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PGA CHAMPIONSHIP BALTUSROL
- Phil Mickelson
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Final:
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15.8.2005 / 17:00 MEZ
Golf-Live.at / E. Anderson |
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Birdie kürt den Champion
Nur Phil Mickelson schafft beim Nachspiel am Montag das Birdie am
72. Loch und holt sich damit den zweiten Majortitel.
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Rückblick auf den Sonntag: Die Dramaturgie war perfekt, der einzige Regiefehler war das Wetter, das mit
Blitz und Donner um 19 Uhr Ortszeit dazwischenfunkte. Die PGA Championship bekam
am Finaltag ein wahrhaft würdiges Finale aufgetischt, mit einem Major-würdigen,
extrem schweren Golfplatz von Baltusrol und einem guten Dutzend Siegkandidaten,
die sich mehrmals an der Spitze abwechselten.
Woods hadert mit dem Putter
Tiger Woods eröffnete den Showdown vom 20. Platz, wollte eine tiefe
Nummer vorlegen - büßte jedoch gleich auf den hantigen Bahnen zu Beginn zwei
Schläge ein. Doch es wäre nicht Tiger, würde er nicht zurückfighten und sich
spät die Birdies holen - Schlaggewinne auf beiden der abschließenden Par 5,
die geballte Faust in die Höhe gestreckt, mit 68 Schlägen eine
Clubhausbestmarke von 2 unter Par gesetzt, die noch niemand knacken konnte:
"Ich hatte die Geschwindigkeit auf den Grüns nicht richtig heraus,"
analysierte Tiger warum ihm ein, zwei Schläge auf den Sieg fehlen könnten.
Jetzt muss er bis Montag tatenlos zusehen, zu welchem Platz sein Ergebnis
reicht.
Die Favoriten spielten Tiger jedoch in die Hände: Vijay Singh's Fluch
auf den Grüns ging weiter: ein Lippout zum Doppelbogey an der 3, eine weitere
Lippe zum Bogey an der 4 - der Fidschi wurde weiter vom Putter eingebremst.
Dennoch bleibt der Titelverteidiger im Rennen, geht mit nur zwei Schlägen
Rückstand auf die drei Schlussbahnen.
Bogeyserien im Schlussflight
Phil Mickelson und Davis Love belauerten sich derweil im
Schlussflight, zwei Schläge vor den Verfolgern: Love verfehlte zu viele
Fairways und Grüns, schien sich bald aus dem Rennen zu verabschieden: am 4.
Grün, dem ersten Par 3, stopfte Lefty seinen Birdieputt, während Love ein
Bogey kassierte - plötzlich lag Mickelson drei Schläge voran.
Doch dann stolperte auch der Führende: aus dem Grünbunker der 6 schaffte
Mickelson nicht den Sand Save, holperte am nächsten Grün aus zwei Metern den
Par-Putt vorbei. Der Stärkste auf den Grüns aus den Vortagen stocherte immer
unsicherer mit dem Putter herum: ein Drilling an der 9, den Up & Down zum
Par an der 10 verfehlt, weil der Putt auf der Linie zu kurz bleibt.
Von den schwächelnden Amerikanern im Schlussflight profitierte Oldboy Steve
Elkington. Der PGA Champion von 1995 lochte den Birdieputt an der 9 und
chippte aus dem Rough rund ums 11. Grün zum nächsten Birdie ein: der seit 1999
sieglose Australier lag plötzlich mit zwei Schlägen Vorsprung an der Spitze.
Der brutal schwere Platz und die steinharten Grüns forderten jedoch von allen
Spielern ihren Tribut. "Elk" streute an der 13 einen Dreiputt ein und
strauchelte auch am letzten der überlangen Par 4, der 15, mit einem Bogey.
Mickelson konsolidierte endlich auf den leichteren Back 9, die ihm deutlich
besser liegen, sein Spiel und übernahm mit dem Birdie an der 13 wieder die
alleine Führung bei 4 unter Par.
Gewitterabbruch benachteiligt Tiger
Doch nun zogen Gewitterfronten auf, der Wind drehte und machte aus den beiden
Par 5 im Finish plötzlich Gegenwindbahnen, wo zuvor noch eine kräftige Brise
angeschoben hatte. Den Spitzenreitern blieb diese Übung erspart, der Abbruch
vertagt die Entscheidung auf Montag, wo ab 16:00 MEZ fertiggespielt werden soll.
"Das ist ein Riesenvorteil für uns," war Mickelson erleichtert:
"hoffentlich weicht der Regen die Grüns ein wenig auf und wir können bei
wenig Wind fertig spielen."
Nur noch 6 Spieler haben am Montag die Chance, Tigers Clubhausbestmarke zu
knacken: Mickelson, Elkington und Björn mit den besten Chancen, nur einen
Schlag auseinander, noch vor Woods liegend - aber mit zwei Par 5 zum Abschluss!
Vijay Singh und Davis Love müssen auf den Par 5 auf ein Eagle hoffen, Retief
Goosen dürfte bei 1 unter Par schon fast zu weit weg sein.
Montags-Jagd auf Mickelson
Mit einem ganz entspannten Par an der 15 eröffnete Phil Mickelson den
Endspurt am Sonntag. Vijay Singh ist nach einem Bogey praktisch schon aus
dem Rennen, verliert auch noch an der 18 einen Schlag zur 74 und beendet das
Turnier nur bei Even Par.
Mickelson leistet sich dann am letzten, überlangen Par 3 der 16 einen
strategischen Fehler, attackiert eigentlich unnötig diese Fahne und landet im
pitschnassen und weichen Grünbunker. Der Sandschlag ist mehr eine Gatschpartie
und lässt ihm eine Fünfmeterputt zum Par. Als der Linkshänder verschiebt,
öffnet er vor allem für Elkington und Love wieder die Türe. Nur einen Schlag
auseinander geht das Trio auf die beiden abschließenden Par 5.
Elkington haut beide Drives an der 17 und 18 weg, vergibt somit die Chance von
sich aus das Turnier zu entscheiden. Dafür locht Björn mit einem langen Putt
an der 17 das erste Birdie beim Nachspiel, zieht mit Mickelson und Elkington bei
3 unter Par gleich. Der Australier muss aus einem alten Divot heraus seinen
dritten Schlag ins 18. Grün schlagen, bringt dennoch den Ball gut an den Stock.
Aus drei Metern rasiert er die Lochkante, überflügelt damit bei 3 unter Par
als erster Tigers Sonntags-Bestmarke.
Entscheidung am 18. Grün
Thomas Björn hat es nun in der Hand mit dem zweiten Schlag ins 18. Grün
eine Vorentscheidung für sich zu erzwingen, pullt sein Holz 5 jedoch meilenweit
aus der Richtung in den Grünbunker. Aus 40 Metern geht dem Dänen leider das
Talent und das Glück aus, sein Birdie-Putt aus 8 Metern lippt um 90 Grad aus.
Somit stellt Björn die Bestmarke von Elkington nur ein.
Da Phil Mickelson an der 17 seine Birdiechance ebenfalls vergibt, ist die
Situation klar: der Linkshänder kann mit einem Schlaggewinn am 72. Loch den
Titel holen, ein Par bringt ihn in ein Stechen.
Mit dem Holz 3 für den zweiten Schlag übertreibt es Phil mit dem hohen Fade
ins Grün etwas, landet rechts im Rough. Bei dieser Lotterie zieht er eine ganz
tiefe Lage: doch Lefty zaubert einen unglaublichen hohen Lob-Shot aus der
Trickkiste und legt den Ball tot an den Stock. Aus kurzer Entfernung verwertet
Mickelson zur 72 und zu seinem zweiten Majorsieg nach dem Masters im Vorjahr.
Endstand nach 4 Runden (Par 70):
| Platz |
Spieler |
Par |
R1 |
R2 |
R3 |
R4 |
| 1 |
Phil Mickelson |
-4 |
67 |
65 |
72 |
72 |
| T2 |
Steve Elkington |
-3 |
68 |
70 |
68 |
71 |
| T2 |
Thomas Björn |
-3 |
71 |
71 |
63 |
72 |
| T4 |
Tiger Woods |
-2 |
75 |
69 |
66 |
68 |
| T4 |
Davis Love, III |
-2 |
68 |
68 |
68 |
74 |
| T6 |
Michael Campbell |
-1 |
73 |
68 |
69 |
69 |
| T6 |
Geoff Ogilvy |
-1 |
69 |
69 |
72 |
69 |
| T6 |
Retief Goosen |
-1 |
68 |
70 |
69 |
72 |
| T6 |
Pat Perez |
-1 |
68 |
71 |
67 |
73 |
| T10 |
Dudley Hart |
E |
70 |
73 |
66 |
71 |
| T10 |
Vijay Singh |
E |
70 |
67 |
69 |
74 |
|
|
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
|
|
| T17 |
Lee Westwood |
2 |
68 |
68 |
71 |
75 |
| T23 |
Sergio Garcia |
3 |
72 |
70 |
71 |
70 |
| T23 |
Paul McGinley |
3 |
72 |
70 |
72 |
69 |
| T28 |
Jesper Parnevik |
4 |
68 |
69 |
72 |
75 |
| T35 |
Fredrik Jacobson |
5 |
72 |
69 |
73 |
71 |
| T40 |
Miguel Angel Jiménez |
6 |
72 |
72 |
69 |
73 |
| T47 |
Ian Poulter |
7 |
69 |
74 |
69 |
75 |
| T47 |
Bernhard Langer |
7 |
68 |
72 |
72 |
75 |
| T47 |
José Maria Olazábal |
7 |
76 |
67 |
72 |
72 |
| T47 |
Greg Owen |
7 |
68 |
69 |
70 |
80 |
| T59 |
Paul Casey |
8 |
70 |
74 |
72 |
72 |
| T74 |
John Daly |
12 |
71 |
69 |
78 |
74 |
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