US PGA Tour

103. US OPEN
Olympia Fields GC
Olympia Fields, Illinois
12. - 15. Juni 2003
Preisgeld: € 5,100.000

 
Final: 16.6.2003 / 6:32 MEZ
Golf-Live.at / E. Anderson

Sonntags Spaziergang

Am amerikanischen Vatertag spazierte Jim Furyk über den Olympia Fields Golfplatz und gewann für seinen Vater den ersten Major-Titel mit dem Rekordergebnis von 8 unter Par. Kein Verfolger konnte Druck ausüben, Tiger blieb unter fernen liefen... 


Jim Furyk: wenn kein anderer will, siege halt ich
Foto: Golf-Live.at

"Er hat Jim-Furyk-ähnlich gespielt," brachte es Masters-Champ Mike Weir auf den Punkt: beständig wie kein anderer, einfach Fairway und Grün getroffen, zwei Putts gemacht, nächste Bahn! "So wie er spielt und wie der Kurs gestaltet ist, war das der perfekte Ort für ihn", sah Tiger Woods Olympia Fields wie maßgeschneidert auf das Spiel von Jim Furyk. 

Denn der 32-jährige in Florida lebende 8-fache Sieger eines PGA-Turniers war wie eine Mauer, an der das Spiel seiner Konkurrenten zerbrach. An keinem Tag der Beste, dafür ohne Ausrutscher am fallengespickten Platz, der etwa einen Tiger Woods zur Verzweiflung brachte.

Vorsprung am Finaltag mühelos verteidigt

Mit drei Schlägen in den Finaltag gegangen, wartete Jim Furyk auf einen ernsthaften Angriff seitens der Konkurrenz, spielte derweil Par auf Par, doch kein Verfolger rund um ihn setzte zu einer tiefen Runde an, die ihn noch hätte gefährden können. Nach zwei Birdies und zwei Bogeys kam Furyk daher mit fünf Schlägen Vorsprung an die beiden Schlußlöcher - konnte sich dort jeweils noch ein Bogey leisten und gewann dennoch mit drei Schlägen. 

Der Australier Stephen Leaney hatte als einziger eine reelle Chance, kam mit den pfeilschnellen Grüns und den gemeinen Fahnenpositionen aber nicht zurecht. Mit 72 Schlägen sicherte er mit Platz 2 sein bestes Karriereergebnis ab. Die beste Finalrunde gelang Kenny Perry, mit 67 schob sich der Veteran noch auf den 3. Platz vor, gemeinsam mit Masters-Sieger Mike Weir. 

Tiger braucht einen neuen Putter

Wieder nur 72 Schläge (2 über Par) für Tiger Woods, der entthronte Titelverteidiger wirkte bei der US Open so menschlich und verwundbar in seinem Spiel wie schon lange nicht. "Mehr hatte ich nicht drauf," gestand der Ausnahmekönner entwaffnend, dem der enge, trickreiche Kurs nicht zusagte und auf den Grüns überhaupt nichts lochte. Den Absturz des Finaltags legte Vijay Singh hin, der mit 78 Schlägen vom 3. auf den 20. Platz zurückfiel. Nur vier Spieler beendeten die US Open in den roten Zahlen.

Justin Rose bester Europäer

Die gewohnte Schlappe setzte es für die Europäer bei der US Open. Der englische Youngster Justin Rose bewies mit Platz 5 seine Reife, ebenso die der schwedische Überraschungsmann Fredi Jacobson. Platz 10 geht immerhin noch an Padraig Harrington. 
 

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