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11.6.2003 / 8:37 MEZ
Golf-Live.at / E. Anderson |
Tiger: Jäger statt Gejagter
Drei Major-Titel gingen Tiger Woods zuletzt durch die Fänge, die
US Open im Vorjahr war sein 8. und letzter Sieg bei einem Major. Der
27-jährige ist derzeit extrem hungrig nach Erfolg und bei der 103. US
Open eher Jäger als Gejagter
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Tiger Woods verteidigt Titel
Foto: Golf-Live.at
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"Sind Sie in der Krise?" war die erste Journalistenfrage, die bei
der US Open-Pressekonferenz auf Tiger abgefeuert wurde: "Nein überhaupt
nicht, ich bin nahe an meiner Bestform", musste sich der
Weltranglistenerste überraschend verteidigen. Drei Siege in sieben Starts auf
der heurigen US Tour sind wenig, im Vergleich zu den Erfolgen, mit denen Tiger
Woods in den Vorjahren bei einer Open gestartet war.
Der Triumph bei der US Open in Bethpage Park im Vorjahr war Tigers letzter
Majorsieg, danach verlor er gegen Els bei der British Open, sowie gegen Rich
Beem bei der PGA Championship und gegen Mike Weir beim US Masters im heurigen
April. Nach seiner Knieoperation im Winter und relativ wenigen Starts im
heurigen Jahr, bot Tiger zuletzt bei der SAP Open in Hamburg und beim Memorial
eher bescheidene Vorstellungen.
Weir, Love, Perry favorisiert
Nach der Papierform ist Tiger Woods somit eher Jäger als Gejagter bei der 103.
Open in Olympia Fields. US Master-Champ Mike Weir wird gleichauf mit Tiger zum
engsten Favoritenkreis gezählt, genauso wie Davis Love III, der die
US-Rangliste anführt, oder wie der zuletzt unbezwingbare 42-jährige
Tourveteran Kenny Perry. Auch Vijay Singh und Ernie Els werden zu beachten sein.
Britische Verhältnisse erwartet
Die 103. US Open wird in Olympia Fields, 60 Kilometer südlich von Chicago
ausgetragen. Die Stadt wird von Amerikanern nur "Windy City" genannt,
und das scheinen auch die Wettervorhersagen zu bestätigen. Mit Wind und Regen
an jedem der Spieltage wird gerechnet, und könnte echt britische Verhältnisse
bescheren. Der Par 70-Platz ist mit 6.500 Metern eher durchschnittlich lang, hat
auch kaum Roughs und bevorzugt viel weniger die Longhitter als bei den letzten
Opens.
"Die Geschwindigkeit auf den Grüns wird entscheidend sein," meint
etwa Phil Mickelson, der wie die meisten Spieler das Kriterium dieser Open auf
den stark ondulierten, aber eher langsamen Grüns sieht. Niedrige Scores werden
erwartet, der beste Putter wird sich wahrscheinlich zum neuen US Open-Champ
küren.
Starke Europäer?
Die Europäer wurden zuletzt regelmäßig vernichtend bei der US Open
geschlagen. Der Engländer Tony Jacklin war 1970 der letzte vom alten Kontinent,
der die Open gewinnen konnte. Heuer könnten aufgrund des Platzes und der
Wettervorhersage die Chancen besser stehen. Vor allem Padraig Harrington und
Niclas Fasth spielten zuletzt stark auf der US-Tour, auch Jose-Maria Olazabal
und Paul Lawrie wird einiges zugetraut.
LIVE bei der US OPEN dabei
GOLF-LIVE.AT bringt LIVE-SCORING
von der US Open Donnerstag ab 14:00 Uhr sowie Spielberichte
von allen Turniertagen. Hier finden Sie alle TV-Sendetermine.
Englischsprachige Informationen bietet die Website der US
Open.
In den ersten beiden Runden spielen Tiger Woods und Ernie Els gemeinsam im
Flight, auf dieses direkte Duell wird sich das Interesse zum Auftakt
konzentrieren. Hier finden Sie alle Tee-Times
bei der US Open.
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