 |
| Final: |
16.6.2003 / 6:32 MEZ
Golf-Live.at / E. Anderson |
Sonntags Spaziergang
Am amerikanischen Vatertag spazierte Jim Furyk über den Olympia
Fields Golfplatz und gewann für seinen Vater den ersten Major-Titel mit
dem Rekordergebnis von 8 unter Par. Kein Verfolger konnte Druck ausüben,
Tiger blieb unter fernen liefen...
|

Jim Furyk: wenn kein anderer will, siege halt ich
Foto: Golf-Live.at
|
"Er hat Jim-Furyk-ähnlich gespielt," brachte es Masters-Champ Mike
Weir auf den Punkt: beständig wie kein anderer, einfach Fairway und Grün
getroffen, zwei Putts gemacht, nächste Bahn! "So wie er spielt und wie der
Kurs gestaltet ist, war das der perfekte Ort für ihn", sah Tiger Woods
Olympia Fields wie maßgeschneidert auf das Spiel von Jim Furyk.
Denn der 32-jährige in Florida lebende 8-fache Sieger eines PGA-Turniers war
wie eine Mauer, an der das Spiel seiner Konkurrenten zerbrach. An keinem Tag der
Beste, dafür ohne Ausrutscher am fallengespickten Platz, der etwa einen Tiger
Woods zur Verzweiflung brachte.
Vorsprung am Finaltag mühelos verteidigt
Mit drei Schlägen in den Finaltag gegangen, wartete Jim Furyk auf einen
ernsthaften Angriff seitens der Konkurrenz, spielte derweil Par auf Par, doch
kein Verfolger rund um ihn setzte zu einer tiefen Runde an, die ihn noch hätte
gefährden können. Nach zwei Birdies und zwei Bogeys kam Furyk daher mit fünf
Schlägen Vorsprung an die beiden Schlußlöcher - konnte sich dort jeweils noch
ein Bogey leisten und gewann dennoch mit drei Schlägen.
Der Australier Stephen Leaney hatte als einziger eine reelle Chance, kam mit den
pfeilschnellen Grüns und den gemeinen Fahnenpositionen aber nicht zurecht. Mit
72 Schlägen sicherte er mit Platz 2 sein bestes Karriereergebnis ab. Die beste
Finalrunde gelang Kenny Perry, mit 67 schob sich der Veteran noch auf den 3.
Platz vor, gemeinsam mit Masters-Sieger Mike Weir.
Tiger braucht einen neuen Putter
Wieder nur 72 Schläge (2 über Par) für Tiger Woods, der entthronte
Titelverteidiger wirkte bei der US Open so menschlich und verwundbar in seinem
Spiel wie schon lange nicht. "Mehr hatte ich nicht drauf," gestand der
Ausnahmekönner entwaffnend, dem der enge, trickreiche Kurs nicht zusagte und
auf den Grüns überhaupt nichts lochte. Den Absturz des Finaltags legte Vijay
Singh hin, der mit 78 Schlägen vom 3. auf den 20. Platz zurückfiel. Nur vier
Spieler beendeten die US Open in den roten Zahlen.
Justin Rose bester Europäer
Die gewohnte Schlappe setzte es für die Europäer bei der US Open. Der
englische Youngster Justin Rose bewies mit Platz 5 seine Reife, ebenso die der
schwedische Überraschungsmann Fredi Jacobson. Platz 10 geht immerhin noch an
Padraig Harrington.
>> ZURÜCK ZUR ÜBERSICHT
|