US PGA Tour

103. US OPEN
Olympia Fields GC
Olympia Fields, Illinois
12. - 15. Juni 2003
Preisgeld: € 5,100.000

 
Vorschau 1: 11.6.2003 / 8:37 MEZ
Golf-Live.at / E. Anderson

Tiger: Jäger statt Gejagter

Drei Major-Titel gingen Tiger Woods zuletzt durch die Fänge, die US Open im Vorjahr war sein 8. und letzter Sieg bei einem Major. Der 27-jährige ist derzeit extrem hungrig nach Erfolg und bei der 103. US Open eher Jäger als Gejagter


Tiger Woods verteidigt Titel
Foto: Golf-Live.at

"Sind Sie in der Krise?" war die erste Journalistenfrage, die bei der US Open-Pressekonferenz auf Tiger abgefeuert wurde: "Nein überhaupt nicht, ich bin nahe an meiner Bestform", musste sich der Weltranglistenerste überraschend verteidigen. Drei Siege in sieben Starts auf der heurigen US Tour sind wenig, im Vergleich zu den Erfolgen, mit denen Tiger Woods in den Vorjahren bei einer Open gestartet war.

Der Triumph bei der US Open in Bethpage Park im Vorjahr war Tigers letzter Majorsieg, danach verlor er gegen Els bei der British Open, sowie gegen Rich Beem bei der PGA Championship und gegen Mike Weir beim US Masters im heurigen April. Nach seiner Knieoperation im Winter und relativ wenigen Starts im heurigen Jahr, bot Tiger zuletzt bei der SAP Open in Hamburg und beim Memorial eher bescheidene Vorstellungen. 

Weir, Love, Perry favorisiert

Nach der Papierform ist Tiger Woods somit eher Jäger als Gejagter bei der 103. Open in Olympia Fields. US Master-Champ Mike Weir wird gleichauf mit Tiger zum engsten Favoritenkreis gezählt, genauso wie Davis Love III, der die US-Rangliste anführt, oder wie der zuletzt unbezwingbare 42-jährige Tourveteran Kenny Perry. Auch Vijay Singh und Ernie Els werden zu beachten sein.

Britische Verhältnisse erwartet

Die 103. US Open wird in Olympia Fields, 60 Kilometer südlich von Chicago ausgetragen. Die Stadt wird von Amerikanern nur "Windy City" genannt, und das scheinen auch die Wettervorhersagen zu bestätigen. Mit Wind und Regen an jedem der Spieltage wird gerechnet, und könnte echt britische Verhältnisse bescheren. Der Par 70-Platz ist mit 6.500 Metern eher durchschnittlich lang, hat auch kaum Roughs und bevorzugt viel weniger die Longhitter als bei den letzten Opens.

"Die Geschwindigkeit auf den Grüns wird entscheidend sein," meint etwa Phil Mickelson, der wie die meisten Spieler das Kriterium dieser Open auf den stark ondulierten, aber eher langsamen Grüns sieht. Niedrige Scores werden erwartet, der beste Putter wird sich wahrscheinlich zum neuen US Open-Champ küren.

Starke Europäer?

Die Europäer wurden zuletzt regelmäßig vernichtend bei der US Open geschlagen. Der Engländer Tony Jacklin war 1970 der letzte vom alten Kontinent, der die Open gewinnen konnte. Heuer könnten aufgrund des Platzes und der Wettervorhersage die Chancen besser stehen. Vor allem Padraig Harrington und Niclas Fasth spielten zuletzt stark auf der US-Tour, auch Jose-Maria Olazabal und Paul Lawrie wird einiges zugetraut.

LIVE bei der US OPEN dabei

GOLF-LIVE.AT bringt LIVE-SCORING von der US Open Donnerstag ab 14:00 Uhr sowie Spielberichte von allen Turniertagen. Hier finden Sie alle TV-Sendetermine.

Englischsprachige Informationen bietet die Website der US Open.

In den ersten beiden Runden spielen Tiger Woods und Ernie Els gemeinsam im Flight, auf dieses direkte Duell wird sich das Interesse zum Auftakt konzentrieren. Hier finden Sie alle Tee-Times bei der US Open.
 

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