US PGA Tour

103. US OPEN
Olympia Fields GC
Olympia Fields, Illinois
12. - 15. Juni 2003
Preisgeld: € 5,100.000

 
1. Runde: 12.6.2003 / 8:14 MEZ
Golf-Live.at / E. Anderson

Magie vom Altmeister

Der 53-jährige Amerikaner Tom Watson zauberte den Jungen noch einmal etwas vor: mit 65 Schlägen führt der 8-fache Majorsieger gemeinsam mit Brett Quigley. Tiger Woods erkämpfte mit Schwerstarbeit eine Par-Runde.


Alle Putts fielen für Tom Watson
Foto: Golf-Live.at

"Die Wunder enden nie", philosophierte der Altmeister in die Mikrofone nach seiner 65er-Runde (5 unter). Der nur noch auf der Seniors-Tour aktive Tom Watson hatte es davor den durchtrainierten Longhittern noch einmal so richtig gezeigt, dass man auf den Grüns das Score holt und nicht mit dem Longest Drive. 

Mit dem 6er-Eisen lochte Tom Watson seinen Schlag ins 12. Grün zum Eagle. An der 7 brachte er einen langen Putt bis an die Lochkante, wartete sieben Sekunden vergeblich auf sein Birdie, wollte dann bereits resignierend zum Par lochen, als der Ball doch noch von der Schwerkraft ins Loch befördert wurde. Mit all seiner Routine und auch einem kräftigen Schuß Magie begeisterte er die Massen in Olympia Fields. "Vielleicht war es nur für eine Runde, das weiß man nie, lasst es uns am Sonntag herausfinden," möchte Watson im gleichen Stil weiterzaubern.

Underdogs bestimmen den 1. Tag

In Summe waren es die Außenseiter, die den ersten Spieltag bestimmten.  Der Amerikaner Brett Quigley teilt sich dank sieben Birdies bei nur zwei Bogeys die Erstrundenführung mit Watson. Jay Don Blake als Dritter hatten ebenfalls nur wenig auf der Liste. 

Europäer voll dabei

32 sieglose Jahre bei der US Open könnten Europas Golfpros in heurigen Jahr endlich beenden. Mit dem Iren Padraig Harrington am 10. Platz hat sich einer der Geheimfavoriten gut in Position gebracht. Überraschend stark nach langer Durststrecke präsentierten sich Sergio Garcia und Colin Montgomerie ebenfalls mit 69er-Runden auf Platz 10. 

Tiger leistete Schwerstarbeit

"Ihr glaubt vielleicht, es ist leicht da draußen. Aber ich sage Euch, das ist es nicht, glaubt es mir," wirkte Tiger Woods eindringlich auf die Medien ein. Die Nummer 1 der Welt hatte schwerst mit seinem langen Spiel zu kämpfen und bekam die Tücken des Platzes rund um die Grüns voll zu spüren. Mit einer Par-Runde von 70 Schlägen hat sich der Titelverteidiger auf dem 25. Platz jedoch weiterhin im Rennen um den Sieg gehalten.

Mit Par wahrten auch Phil Mickelson, Bernhard Langer, Darren Clarke und Vijay Singh ihre Chancen.

Davis Love enttäuschte

Die aktuelle Nummer 1 der US-Geldrangliste, Davis Love III, brachte nur eine zerfahrene 76 ins Clubhaus und ist damit bereits aus dem Rennen. Auch US Masters-Sieger Mike Weir enttäuschte mit 73 Schlägen. David Duval ordnete sich wie zuletzt sehr häufig mit Platz 145 ganz hinten im Klassement ein. 

 

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