 |
69. US MASTERS - Tiger
Woods feiert sein Major-Comeback
|
Final:
|
11.4.2005 / 02:25 MEZ
Golf-Live.at / E. Anderson |
>>
HOME |
|

|
Tigers Major-Comeback
Stilvoll beendet Tiger
Woods seine dreijährige Durststrecke bei Majors: mit Birdie am 1. Extraloch gegen DiMarco
- und ist wieder
die Nummer 1.
|
Der "Karriereknick" von Tiger Woods ist Geschichte. Seit der
US Open 2002 hatte der 29-jährige US-Superstar keines der vier großen Turniere
des Jahres mehr gewonnen. Nach fast 3 Jahren feiert Tiger auf seiner besten
Wiese in Augusta, beim US Masters sein Major-Comeback. Er holt in einem
dramatischen Finale den vierten Titel in Augusta, zugleich seinen insgesamt 9.
Major-Titel: "Das war ein aufregender Tag, weil Chris und ich auf hohem
Niveau spielten", jubelte Woods, der den Sieg seinem an gesundheitlichen
Problemen laborierenden Vater widmete.
DiMarco fordert überraschend den Tiger
Chris DiMarco sei jedoch gedankt, dass er den Sonntag spannend machte.
Denn Tiger hatte beim Nachspiel zur 3. Runde am Morgen aus vier Schlägen
Rückstand einen Vorsprung von drei Shots gemacht >>
Der Tiger brüllt im Amen-Corner, und kaum jemand traute es DiMarco zu,
Woods ernsthaft herauszufordern. Und nur noch Thomas Björn war vier
Schläge zurück halbwegs in Schlagdistanz, Titelverteidiger Mickelson und Vijay
Singh schon vor der Finalrunde geschlagen.
Anfangs sah es auch nach einer One-Tiger-Show aus: mit Birdies auf den ersten
beiden Löchern vergrößerte Woods seinen Vorsprung, während DiMarco auf den
Front 9 zumeist die kürzeren Birdie-Putts hatte, aber aus zwei, drei Metern
kaum etwas lochen konnte. Bei dem beeindruckenden Rekord Tigers - 30 Siege bei
33 Starts als Drittrundenleader - setzte wohl niemand mehr einen Cent auf
DiMarco: "Ich sagte mir einfach, pfeif auf die Statistik, Du spielst gut
und bist vorne mit dabei", machte sich der New Yorker selber Mut.
Bogey-Bogey-Finish von Woods
Auf den gefürchteten Back 9, wo Tiger seinem Rivalen am Vormittag so richtig
die Schneid abgekauft hatte, machte jedoch DiMarco plötzlich Druck. An der 14
lochte er beinahe seine Grünannäherung, schloss mit dem Tap In-Birdie bis auf
einen Schlag zu Woods auf. Beide holten sich sicher das Birdie am letzten Par 5.
Am Par 3 der 16 verfehlte Tiger das Grün, ließ sich einen schweren Chip über.
Den spielte er perfekt, der Ball rollte mit viel Break aufs Loch zu - und schien
an der oberen Kante zu verhungern - um nach einigen bangen Momenten doch noch zu
fallen: "Du erwartest Dir bei Tiger immer das Unerwartete," schien
DiMarco nun zu resignieren.
Doch Woods begann plötzlich zu wackeln. An der 17 schoss er seinen Drive in die
Bäume, konnte nur vorlegen und verpasste den Up & Down zum Par. Am
Schlussloch traf er den Grünbunker, konnte aus dem Sand heraus auch nicht mehr
das Par retten, während DiMarco mit einem Chip tot an die Fahne den Ausgleich
herstellt - 12 unter Par mit einer 71 für Woods und der 68 für DiMarco.
Also musste ein Stechen an der 18 entscheiden - und da machte Woods gleich beim
ersten Versuch drei perfekte Schläge, während DiMarco neuerlich das Grün
verfehlte. Tigers Putt aus fünf Metern fiel und sicherte dem Amerikaner den
totalen Triumph: Vorjahressieger Phil Mickelson streifte ihm das Green Jacket
über, dazu kommen fast 1,1 Millionen US Dollar Preisgeld und die Rückeroberung
der Krone im World Ranking. DiMarco, der zum zweiten Mal in Folge beim Masters
im Schlussflight von seinem Spielpartner geschlagen wurde, kann dennoch auf
seine Leistung stolz sein: "Das war heute mein Härtetest, der so richtig
auf die Magennerven ging. Doch ich kann stolz darauf sein, ihn bestanden zu
haben".
Goosen und Donald erobern Platz 3
Die beste Sonntagsrunde scorte Retief Goosen mit 67 Schlägen, die den US
Open-Champion noch auf Platz 3 vorbrachte, sieben Shots hinter dem Sieger. Luke
Donald kämpfte sich mit einer 69 ebenfalls auf Platz 3 und rettet
damit halbwegs die Ehre der Europäer. Denn Thomas Björn zerlegte es mit
der 81 ganz gewaltig, der Däne fiel vom 3. auf den 25. Platz zurück. Einen
Schlag besser auf Rang 20 kommt Bernhard Langer ins Ziel, der mit dem
neuen US Ryder Cup-Captain und guten Freund Tom Lehman spielte und sicher
viel zu plaudern hatte.
Sichtlich gezeichnet kam Vijay Singh mit einer zerfahrenen 72 ins Ziel,
vor allem zu Beginn der Finalrunde setzte es für die entthronte Nummer 1 der
Golfwelt die Bogeys im Minutentakt. Mit Platz 5 wird Vijay nicht zufrieden sein.
Titelverteidiger Phil Mickelson leistete sich zu viele Fehler, hatte mit
der 74 zum Abschluss nie den Funken einer Chance auf eine erfolgreiche
Titelverteidigung.
Alle Spielberichte vom US Masters
>> Vorschau: Wer mastert Augusta?
>> Donnerstag: DiMarco hat die Nase
vorne
>> Freitag: Howell einfach
respektlos
>> 2. Runde: DiMarco zieht allen
davon
>> Samstag: Tiger, DiMarco oder Björn
>> 3. Runde: Der Tiger
brüllt im Amen-Corner
Final Scores nach 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Spieler |
Par |
R1 |
R2 |
R3 |
R4 |
Score |
| 1* |
T. Woods |
-12 |
74 |
66 |
65 |
71 |
276 |
| 2 |
C. DiMarco |
-12 |
67 |
67 |
74 |
68 |
276 |
| T3 |
R. Goosen |
-5 |
71 |
75 |
70 |
67 |
283 |
| T3 |
L. Donald |
-5 |
68 |
77 |
69 |
69 |
283 |
| T5 |
R. Pampling |
-4 |
73 |
71 |
70 |
70 |
284 |
| T5 |
M. Weir |
-4 |
74 |
71 |
68 |
71 |
284 |
| T5 |
M. Hensby |
-4 |
69 |
73 |
70 |
72 |
284 |
| T5 |
V. Singh |
-4 |
68 |
73 |
71 |
72 |
284 |
| T5 |
T. Immelman |
-4 |
73 |
73 |
65 |
73 |
284 |
| 10 |
P. Mickelson |
-3 |
70 |
72 |
69 |
74 |
285 |
| T11 |
D. Howell |
-2 |
72 |
69 |
76 |
69 |
286 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Weiters. |
|
|
|
|
|
|
| T13 |
R. Moore (Am) |
-1 |
71 |
71 |
75 |
70 |
287 |
| T13 |
T. Levet |
-1 |
71 |
75 |
68 |
73 |
287 |
| T17 |
D. Clarke |
EVEN |
72 |
76 |
69 |
71 |
288 |
| T20 |
B. Langer |
1 |
74 |
74 |
70 |
71 |
289 |
| T25 |
T. Bjorn |
2 |
71 |
67 |
71 |
81 |
290 |
| T31 |
M. Jimenez |
5 |
74 |
74 |
73 |
72 |
293 |
| T33 |
I. Poulter |
6 |
72 |
74 |
72 |
76 |
294 |
| 47 |
E. Els |
10 |
75 |
73 |
78 |
72 |
298 |
* Sieg im Stechen mit Birdie am 1. Extraloch
>> STARTSEITE GOLF-LIVE.AT
|