US PGA Tour

104. US OPEN
Shinnecock Hills Golf Club
Southhampton, New York
17. - 20. Juni 2004
Preisgeld: US$ 6,250.000

US OPEN GOLF - Titelkampf völlig offen.

Vorschau 2: 16.6.2004 / 06:14 MEZ
Golf-Live.at / E. Anderson
>> STARTSEITE GOLF-LIVE.AT

Tiger Woods
Foto: Golf-Live.at


US OPEN völlig "open"

Seit Tiger schwächelt, sind Majors wieder spannend - ein gutes Dutzend Favoriten haben die Experten auf der Rechnung für einen US Open-Sieg, auch viele Europäer.

Buchmacher und Golfinsider waren noch nie so ratlos wie vor der 
104. Auflage der US Open, wer den Champion 2003 wohl beerben wird. Denn Jim Furyk, der seit 6 Monaten pausierende Titelverteidiger, wird zwar in dieser Woche sein Comeback geben, auf der Rechnung hat ihn nach seiner Handgelenksverletzung jedoch keiner.

Seit Tiger Woods nicht mehr uneingeschränkt in seinem Golfrevier regiert reduziert sich die Spannung bei der US Open nicht mehr auf die Frage, mit wie vielen Schlägen Vorsprung der zweifache US Open-Champion denn gewinnen wird - im Jahr 2000 waren es übrigens 15 Schläge! Nein, heuer traut man so vielen Spielern wie noch nie einen Sieg ernsthaft zu.

Was der US Open-Champion 2004 benötigt

"Talent" und "Form" müssen in erster Linie stimmen, um am Sonntag im Finish mitzuspielen. Um den nur 6.300 Meter langen Par 70-Kurs von Shinnecock Hills zu meistern, muss man kein Longhitter sein. Auch gibt es nur zwei Par 5, die nicht allzu lang sind. Vielmehr gilt es die Drives in den schmalen Landezonen zu platzieren, um eine Chance zu haben, bei der Annäherung den Ball auf den kleinen, knochenharten Grüns irgendwie zum Halten zu bringen. 164 Bunker erschweren diese Übung gewaltig, Wasser ist dafür kein Thema, kommt nur an der 6 vor und kaum ins Spiel.

Wer hat zuletzt die US Open in Shinnecok Hills gewonnen? Corey Pavin 1995, das sagt schon viel über den Favoritenkreis aus. Ein klassischer "Shotmaker" sollte daher gewinnen, mit einem Zauberhändchen rund um die Grüns - und dem richtigen Gefühl für den Putter in dieser Woche.

So viele Favoriten wie noch nie

1. Vijay Singh: Niemand sonst traf in den letzten Wochen so viele Fairways und Grüns wie die Nummer 3 der Welt - der einzige Dreifachsieger im heurigen Jahr in Amerika. In den letzten Jahren hat Vijay hier sehr oft privat gespielt, liebt den hügeligen Klassiker von Shinnecock Hills. Sein größtes Manko: das Putten klappte zuletzt gar nicht.

2. Phil Mickelson: der erste Majorsieg beim Masters könnte einen mentalen Damm gebrochen haben, eine wahre Siegesflut die Folge sein. "Lefty" muss allerdings eine solide Woche im langen Spiel erwischen.

3. Tiger Woods: noch kein Sieg im Zählwettspiel 2004 auf der US Tour, kein Majortitel seit zwei Jahren - aber ein angeschlagener Tiger ist oft am Gefährlichsten. Doch nur wenn die Nummer 1 endlich mehr als 50 % der Fairways trifft, ist ein Sieg möglich.

Auch wenn seit 1970 kein Europäer mehr eine US Open gewinnen konnte: gleich 27 Stars vom alten Kontinent sind heuer dabei, ihre Chancen sind so gut wie noch nie, da viele ihr tägliches Brot auf der US Tour verdienen.

4. Sergio Garcia: Sieger beim Test in der Vorwoche, traf dabei am meisten Fairways und Grüns. Fühlt sich mit 24 Jahren reif für den ersten Majorsieg, am Selbstbewusstsein mangelt es auch nicht. Kann gewinnen, wenn der Putter heiß läuft.

5. Miguel-Angel Jimenez: "The Mechanic" gewann heuer schon drei Turniere auf der European Tour, hat in den letzten zwei Jahren gelernt, wie man NICHT spielen darf in Amerika. Jetzt hat er alles drauf, was ein US Open-Champion benötigt. 

6. Padraig Harrington: Auch wenn der Nordire mit seinem Golfschwung derzeit hadert, reichte es immerhin bis zum Stechen um den Sieg in der Vorwoche. Harrington ist mit dem Putter sicher einer der Allerbesten.


Alle Startzeiten für Donnerstag und Freitag

Golf-Live.at bringt ab Donnerstag 14 Uhr eine komplette Live-Berichterstattung von der US Open mit stündlichen Updates, Live Scoring, Hintergrundberichten und Analysen.

US Open 2003: >> Furyk beim Sonntags-Spaziergang



>> STARTSEITE GOLF-LIVE.AT