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US OPEN GOLF - Rennen um
die Nummer 1 im World Ranking.
| Vorschau 4: |
17.6.2004 / 06:11 MEZ
Golf-Live.at / E. Anderson |
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Ernie Els
Foto: Golf-Live.at |
Rennen um die Nummer 1
Sowohl Ernie Els als auch Vijay Singh könnten Tiger Woods als
Nummer 1 im World Ranking ablösen - "the winner takes it
all" gilt auch für die US Open.
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Auf den Trainingsrunden gab es jede Menge Überraschungen für die 156
Kontrahenten, die sich für den großen Showdown in Shinnecock Hills
einschlugen: der Kurs, der sich eher wie eine British als eine US Open spielt,
da die Roughs rund um die Grüns fast komplett weggemäht wurden: "So einen
Platz spielen wir das ganze Jahr nicht in Amerika", schüttelte Tiger
Woods den Kopf.
Els und Singh sägen an Tigers Thron
Es sind aber nicht nur seine wilden Drives und der untypische Platz, der dem
zweifachen US Open-Champion große Sorgen macht. Die Klatsch-Presse redet nur
über seine bevorstehende Hochzeit mit einer "schwedischen Nanny"
(Elin Nordegren), Tiger läuft seit zwei Jahren einem Major-Titel nach - und
könnte am Sonntag erstmals seit dem 16. August 1999 als Nummer 1 der Welt
abgelöst werden.
Sowohl Ernie Els als auch Vijay Singh könnten mit einem Sieg den Platz an der
Sonne einnehmen, falls Tiger selbst kein niedriges Top 10-Ergebnis
einfährt.
Ernie Els wirkte auf den Trainingsrunden so lässig, dass es schon fast
aufreizend wirkte. Doch ganz konträr zu seinem relaxten Schwung dürfte es in
seinem Inneren brodeln, denn es ist Major-Time, da brennt selbst der "Alles-Easy-Ernie"
vor Ehrgeiz - wie man beim zuletzt Masters sehen konnte, als er über Platz 2
zutiefst frustriert war.
Ganz das Gegenteil ist Vijay Singh: der fühlt sich mit 41 Jahren am
Zenith seiner Leistungsfähigkeit, sieht in diesen Wochen die Chance seines
Lebens, zur Nummer 1 aufzusteigen, "Jetzt oder Nie", das weiß der
Fidschi ganz genau. Sein langes Spiel ist perfekt, nur das Putten muss er
endlich in den Griff bekommen, denn der beste Künstler auf und rund um die
Grüns wird in Shinnecock Hills gewinnen, nicht der Mann mit den Longest Drives.
British Open Feeling in New York
Nicht nur die niedergemähten Roughs rund um die Grüns vermitteln British
Open-Feeling. Der Platz spielt sich ultrahart und staubtrocken, die Grüns sind
pfeilschnell und Wind gab den Spielern auf den Trainingsrunden einen
Vorgeschmack, was sie ab Donnerstag erwarten dürfte: Probleme über Probleme
vom Abschlag bis zum Loch, sehr zur Freude der Zuschauer und zum Mißfallen der
Spieler selbst - "wer hier unter Par bleibt, wird gewinnen". Und falls
der Wind ausbleibt? "Dann wird der Platz nicht mehr bewässert, die USGA
wird schon für die Dramen sorgen", wird die US Open wohl auch heuer ihrem
Ruf als brutalster Golftest der Welt gerecht werden.
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