US PGA Tour

John Deere Classic
TPC at Deere Run  
Silvis, Illinois
11. - 14. September 2003
Preisgeld: € 3,500.000

 
4. Tag: 15.9.2003 / 03:48 MEZ
Golf-Live.at / E. Anderson
Singh als Marathonmann

Der fleißigste Golfer übernahm in der Finalrunde die Führung. Vijay Singh muß am Montag bei der John Deere Classic aber noch 13 Löcher Nachspielzeit überstehen und seinen Verfolger J.L. Lewis abschütteln um den Sieg zu feiern. 


Vijay Singh:
Seit 7 Wochen ohne Pause
Foto: Golf-Live.at

Er ist der härteste Arbeiter im Golfsport: Vijay Singh, der baumlange Star von den Fidschi-Inseln, ist zumeist der Erste auf der Range und am Abend der Letzte, der das Licht ausmacht. Seit 7 Wochen tingelt er jetzt schon ohne Pause auf der PGA-Tour von einem Spielort zum Nächsten, um möglichst viel Preisgeld zu sammeln, vielleicht am Ende der Saison die Nummer 1 in Amerika zu sein.

Besonders fleißig war Singh auch am Sonntag, als bei der regenüberfluteten John Deere Classic erst spät am Vormittag die dritte Runde begann. Singh konnte mit drei Birdies bei nur einem Bogey am überlang zu spielenden selektiven TPC-Kurs von Silvis, Illinois, zwei Schläge auf die Führung mit seiner 69er-Runde aufholen. Sofort im Anschluß daran wurde die Finalrunde gestartet, erst da kam der Marathonmann aus Fidschi mit zwei Birdies auf den ersten 5 Löchern in die Gänge, bevor wegen Dunkelheit auf Montag verschoben werden mußte.

J.L. Lewis ohne Schwung

Der Halbzeitführende J.L. Lewis mußte am Sonntag tatenlos zusehen, wie die Verfolger, allen voran Singh, zu ihm aufschlossen. Bei unangenehmem Nordwind, weichem Platz und langsamen Grüns spielte der Sieger von 1999 nur eine Par-Runde, konnte auch auf den ersten 5 Löchern der Finalrunde nicht sein Halbzeitergebnis von 12 unter Par verbessern. 

Damit hat plötzlich ein gutes Dutzend Spieler Chancen auf den Titel, der Montag ausgespielt wird. Notah Begay III etwa, der seit zwei Jahren in einem hartnäckigen Formtief steckt, aber auch Chris Riley, der wieder einmal ganz vorne mitmischt. Auch der Führende vom Donnerstag, Jonathan Byrd, ist bei 10 unter wieder im Rennen.

Zu den Verlierern am Sonntag zählte Bernhard Langer, der wohl schon gerne im Flieger nach Deutschland sitzen würde, um seine Linde German Masters vorzubereiten. So steckt er nach einer enttäuschenden 3. Runde von 70 Schlägen (mit zwei Doppelbogeys) weiterhin im Wasserloch von Deere Run fest, hat seine Finalrunde mit zwei Bogeys und einem Birdie auch nicht gerade berauschend begonnen. Der Traum vom Sieg vor dem Heimturnier sind jedenfalls bereits ausgeträumt. 


Stand nach dem 4. Spieltag (Par 71):

Platz Name Par R1 R2 R3
T1 J.L. Lewis -12 65 65 71
T1 Vijay Singh -12 66 68 69
T3 Notah Begay III -11 67 71 65
T3 Chris Riley -11 66 69 66
T3 Paul Stankowski -11 70 65 68
6 Jonathan Byrd -10 65 67 72
T7 Tom Gillis -9 75 65 68
T7 Hidemichi Tanaka -9 70 67 67
T7 Glen Day -9 72 65 70
T10 Scott McCarron -8 70 68 69
T10 Joe Durant -8 70 68 68
         
Weiters:        
T12 Jerry Kelly -7 71 70 68
T14 Bernhard Langer -6 71 65 70
T19 Mathias Gronberg -5 71 69 69
T19 Jeff Maggert -5 68 72 71
T23 Davis Love III -4 70 70 70
T23 Niclas Fasth -4 73 68 68
T32 Carl Pettersson -3 71 70 73
T43 Luke Donald -1 70 72 70



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