US PGA Tour

US OPEN
Shinnecock Hills Golf Club
Southhampton, New York
17. - 20. Juni 2004
Preisgeld: US$ 6,250.000

US OPEN GOLF - Angel Cabrera sorgt für Action.

2. Runde: 19.6.2004 / 01:17 MEZ
Golf-Live.at / E. Anderson
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Phil Mickelson
Foto: Golf-Live.at


Mickelson in Major-Laune

Eine fehlerfreie 66 bringt Phil Mickelson an die Spitze (-6), nur Maruyama kann mithalten. Tiger Woods wahrt mit der 69 seine Chancen, während die Europäer komplett enttäuschen. 

Angel Cabrera, Jay Haas, Shigeki Maruyama, Jeff Maggert - sie alle hatten am zweiten Spieltag bei perfekten Bedingungen die Führung am Schläger, wurden aber von einem blendend disponierten Phil Mickelson ausgespielt.

Mickelson nimmt es mit Cabrera auf

Der bullige Argentinier Angel Cabrera - seine Fans nennen ihn "El Plato", die Ente, trotz seiner fast 100 Kilo - sorgte für die frühen Headlines am Freitag. An der 10 gestartet dauerte es ganze 20 Minuten, bis er die alleinige Führung übernahm - mit seinem 7. Birdie am kurzen Par 3 der 11. Doch Cabrera beging deutlich mehr Fehler, mit Bogeys und einem Doppelbogey an der 18 fiel er auf 3 unter Par zurück.

Ganz anders Phil Mickelson, der erfolgreich die Verfolgung aufnahm, programmgemäß mit einem Birdie am kurzen Eröffnungsloch startete, wo man nur das Fairway treffen muss. Der amtierende Masters-Champion war neuerlich bombensicher im langen Spiel unterwegs, vermied so jeden Aderlaß an seinem Score. Mit drei weiteren Birdies, jeweils mit guten vier, fünf Meter-Putts herausgespielt, überholte "Lefty" den Argentinier, kam mit der bogeyfreien 66 bei 6 unter Par als Leader im Clubhaus an: "Ich habe mich sehr intensiv auf dieses Turnier vorbereitet, hier muß man wissen, wie man die Grüns richtig anspielt", meint es Mickelson mit seinem nächsten Major-Titel mehr als nur ernst.

Keine großen Sprünge machte dagegen Vijay Singh, der vom 5. Platz (-2) in den zweiten Tag startete, neuerlich nur wenige Fairways traf (7 in zwei Tagen) daher mit der 70 auf der Stelle trat: "Die Drives war sehr aggressiv gespielt, ich wollte möglichst kurze Schläge ins Grün haben. Nur mit dem Putter habe ich wieder tonnenweise Birdies liegen gelassen", krankt es weiterhin auf den Grüns, so Singh - Platz 8 bei 2 unter.

Die Gewinner des frühen zweiten Tages

Die perfekten Scoring-Bedingungen wussten auch Fred Funk und Retief Goosen zu nutzen, die mit 66er-Runden jeweils vier Schläge am Freitag gutmachten und bei 4 unter Par aussichtsreich auf der Lauer liegen 
(Platz 4). Ebenfalls mit 66er-Runden sicherten sich Stephen Ames und Tim Herron ihren Platz im Wochenende. 

Tiger trifft keine Fairways, locht keine Birdies

Gleich seinen ersten Drive an der 10 pushte Tiger Woods neuerlich rechts weg ins tiefe Rough, und das mit dem Holz 3 - so wie schon den ganzen Donnerstag lang. Somit konnte er nur vorlegen, kassierte gleich ein Bogey (gesamt 3 über Par). Nur mit den langen Eisen traf er Fairways, sollte aber 14 Löcher lang erfolglos seinem zweiten Birdie im Turnier nachlaufen! Typisch für sein Spiel das Par 5 der 16: den Drive wieder rechts ins dicke Gemüse gepusht, kann daher nur vorlegen, spielt aber ein glänzendes kurzes Eisen einen Meter an die Fahne - schiebt den Birdieputt vorbei...

Wann immer Tiger den Driver zückt, gerät er in Bogeygefahr, zeigt aber unglaublichen Kampfgeist im kurzen Spiel, schafft gleich sieben Mal nach verfehlten Grüns den Up & Down zum Par. Als am Par 5 der 5. Bahn endlich ein 8 Meter-Putt zum erlösenden Par fällt, weckt das kurz den Killer-Instinkt, gleich am folgenden Loch schafft er noch ein Birdie, bringt damit die 69er-Runde ins Trockene. Bei 1 über Par und Platz 18 ist der US-Superstar noch nicht aus dem Rennen.

Jay Haas startete dagegen bombensicher im langen Spiel, lochte gleich seinen ersten Putt an der 10 aus gut fünf Metern zum Birdie. Ein kurzer verschobener Par-Putt an der 13 beendete seine Birdiejagd, von da an ging es nur noch bergab mit seinem Score, der 50-jährige lochte überhaupt nichts mehr und fiel mit 74 Schlägen auf den 12. Platz zurück (Even Par),

Immelman und Maruyama die heißesten Aktien

Shigeki Maruyama ließ Flightpartner Tiger Woods auch am Freitag alt aussehen. Nur der kleine Japaner konnte im langen Spiel mit Mickelson mithalten. Nach einem guten Birdie-Putt an der 13 und dem Chip-In zum Birdie an der 17 schließt Maruyama zu Mickelson auf. Vor allem blieb er am längsten von allen ohne Schlagverlust im Turnier - 28 Löcher lang. Am 
Par 3 der 2. Bahn trifft er jedoch den Grünbunker, schafft daraus nicht den Up & Down, fällt mit dem ersten Bogey zurück.

Doch der erfolgreichste Japaner auf der US Tour kontert mit zwei Birdies, geht mit einem Schlag Vorsprung in die Schlußphase. An der 9, seinem letzten Loch am Freitag, bleibt Maruyama mit der Annäherung zu kurz im hüfthohen Gras hängen, hackt sich erst mit dem vierten Schlag aufs Grün, fällt mit dem Bogey zur 68er-Runde zurück, das bedeutet Gleichstand an der Spitze bei 6 unter Par mit Mickelson.

Brandheiß war auch Trevor Immelman am Freitag unterwegs. Der 24-jährige Südafrikaner machte auf den ersten 4 Löchern drei Schläge gut, ehe ihn ein Doppelbogey an der 18 stoppte (70 Schläge, 10. Platz).

Ernie Els: Engelsgeduld wird belohnt

An seiner mangelnden Chancenauswertung hatte Ernie Els die längste Zeit zu kiefeln. Ein Par nach dem anderen scorte der Südafrikaner, blieb bei Even Par frustriert hängen.  Das Blatt wendete sich für ihn mit dem ersten Birdie an der 5, dem er gleich drei weitere in Serie folgen ließ, danach fiel Els in den alten Trott zurück, lochte absolut nichts mehr, hält sich mit der 67 jedoch voll im Rennen (-3, Platz 6).

Cejka gewinnt die Zitterpartie

An einer hartnäckigen Birdiesperre drohte Alex Cejka zu scheitern. Nach 8 Pars lochte der Deutsche erst an der extrem schweren 18, seinem 9. Loch, das zweite Birdie im Turnier - mehr sollte ihm auch am Freitag nicht vergönnt sein. Alex hielt jedoch die Fehlerquote gering, traf 14 Grüns, konnte sich gerade noch ein Bogey an seinem Schlußloch leisten, um bei 5 über Par am letzten Drücker den Cut zu schaffen.

Europäer scheitern auf "britischem Links-Kurs"

Obwohl sich Darren Clarke und Co eigentlich auf dem sehr schottisch angelegten Links-Kurs von Shinnecock pudelwohl fühlen müssten, versagten die Eurostars durch die Bank. Bester ist noch Sergio Garcia auf Platz 12 (Even Par), vor dem überraschend starken Schweden Daniel Chopra (1 über Par). Sonst schafften nur noch Joakim Haeggman, Phillip Pirce, Lee Westwood, Padraig Harrington und Cejka den Cut (5 über Par). 66 Spieler qualifizierten sich für das Wochenende.


Scores nach 2 von 4 Runden (Par 70):

Platz Land Par R1 R2 Score
1 USA -6 68 66 134
1 JAP -6 66 68 134
3 USA -5 68 67 135
4 USA -4 70 66 136
4 RSA -4 70 66 136
6 ARG -3 66 71 137
6 RSA -3 70 67 137
8 FIJ -2 68 70 138
8 USA -2 67 71 138
10 CAN -1 69 70 139
10 RSA -1 69 70 139
           
Weiters:          
12 SPA Even 72 68 140
12 USA Even 66 74 140
18 SWE 1 73 68 141
18 USA 1 72 69 141
34 ZIM 3 73 70 143
34 SWE 3 74 69 143
34 WAL 3 70 73 143
45 IRL 4 73 71 144
45 ENG 4 73 71 144
57 USA 5 73 72 145
57 GER 5 75 70 145
           
Cut verpaßt (+5):          
67 SPA 6 77 69 146
67 ENG 6 73 73 146
67 ENG 6 74 72 146
87 NIRL 7 73 74 147
87 ENG 7 74 73 147
95 DEN 8 77 71 148
118 FRA 10 75 75 150
124 USA 11 76 75 151
124 ENG 11 81 70 151
132 SWE 12 75 77 152
150 ENG 15 77 78 155
154 USA 25 83 82 165



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