major-Sieg, fängt Ernie Els noch ab, der die zweitbeste Finalrunde spielte. Bernhard Langer verspielt mit einem Wasserball, wird Vierter.

In den letzten 13 Jahren gewann immer ein Spieler aus dem Schlußflight, Phil Mickelson verspielte auf den ersten 9 Löchern diesen Bonus, gewann erst dank eines fantastischen Finish mit 5 Birdies auf den letzten 7 Löchern die 68. Auflage des US Masters. Bei seinem 47. Anlauf klappte es endlich mit dem ersten Major-Titel. "Es war so eine lange Reise bis zu diesem ersten Major-Sieg, das versüßt mir die Sache ungemein". 

Masters Showdown: Chronologie des Finaltages

Etwas zittrig waren vier Stunden zuvor Phil Mickelson und Chris DiMarco im letzten Flight ins große Finale gestartet. DiMarco schoß gleich auf den ersten zwei Bahnen dreimal in den Bunker, rettete am ersten Loch aus dem Fairway- und Grünbunker mit einem langen Putt das Par. Am folgenden Par 5 holte er sich mit Bunkerschlag und Putt sogar das erste Birdie. Mickelson hatte zuvor aus fünf Metern vom Vorgrün ebenfalls das Birdie gespielt, beide verbessern sich auf 7 unter Par.

Doch jetzt kam es knüppeldick für die Spitzenreiter: Mickelson's Einmeter-Putt an der 3 zum Par lippt aus, an der 4 bleibt er im Grünbunker hängen, an der 6 verfehlt er das Grün und den Up & Down - dreimal Bogey. DiMarco kassiert Bogeys an der 3, 4 (Dreiputt) und an seinem Hole In One-Loch, der 6, sogar ein Doppelbogey, als er das Grün um 15 Meter überschlägt, danach zwei Chips und zwei Putts benötigt.

Mickelson rettet sich in dieser Phase einige Male nur knapp, schafft an der 10 einen guten Up & Down, kommt kaum zu Birdiechancen, überläßt somit die Initiative anderen, etwa Bernhard Langer: 
>> Langer verspielt seine Chance.

Ernie, Els und Eagles

Ernie Els wird erst auf den Back 9 zum großen Kontrahenten für Mickelson. Anfangs klappte es für den Südafrikaner nicht nach Wunsch, er attackiert das kurze Par 4 der 3 vom Abschlag, landet im Grünbunker, fängt sich mit schwachem Kurzspiel statt dem Birdie noch das Bogey ein. An der 7 locht er einen mordslangen Birdieputt, kommt bis auf einen Schlag an die Spitze heran. 

Den Schlag des Tages schafft er am schwersten Par 5 der 8, geht mit einem Eagle erstmals in Führung. Über den Amen Corner turnt sich "Big Easy" ohne Schlagverlust hinweg, um dann am vorletzten Par 5, der 13, wieder voll zu attackieren. Nach einem präzisen Schlag ins Grün locht er auch den Downhill-Putt aus drei Metern zu seinem zweiten Eagle, zieht bei 7 unter Par dem Amerikaner gleich um drei Schläge davon. Am letzten Par 5 sichert sich der 30-jährige Südafrikaner mit Chip & Putt ein weiteres Birdie, geht auf 8 unter Par, setzt nach guten Par-Saves auf den Schlußlöchern die neue Bestmarke im Clubhaus. "Ich habe getan was ich konnte, mehr war nicht drinnen", meinte Els. 

Mickelson fürchtet sich nicht mehr

Mit drei Schlägen Rückstand auf Els startet Phil Mickelson auf den Back 9 seine Aufholjagd. Am berühmten kurzen Par 3 der 12 läuft endlich sein Putter heiß, der Birdieputt fällt aus fünf Metern. An der 13 verfehlt der Eagle-Putt knapp das Ziel, das Birdie ist ihm aber sicher. Am zweitschwersten Loch, der 14, locht "Lefty" beinahe seine Annäherung aus 160 Metern, der Tap-In zum Birdie folgt aus 15 Zentimetern. Einer der wenigen verzogenen Drives bringt Mickelson ausgerechnet am letzten Par 5 in Probleme, hier spielt er nur das Par. 

Das letzte Par 3 ist dafür wieder nach Phils Geschmack, sein Eisen 8 segelt bis auf fünf Meter zur Fahne, der Putter glüht weiter und versenkt auch diese Birdiechance. Nach einem perfekten Drive am Schlußloch hat Mickelson nur noch ein Eisen 8 ins Grün, mit zuviel Adrenalin im Blut überschlägt er jedoch die Fahne, läßt sich einen trickreichen Downhil-Putt aus sechs Metern zum Birdie. 

In dieser Situation beweist sich Flightpartner Chris DiMarco, der selbst schon alle Chancen verspielt hatte, als wahrer Freund, landet aus dem Bunker seinen Ball hinter jenem von Mickelson, zeigt seinem Buddy damit perfekt die Puttlinie vor. Phil nimmt die Einladung dankend an, lernt aus DiMarcos Putt und locht eiskalt zum Birdie und zu seinem ersten Majorsieg (69 Schläge / insgesamt 9 unter Par).

Tiger gelingt neuerlich zu wenig

Zum dritten Mal in dieser Woche begann Tiger Woods mit einem Bogey, der Fairwaybunker an der 1 wird ihm wohl lange in Erinnerung bleiben. Zwar gelingt ihm neuerlich postwendend das Birdie, Tiger findet jedoch keinen Rhythmus im langen Spiel, kassiert an der 3 das nächste Bogey. Danach klappt es plötzlich, Tiger holt Schläge an der 6 und 7 auf, schafft den Turn in 1 unter Par. An der 12 schießt er den Ball mit dem Eisen 9 ins Wasser, kassiert aufgrund der schweren Pin Position das Doppelbogey, kontert sofort mit zwei Birdies, schreibt dank eines Birdies am Schlußloch zumindest noch die 71 auf seine Scorekarte. Bei 2 über Par klassiert sich Woods auf Platz 20.

Die beste Runde des Turniers erzielte dank eines hervorragenden Finish noch der Spanier Sergio Garcia mit 66 Schlägen, kämpft sich auf den 4. Platz vor, den er sich mit Bernhard Langer teilt. Dritter wird der Koreaner K.J. Choi, dem an der 11 aus 200 Metern ein Eagle mit dem Eisen 5 gelingt, nur 31 Schläge auf den Back 9 benötigt. Choi scort die 69, das sind im Endergebnis bei 6 unter Par drei Schläge zu viel für den Sieg.

Harrington und Tripplet mit Hole In One

Innerhalb von nur 10 Minuten erzielten sowohl Padraig Harrington als auch Kirk Tripplet am gleichen Loch, der 16, ein Hole In One. Der Amerikaner wird damit noch 6., der Ire immerhin 13.


Final Scores nach 4 Runden (Par 72):

Platz Name Par R1 R2 R3 R4 Score
1 Phil Mickelson  -9 72 69 69 69 279
2 Ernie Els  -8 70 72 71 67 280
3 K.J. Choi  -6 71 70 72 69 282
4 Sergio Garcia  -3 72 72 75 66 285
4 Bernhard Langer  -3 71 73 69 72 285
6 Chris DiMarco  -2 69 73 68 76 286
6 Fred Couples  -2 73 69 74 70 286
6 Vijay Singh  -2 75 73 69 69 286
6 Davis Love III  -2 75 67 74 70 286
6 Nick Price  -2 72 73 71 70 286
6 Kirk Triplett  -2 71 74 69 72 286
6 Paul Casey  -2 75 69 68 74 286
             
Weiters:            
13 Padraig Harrington  E 74 74 68 72 288
17 Fredrik Jacobson  1 74 74 67 74 289
22 Justin Rose  2 67 71 81 71 290
22 Tiger Woods  2 75 69 75 71 290
26 Alex Cejka  3 70 70 78 73 291
30 Jose Maria Olazabal  6 71 69 79 75 294
35 Phillip Price  8 71 76 73 76 296
37 Sandy Lyle  9 72 74 75 76 297
37 Paul Lawrie  9 77 70 73 77 297




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