US PGA Tour

PGA Championship
Whistling Straits, 
Kohler, WI
12. - 15. August 2004
Preisgeld: US$ 6,000.000

PGA CHAMPIONSHIP - Das Rennen um die Nummer 1.

1. Runde: 13.8.2004 / 02:16 MEZ
Golf-Live.at / E. Anderson
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Daren Clarke
Foto: Golf-Live.at


Clarke führt vor Els

Darren Clarke powerte sich mit 65 Schlägen an die Spitze, gefolgt von Ernie Els und Justin Leonard. Tiger Woods ist mit 75 nur am 104. Platz zu finden.

Sensationell tiefe Scores am Monsterplatz von Whistling Straits. Bei wenig Wind und vorgerückten Tees feierten die Golfstars zum Auftakt ein unerwartetes Birdiefest - nur Tiger Woods konnte da nicht mithalten.

Clarke mit dem heißesten Putter

Auch 30 Kilo leichter bringt Darren Clarke noch genügend Power in seine Schläge. Der Nordire wurde zum Auftakt der PGA Championship seinem Ruf als Frühstarter und Lowscorer bei wichtigen Turnieren wieder einmal gerecht. Gleich mit vier Birdies startete er wie aus der Pistole geschossen, lag nach 8 Bahnen 6 unter Par, ehe es ihn an der 9 sowie dem schwersten Loch, der langen 13, mit Bogeys erwischte. Dank drei weiterer Birdies zog Clarke dennoch zur 65 und auf 7 unter Par den Verfolgern davon. Mit nur 25 Putts war der Nordire ein Magier auf den Grüns.

Clarke nutzte seine frühe Startzeit und den nur leichten Wind optimal aus, die Nachmittagsgruppe mit Mickelson und Montgomerie war etwas benachteiligt. Ernie Els zeigte sich wild entschlossen, diesmal gleich von Beginn an bei einem Major vorne mitzuspielen. Nach starkem Beginn mit fünf Birdies auf seinen Front 9 Bahnen 10 bis 18 ließ es "The Big Easy" im Finish ruhiger angehen, lochte nur noch 2 Birdies, patzte nur an der gefürchteten 13. Mit der 66 kam die Nummer 2 der Welt bloß einen Schlag hinter Clarke ins Clubhaus. Überraschend dagegen die starke Vorstellung des Amerikaners Justin Leonard, der so wie Els sieben Birdies bei nur einem Bogey lochte und sich mit der 66 so nebenbei auch für das US Ryder Cup-Team empfahl. 

Tiger wieder in der Major-Krise

Nach einem Birdie auf seinem Eröffnungsloch, der 10, hookte Tiger Woods seinen Drive am ersten Par 5, der 11, ganz böse ins kniehohe Rough. Mit dem zweiten Schlag kam er nur 90 Meter weit, steckte weiterhin im dicken Gemüse, erreichte erst mit dem vierten Schlag das Grün - nach einem Dreiputt war sein Doppelbogey-Desaster perfekt. An der 12 lippte sein Par-Putt aus, an der 13 verfehlte er das Grün, fraß neuerlich das Bogey. 

Daher spielte die Nummer 1 der Welt schon "Alles oder Nichts" am Par 4 der 14, packte den Driver aus, nagelte den Ball aufs Grün, puttete zweimal aus 10 Metern zum Birdie. Hauptproblem des US-Superstars: seine wilden Drives, die ihn laufend in die Bredouille brachten. Auch in der Folge trat daher Woods auf der Stelle, konnte sich mit drei weiteren Bogeys und zwei Birdies nicht aus der Major-Krise schießen. Mit 75 Schlägen rangiert er nur auf dem 104. Platz, muss aufpassen, dass sein beeindruckender Cut-Rekord nicht ausgerechnet bei einem Major reißt!

Weitere Gewinner zum Auftakt

Padraig Harrington, Jay Haas und K.J. Choi etablierten sich mit 68er-Runden fest in den Top 10. Mit Vijay Singh (67, Platz 4) ist auch der zweite Kandidat ganz vorne mit dabei, der Woods die Führung in der Weltrangliste streitig machen könnte. Der Fidschi operierte wieder mit dem kurzen Putter und war damit brandgefährlich.

Phil Mickelson startete mit wilden Drives, aber einem Zauberhändchen auf den Grüns - und daher mit drei Birdies ins Turnier. Dann begannen sich jedoch seine Fehler zu rächen, mit drei Bogeys und Birdies kam der Linkshänder nicht mehr weiter nach vor. Die 69 bringt ihn dennoch auf Platz 17 gut in Position.

Deutsche mit Rückstand

Bernhard Langer lief - an der 10 gestartet - lange Zeit vergeblich dem ersten Birdie nach. Bogeys an der 16 und 18 warfen ihn zurück, erst auf den vorderen 9 schien Europas Ryder Cup-Captain mit einem Birdie-Doppelpack an der 1 und 2 den Rhythmus zu finden. Doch danach kam nichts mehr, nur noch späte Bogeys an der 7 und 8, die sich zur enttäuschenden 74 summierten.

Noch schlechter erging es Alex Cejka, der als Zweiter der Vorwoche mit großen Erwartungen gestartet war. Ein Doppelbogey an der 8 stoppte jedoch seinen Vormarsch, mit drei Birdies, zwei davon im Finish, wollte ihm nicht viel gelingen. Dennoch hätte es für ein solides Auftaktergebnis gereicht, wenn er nicht mit einem weiteren Doppelbogey seine Runde beendet hätte. Mit 75 Schlägen wird er sich weit hinten klassieren.

Ihre Chancen verspielt dürften auch bereits einige Topstars haben: John Daly liegt mit der 81 ganz am Ende des Feldes, Kenny Perry scorte auch nur die 76. Überraschend auch der Absturz von Davis Love mit der 79.


Scores nach 1 von 4 Runden (Par 72):

Platz Name Par R1
1 Darren Clarke  -7 65
2 Justin Leonard  -6 66
2 Ernie Els  -6 66
4 Scott Verplank  -5 67
4 Vijay Singh  -5 67
4 Luke Donald  -5 67
4 Briny Baird  -5 67
8 Jay Haas  -4 68
8 K.J. Choi  -4 68
8 Padraig Harrington  -4 68
8 Loren Roberts  -4 68
8 Chris DiMarco  -4 68
8 Tim Petrovic  -4 68
8 Stuart Appleby  -4 68
8 Stephen Ames  -4 68
8 Geoff Ogilvy  -4 68
17 Paul McGinley  -3 69
     
Weiters:    
17 Phil Mickelson  -3 69
22 Jose Maria Olazabal  -2 70
29 Adam Scott  -1 71
40 Fredrik Jacobson  E 72
40 Nick Faldo  E 72
61 Colin Montgomerie  1 73
61 Sergio Garcia  1 73
61 Justin Rose  1 73
61 Mike Weir  1 73
83 Bernhard Langer  2 74
104 Alex Cejka  3 75
104 Tiger Woods  3 75
119 Miguel A. Jimenez  4 76
129 David Duval 5 77
144 Davis Love III  7 79
154 John Daly  9 81


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