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105. US OPEN PINEHURST
No.2 - Retief Goosen zieht spät
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3. Runde
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19.6.2005 / 00:10 MEZ
Golf-Live.at / J.W. / E. Anderson |
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Catch Me if You can
Retief Goosen krallt sich an der Spitze fest: weder Tiger, noch
Singh noch Garcia können den Titelhalter angreifen, der 3 Schläge
Vorsprung ins Finale mitnimmt
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Nicht die "Fantatischen 4" der Golfwelt, Tiger, Vijay, Ernie oder
Phil mussten bislang bei der US Open 2005 ihre tollen Runden erklären - sondern
Olin Browne, Rocco Mediate und Jason Gore. Bei perfekten
Bedingungen, allerdings auf einem immer schwerer zu bewältigenden Golfplatz,
wollten sich am Samstag endlich die Favoriten durchsetzen - doch außer Tiger
verabschiedeten sich alle aus dem ersten Kreis der Titelanwärter.
Vor allem Singh, Garcia und Scott hatten einen durchwachsenen Start und in der Folge
mäßige Runden zu verdauen. Weiterhin dominierend blieb Retief Goosen, der
unspektakuläre, aber sichere Pars zu Beginn spielt, bevor es am ersten Par 5
mit dem Birdie klappt.
Goosen bekommt nicht wirklich Druck
Der einzige, der sich gemeinsam mit Retief Goosen (-3) unter Par halten
kann ist Sensationsmann Jason Gore, der weiter tapfer mithält und bis
auf einen Schlag am Südafrikaner dranbleibt. Den ersten Fehler erlaubt sich der
Titelverteidiger am Par 3 der 6, als er aus dem Grünbunker zwar den Ball gut
zum Stock bringt, jedoch aus einem Meter den Par-Putt versemmelt.
Goosen verfehlt jedoch viele der ultrakleinen Landezonen auf den Grüns, kommt
somit kaum zu Birdiechancen. Am zweiten Par 5 lippt sein Birdieputt auch noch
aus. Somit bleibt es lange Zeit ein totes Rennen zwischen ihm und Jason Gore bei
2 unter Par. Einzig und allein der Australier Mark Hensby kann sich
kurzzeitig in die roten Zahlen spielen.
Die 13 bringt dem Leader Unglück
Nach einem gelungenen Birdieputt an der 11 handelt sich der Führende
postwendend große Probleme ein. Der Up & Down an der 12 misslingt und am
kurzen Par 4 der 13 bringt Goosen den Ball weder mit dem zweiten, noch mit dem
dritten Schlag auf dem Plateaugrün zum Halten. Als noch der Bogeyputt an der 13
auslippt, fällt der Titelhalter unerwartet auf Even Par zurück. Nur wenige
Minuten später verabschiedet sich Jason Gore als Letzter aus den roten Zahlen.
Unwiderstehlicher Endspurt
Der Ärger über die Schlagverluste setzt bei Goosen jedoch neue Energie frei:
auf den schweren Schlussbahnen ist der Südafrikaner eine Klasse für sich, mit
drei Birdies auf den letzten 5 Bahnen setzt er sich noch spät ab, scort mit der
69 die beste Runde des Tages. Bei 3 unter Par bleibt der Titelhalter als
einziger nach drei Runden unter Par und nimmt drei Schläge Vorsprung in das
Finale mit: "Ich habe mich mit den Fehlern auf den Back 9 mächtig unter
Druck gesetzt. Das tolle Finish hat mich wieder ins Turnier zurück
gebracht."
Die Chancen auf einen neuerlichen Titel sind für Goosen somit exzellent, sind
doch mit den beiden Sensationsleuten Olin Browne und Jason Gore bei Even Par
seine engsten Verfolger nicht gerade fuchteinflössend - beide rangieren nicht
in den Top 250 der Weltrangliste - und beide wären wohl schon mit einem dicken
Scheck zufrieden.
Tiger startet in die falsche Richtung
Ein wildes, kurzes Eisen ins erste Grün kostet Tiger Woods gleich das
erste Bogey, zwei Bahnen später verliert er den nächsten Schlag, wieder nach
einem schlechten Eisen. Nicht einmal auf den beiden Par 5 des Platzes kann sich
der Superstar echte Chancen erarbeiten. Etwas unerwartet fällt der erste
Birdieputt am 11. Grün, doch auch dies bringt Tigers Spiel nicht wirklich ins
Laufen, obwohl er nun praktisch jedes Grün trifft. Am Schlussloch schafft Woods
noch aus dem Grünbunker den Up & Down zur 72er-Runde, 3 über Par und Platz
7 wären nicht schlecht, hätte Goosen nicht so einen tollen Endspurt gehabt:
"Es ist ein einziger Kampf da draussen. Diese Fahnen kann man nicht
attackieren, deshalb hatte ich immer 10, 15 Meter Putts und da fallen
wenig".
Hensby und Hedblom überraschen
Der Australier Mark Hensby lochte vier Birdies auf den ersten 10 Bahnen,
bevor ihm auf den schweren Back 9 etwas die Courage abhanden kam. Bei 1 über
Par reiht er sich dennoch hervorragend vor dem Sonntag im Klassement auf Platz 4
ein. Bester Europäer ist der Schwede Peter Hedblom, der seiner 66 vom
Vortag eine 70 folgen ließ, immerhin die drittbeste Runde am Samstag. Ein
Birdie-Hattrick ab der 10. Bahn brachte sein Score auf Touren und den blonden
Schweden auf den 7. Platz (+3).
Jacobson und Björn sorgen für Stimmung
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Das erste Hole in One der Woche gelingt Peter Jacobson
am Par 3 der 9: der frisch gebackene US-Seniorenmeister sorgte damit mit 3
unter Par auf den ersten 9 Bahnen für das bislang beste Zwischenergebnis,
spielte sich bei 1 über Par in die Top 20 vor. Auch auf den zweiten 9
hielt der 51-jährige Showman sein Spiel zusammen, sorgte mit der 69 für
die erste Runde unter Par und legte bei 4 über Par eine erste gute
Bestmarke im Clubhaus. |
Mit einem direkt gelochten zweiten Schlag ins 3. Grün zum Eagle setzte Thomas
Björn kurz zuvor den ersten Glanzpunkt am Samstag. Aufgrund der
schweren Fahnenpositionen.
Langer unauffällig im Vormarsch
Zwei frühe Bogeys steckte Bernhard Langer gut weg, gleich diese mit
einem Birdie Doppelpack wieder aus. Nur ein Schlag geht mehr auf den schweren
Back 9 verloren, mit der 71er-Runde macht der Deutsche viel Boden gut (ca. Platz
30).
Els und Mickelson endgültig geschlagen
Zwei der im Vorfeld hoch gehandelten Favoriten begruben endgültig ihre
Siegchancen: Ernie Els (72, gesamt 10 über Par) und Phil Mickelson (eine
8 am ersten Par 5, 72 Schläge) scheitern beim Versuch aufzuholen und stecken im
hinteren Mittelfeld fest.
Paul McGinley am Flughafen aufgestöbert
Die USGA musste einiges tun, um alle 83 Finalisten am Samstag ins Rennen zu
schicken. Paul McGinley war bereits am Flughafen um den Nachtflug zurück
nach Hause zu erwischen, ehe ihn die Offiziellen noch am Handy erreichten:
"Paul Du bist im Cut, komme zurück", hatte der Ryder Cupper nicht
mehr damit gerechnet, bei 8 über Par den Finaleinzug zu schaffen.
Scores nach 3 von 4 Runden (Par 70):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
R3 |
| 1 |
GOOSEN,
Retief |
RSA |
-3 |
68 |
70 |
69 |
| 2 |
GORE,
Jason |
USA |
Even |
71 |
67 |
72 |
| 2 |
BROWNE,
Olin |
USA |
Even |
67 |
71 |
72 |
| 4 |
CAMPBELL,
Michael |
NZ |
1 |
71 |
69 |
71 |
| 4 |
HENSBY,
Mark |
AUS |
1 |
71 |
68 |
72 |
| 6 |
TOMS,
David |
USA |
2 |
70 |
72 |
70 |
| 7 |
HEDBLOM,
Peter |
SWE |
3 |
77 |
66 |
70 |
| 7 |
WOODS,
Tiger |
USA |
3 |
70 |
71 |
72 |
| 7 |
WESTWOOD,
Lee |
ENG |
3 |
68 |
72 |
73 |
| 7 |
CHOI,
K.J. |
KOR |
3 |
69 |
70 |
74 |
| 11 |
JACOBSEN,
Peter |
USA |
4 |
72 |
73 |
69 |
|
|
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
|
|
| 11 |
SINGH,
Vijay |
FIJ |
4 |
70 |
70 |
74 |
| 15 |
SCOTT,
Adam |
AUS |
5 |
70 |
71 |
74 |
| 15 |
GARCIA,
Sergio |
SPA |
5 |
71 |
69 |
75 |
| 21 |
DONALD,
Luke |
ENG |
6 |
69 |
73 |
74 |
| 21 |
FURYK,
Jim |
USA |
6 |
71 |
70 |
75 |
| 35 |
LANGER,
Bernhard |
GER |
8 |
74 |
73 |
71 |
| 35 |
MICKELSON,
Phil |
USA |
8 |
69 |
77 |
72 |
| 41 |
McGINLEY,
Paul |
IRL |
9 |
76 |
72 |
71 |
| 41 |
ELS,
Ernie |
RSA |
9 |
71 |
76 |
72 |
| 41 |
MONTGOMERIE,
Colin |
SCO |
9 |
72 |
75 |
72 |
| 48 |
POULTER,
Ian |
ENG |
10 |
77 |
69 |
74 |
| 48 |
DOUGHERTY,
Nick |
ENG |
10 |
72 |
74 |
74 |
| 48 |
BJORN,
Thomas |
DEN |
10 |
71 |
74 |
75 |
| 57 |
LEVET,
Thomas |
FRA |
11 |
75 |
73 |
73 |
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